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Necrophobic - In the shadows grey

(Century Media)

 

Mit zwei, sagen wir mal, routiniert starken und einem in Ansätzen fast schunkligen Track („As stars collide“) erwischen Necrophobic auf ihrer neuen Scheibe so etwas wie den schlechtmöglichsten Start. „Schlecht“ muss hier freilich in dicken, wirklich dicken Anführungszeichen gesetzt werden, denn die Schweden spielen selbst in weniger bestechender Form ziemlich weit oben mit. Daran ändert auch die Bandleistung auf „In the shadows grey“ nichts, dass nach dem latenten Stotterstart noch recht gut in die Spur kommt. „Stormcrow“ beispielsweise ist ein typischer, aber ordentlich feuriger Brecher.

 

„Nordavind“ beglückt mit lauernden tiefschwarzen Leads und einem Hauch Progressivität. Auch der schmissig-subtile (ja, so was geht) Titeltrack ist über jeden Zweifel erhaben, was auch für „Mirrors of a thousand lakes“ gilt. Insgesamt fällt auf, dass vor allem die längeren, detailreicheren Tracks die gewohnt unantastbare Klasse verströmen. Aber wenn ich so zusammenzähle, viel mehr als eine handvoll starker Kompositionen finden sich auf dem Album leider beim besten Willen nicht, weswegen sich bei mir auch zum ersten Mal nach „Womb of Lilithu“ (2013) kein unmittelbarer Kaufimpuls einstellt.

 

Was mitunter fehlt sind die feinzisselierten Melodien zum Niederknien, die Hauptkomponist Sebastian Ramstedt sonst regelrecht am Fließband abliefert. Stattdessen wirkt das Songwriting phasenweise eher etwas formelhaft, als hätte man sich zu sehr auf seine Stärken verlassen und darüber dann vergessen, wie gewohnt über sich (und so ziemlich alle anderen) hinauszuwachsen. Fazit: Gute Platte, aber nicht die erwartete Göttergabe.

 

(Chris)

 

https://www.facebook.com/necrophobic.official/?locale=de_DE


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