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Sonata Arctica - Clear Cold BeyondSonata Arctica - Clear Cold Beyond
(Atmonic Fire)
 
Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als SONATA ARCTICA der nächste heiße Scheiß im Power Metal waren? Ja, das ist lange her. Zwanzig Jahre, um genau zu sein. Zwar haben die Finnen seither sechs Studioalben (plus zwei Akustik-Compilations und einer Neueinspielung des Debüts) veröffentlicht, aber an die Frische und Qualität der ersten vier Werke kamen sie nur selten heran. Mal zu verkopft („Unia“ und „The Ninth Hour“), mal zu simpel („Pariah’s Child“), oft aber auch einfach zu langsam, zündeten weder Strukturen noch Melodien. 
Auf „Clear Cold Beyond“ soll nun alles anders werden. Das Tempo wurde deutlich angezogen und die Melodien sind wieder auf Kinderliedniveau (was hier ja nichts Schlechtes sein muss - siehe „Angels Defiled“). Das flotte „California“, das düstere „Dark Empath“ oder die kitschige Schunkelnummer „A Monster Only You Can’t See“ gehen sofort ins Ohr. Vielleicht kann keiner der Songs mit vergleichbaren Nummern der ersten vier Alben mithalten, aber vielleicht kommen SONATA ARCTICA diesmal so nah an deren Qualität heran wie seit zwanzig Jahren nicht mehr.
Größter Kritikpunkt mag die Reihenfolge der Songs sein, schließt das Album doch mit zwei Halbballaden ab. Dieser Doppelschlag nimmt dem Hörer ein wenig den Schwung nach hinten. Was zeitweise etwas stört, ist der Gitarrensound. Dieser wirkt im Vergleich zur restlichen Instrumentierung oft relativ hart und dadurch unpassend. „Teardrops“ wäre hier als Beispiel zu nennen.
Insgesamt lassen SONATA ARCTICA hier die Erinnerung daran aufleben, warum ihre ersten Alben so gefeiert wurden. „Clear Cold Beyond“ ist ein unterhaltsames Album geworden. Mehr sollte man von SONATA ARCTICA nicht erwarten.
 


(Manuel)
 

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