NightLaser_CallMehwhat.jpgNight Laser – Call Me What You Want

Steamhammer / SPV

 

Auf ihrem mittlerweile vierten Album legen NIGHT LASER in allen Belangen zu. Zum einen fährt man eine wirklich coole Produktion auf, für die sich Dirk Schlächter von Gamma Ray verantwortlich zeichnet, während für den Mix/Mastering Eike Freese zuständig war. Zum anderen ist das Songmaterial musikalisch deutlich gewachsen, um nicht zu sagen erwachsener geworden. Textlich ist dagegen vieles beim alten geblieben und NIGHT LASER sind sich, nach wie vor, für Klischees nicht zu schade. Tendenziell beackern die Jungs immer noch glammiges Terrain, strecken ihre Fühler aber immer weiter in andere Bereiche. Da ist zum Beispiel das recht harte „Captain Punishment“ oder „Law Of The Vulture“, das mit echt starker Gitarrenarbeit um die Ecke kommt. Die starke Ballade „Travelers In Time“ zählt ebenfalls zu den Highlights des Albums. Eine Disziplin, bei der sich durchaus die Spreu vom Weizen trennt. Meisterstück des Album ist aber ganz klar das 9-Minütige „Fiddler On The Roof“. Ein tolles Epos, mit vielen Tempowechseln und starkem Arrangement, sowie toll eingesetzter Violine. Party- und Stimmungssongs sind natürlich auch noch vorhanden („Bittersweet Dreams“, „Call Me What You Want“), NIGHT LASER zeigen aber, dass sie bei allem Spaß auch anders können. Rein spielerisch überzeugt „Call Me What You Want“ ebenfalls durchgehend. Einige kleine, eingeflochtene Hammond-Parts lockern das Gesamtbild eben so auf, wie die vielen abwechslungsreichen Gitarrenparts und feinen Leads. Auch Drummer Ingemar groovt oft wie die Hölle, wie er im Eröffnungsbeat der Scheibe gleich beweist. Ein Album, dass sich durchaus etwas zwischen den Stühlen platziert, und mehr zu bieten hat, als das plakative Superhelden Cover vermuten lässt.

 

(Schnuller)

 

https://nightlaser.de/

 


Musik News

Movie News

Bücher