NamelessDayRitual_Birth.jpgNameless Day Ritual - Birth

(CMM/SAOL)

 

Bulgarien verbindet man normalerweise nicht mit modernem Alternativemetal, aber das könnte sich in Zukunft ändern. Der Grund dafür sind Nameless Day Ritual. Dank Sängerin Asya fühlt man sich stellenweise positiv an die Guano Apes erinnert, musikalisch geht es aber doch öfter in die Djent-Richtung, aufgebrochen von sehr melodischen und stimmigen Parts, die auch das ein oder andere Industrialelement enthalten können. Wenn dann, wie im Titeltrack "Birth", nach melodischer Strophe der harte Refrain durchbricht gewinnt die Band einiges an Pluspunkten. Der Wechsel zwischen Melodie und Härte ist schon lange nichts neues mehr, aber auf "Birth" funktioniert er streckenweise verdammt gut. Das Gitarrensolo gegen Ende des Songs sorgt für eine positive Überraschung. Für die Crossover und Alternative Hochzeiten der New Metal Bands sind Nameless Day Ritual einige Jährchen zu spät, aber genau da steuern sie mit einigen modernen Elementen dagegen. Sie wissen sich definitiv zu behaupten und können neben einigen wenigen Bands für sich in Anspruch nehmen einen eigenen Stil entwickelt zu haben. Djentlastige Riffs, wie am Anfang von "I" sind definitiv große Momente, vor allem wenn dann die sanfte Melodie des Gesangs darüber gelegt wird, aber trotz allem sind es für mich die Retromomente, die den Reiz dieser Band ausmachen. Der Refrain von "I" erinnert mich im allerpositivsten Sinne an die besten Zeiten der oben genannten Guano Apes. Vergleichen kann man die Band aber mit wenig dagewesenem. Anstatt tröge zu kopieren, bieten Nameless Day Ritual einen ganz eigenen Mix ihrer musikalischen Einflüsse. So viel Spaß, wie das Ganze streckenweise macht sieht man der Band nach, das sie das Rad nicht neu erfinden wird. Ich bin mir sicher es wird nun wieder die zwei Lager geben die sich beschweren die Platte sei zu soft, beziehungsweise zu hart und immer irgendwo zwischen den Stühlen, nie ganz bei einer der beiden Extreme. Jeder der sich aber frei macht von diesen beiden Ecken wird mit Nameless Day Ritual einen kurzweiligen, aber doch interessanten musikalischen Wegbegleiter für die nächsten Wochen finden.

 

(Marvin)

 

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