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Artillery_X.jpgArtillery – X

Metal Blade Records

 

Das zehnte Album der dänischen Thrasher, simpel nach der römischen Zahl „10“ betitelt, ist für ARTILLERY ein kleines Jubiläum. Für mich ein recht großes, denn „X“ ist das 1000. Review, das ich für das Totentanz Magazin seit 2008 abliefere. Auf die Idee das zehnte Album „X“ oder auch „Ten“ zu nennen, sind schon andere gekommen. Allein die Metal Archives spucken über 25 Longplayer mit diesem Titel aus. Das zehnte Album stellt noch einen weiteren wichtigen Punkt in der Karriere der dänischen Thrasher dar. Sänger Michael, immerhin auch knapp 10 Jahre in der Band, zieht jetzt mit Ur-Sänger Flemming Rönsdorf gleich, der ebenfalls auf vier Alben zu hören war. Die 1982 gegründete Band steuert obendrein noch auf ihr 40. Bandjubiläum zu, das sie nächstes Jahr (hoffentlich wieder mit Konzerten) begehen kann. Am bewährten musikalischen Rezept wurde wenig, bzw. nichts verändert…wozu auch. Seit der Reunion 2007 werden die Dänen konsequent alle 2-3 Jahre mit einem neuen Album vorstellig und spätestens mit dem Einstieg von Sänger Michael wurde der perfekt Frontmann für den melodischen Thrash der Urgesteine gefunden. Die Zutaten sind zwar stets die gleichen, werden aber immer mitreißend umgesetzt. Da ist zum Beispiel das kurze, orientalisch angehauchte Intro, wie man es von “By Inheritance“ (1990) her kennt. Ebenso einzigartig ist das Signature-Riffing des letzten Gründungsmitgliedes Michael Stützer, der die Band nun ohne seinen 2019 verstorbenen jüngeren Bruder Morten weiterführt. Eine Halbballade ist mit „The Ghost Of Me“ ebenfalls wieder dabei, wie gehabt von Michael erstklassig dargeboten. Mit „In Thrash We Trust“ geben ARTILLERY gefühlt ein paar BPM mehr Gas und zaubern hier einen Thrasher aus dem Ärmel, der auf „By Inheritance“ zu den Highlights gehört hätte. Dicht gefolgt von „Force Of Indifference“, welcher in die gleiche Kerbe schlägt. „In Your Mind“ überrascht mit für ARTILLERY etwas ungewohnter Rhythmik und beweist, dass es auch ein paar neue Elemente im Sound gibt. Das sehr melodische, verdammt eingängige, „Turn Up The Rage“ zählt ebenfalls zu den an Highlights nicht armen „X“. So manche jüngere Band würde sich wünschen, auf diesem Niveau Alben zu veröffentlichen, diverse Ältere vermutlich auch. Da kann man zum zehnten Album nur gratulieren und eine Träne für Morten Stützer vergießen. Ruhe in Frieden, Morten!

 

(Schnuller)

 

https://www.facebook.com/ARTILLERY.DK

 

Video zu „Turn Up The Rage“

 

https://www.youtube.com/watch?v=-1yVzWY4scY

 


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