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Masterplan – Novum IntiumMasterplan – Novum Intium
(AFM Records)

MASTERPLAN wollen laut Werbung mit ihrem Album “Novum Intium” einen Neustart hinlegen. Nachdem die steile Karriere durch den Weggang von Sänger Jorn abfiel, aber auch die Rückkehr des Sängers leider keine Besserung bracht, ist nun mit Rick Altzi der dritte Sänger an Bord.


Doch wie ich damals schon schrieb, lag die Stagnation weniger an der Stimme, sondern eher am Songwriting, das es einfach nicht mehr schaffte, die Lieder auf das Niveau zu hieven, was MASTERPLAN in ihren Anfangstagen geschafft hatten. Im Interview mit Bandchef Roland wird auch nochmals etwas klarer, dass sich durch Jorn die Freiheiten beim Songwriting stark eingeschränkt wurden. Jetzt, endlich vollkommen losgelöst aus diesem unnötig eng gestreckten Korsett hat man also die Chance, wieder künstlerisch freier und damit besser zu agieren, schafft dies aber nur bedingt.


Nach einem kurzen bombastisch klassischen Intro, eben typisch Grapow, geht’s mit “The Game” los, der zwar solide daherkommt, aber nicht weiter auffällt. “Keep Your Dream Alive” erinnert dann stark an “Lost & Gone” vom “MKII” Album. Dieser war damals schon kein großer Hit und so verhält es sich leider auch mit diesem Song. “Black Night Of Magic” weiß da durch seine flotte Art schon eher zu begeistern und hier können dann schon mal zaghafte Vergleiche zum Debüt Album gezogen werden.


Richtig gut wird’s dann beim Song “Return To Avalon”, bei dem die düster melancholische Seite mal verlassen wird und ein paar positive Töne durchschimmern. Und bei diesem Song zeigt sich, was MASTERPLAN früher so besonders machte: Eine gewisse Grundhärte von den Riffs und vom Sound her, mit im Vordergrund stehende Keyboards und dennoch ein paar Anklänge an Rolands Ex Band HELLOWEEN, eben im positiven verwurzelt. Die Mischung macht’s eben und die stimmt bei diesem Song endlich wieder.
Der letzte Song, der gleichzeitig Titelsong und mit seinen 9 Minuten der längste der Platte darstellt, hat einen sehr ansprechenden Solo Part und auch einen richtig gut interessant platzierten Prog Mittelpart, der Refrain an sich überzeugt aber nicht so ganz.


Mit “Novum Intium” können MASTERPLAN zwar nicht an die überragenden ersten zwei Alben anknüpfen, zumindest wurde aber die Talfahrt gestoppt und es kann in Zukunft wieder bergauf gehen. Wenn dieses Line Up konstant bleibt und Roland endlich wieder eine Band hat und sich traut, Songs ohne eng gestricktes Korsett zu schreiben, dann könnten MASTERPLAN wieder in die alte Spur zurück finden.
Die Weichen dafür wurden mit diesem Album gestellt.

(Röbin)

http://www.masterplan-theband.com/




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