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Yes - The QuestYes - The Quest

(Inside Out)

 

Es ist einfach großartig, dass eine so altgediente Band wie Yes immer noch existiert und nach wie vor spannende Alben rausbringt. Schließlich sind die britischen Prog-/Artrocker, die mit „Owner of a Lonely Heart“ 1983 ihren größten kommerziellen Erfolg verbuchen konnten, schon seit 1968 am Start. Wenn es auch viele Besetzungswechsel und musikalische Umbrüche gab - die Band war nicht nur stilprägend, sondern gehört auch heute noch zu den wichtigsten ihres Genres. Gründungsmitglieder sind heute nicht mehr am Start, aber die beiden seit den frühen 70ern bei Yes aktiven Urgesteine Steve Howe (Gitarre) und Alan White (Drums) denken offenbar nicht ans Aufhören und haben mit ihren Mitstreitern jetzt das neue Album „The Quest“ aufgenommen. Das Warten - der Vorgänger „Heaven and Earth“ liegt mittlerweile sieben Jahre zurück - hat sich definitiv gelohnt, denn das Album macht eindringlich deutlich, warum diese Band so einflussreich war und immer noch ist. Mit seinen ausgedehnten Gitarren- und Synthesizer-Soli, den oft tragenden Bassläufen, verschachtelten Gitarrenmelodien und unberechenbaren Gesangslinien strotz das Album nur so vor Musikalität, kommt aber mit einer liebenswürdigen Attitüde der Zurückgenommenheit und Bescheidenheit daher. Die Songs sind komplex und anspruchsvoll arrangiert, aber nie verkopft oder kompliziert, sondern immer eingängig. Und schließlich gelingt den Briten auch noch das Kunststück, gleichzeitig weit und episch (einen passenderen Namen hätte man dem Album nicht geben können), aber gleichzeitig gefühlvoll, melancholisch und leichtfüßig zu klingen. Auch wenn der eher weiche Sound und der zarte Gesang bei Yes nicht jedermanns Sache sind - dieses Album ist eine ganz unauffällig und demütig daher kommende Glanztat.

 

http://yesworld.com

 

(Torsten)


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