Dokken – Heaven Comes DownDokken – Heaven Comes Down

(Silver Lining Music)

 

Dass Mastermind Don Dokken stimmlich nicht mehr an die Leistungen der brillanten 80er Jahre rankommt, ist mittlerweile bekannt. Problematisch ist dies vor allem bei Live-Shows, denn die Klassiker von „Tooth & Nail“ oder „Under Lock And Key“ haben sich durch tausendmaliges Hören so dermaßen ins Hirn gebrannt, dass heutzutage eine tiefere Tonlage und eine oft gänzlich andere Melodieführung zu einem echten Spaßkiller werden können. Jetzt bekommt Don aber die Möglichkeit, sich (vermutlich zum letzten Mal) an gänzlich neuen Songs zu versuchen und dafür sollte man ihm auch eine faire Chance einräumen. „Fugitive“ und „Gypsy“ starten das Album in typischer Dokken-Manier und gerade Gitarrist Jon Levin steht mit exzellenten Soli dem übermächtigen George Lynch eigentlich in nichts nach. Beide Songs gehen bereits nach wenigen Durchläufen in die Gehörgänge und werden vom Rezensenten gerne mal spontan vor sich hingesummt. Mit „Is It Me Or Is It You?“ fügt man musikalisch einen starken Led Zeppelin-Touch hinzu, der aber durchaus anspricht. „Just Like A Rose“ klingt eher unspektakulär, wartet aber auch wieder mit gekonnt inszenierten Soloparts auf. Die erste Powerballade hört auf den Namen „I`ll Never Give Up“, „Saving Grace“ ist eher belanglos, „Over The Mountain” überzeugt vor allem wieder durch Jon Levin an der Sechssaitigen. „I Remember“ ist Ballade Numero 2 und „Lost In You” lässt trotz guter Ansätze etwas die Schlagkraft vermissen. Den Rausschmeißer „Santa Fe“ sehe ich mit seinen Country- und Westernvibes eher als Bonustrack. Zusammenfassend ein Album mit Licht und Schatten auf dem Don selbst zwar nicht glänzt, aber mehr als solide abliefert.

 

https://dokken.net/

 

(Hansy)


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