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Rogue HunterRogue Hunter

(Leonine)

 

Die ebenso toughe wie abgebrühte Söldnerin Sam O´Hara und ihr Team werden von einem afrikanischen Gouverneur angeheuert um seine entführte Tochter aus den Händen der terroristischen Al-Schabab Miliz zu befreien. Für das eingespielte Team trotz aller Risiken ein Routinejob. Der Auftrag läuft zunächst nach Plan und neben dem Zielobjekt werden noch weitere Geiseln aus der Gefangenschaft der Terroristen befreit. Aber beim Rückzug vom Einsatzort fängt die Mission an schief zu laufen. Die skrupellosen Terroristen setzen sich ihnen an die Fersen um die wertvollen Geiseln zurückzuholen. Das Team wird Mitglied um Mitglied dezimiert und der rettende Hubschrauber kurzerhand mit einer Panzerfaust vom Himmel geholt. Um wenigstens etwas Zeit zu gewinnen, muss das Team von einer hohen Klippe in die Fluten eines reißenden Flusses springen. Um schneller unterwegs zu sein, müssen die kampferprobten Söldner zudem die Ausrüstung zurücklassen. Auch das ist noch immer die bessere Option als eine Kugel zu kassieren. Nachdem erst einmal Zeit gewonnen und die Terroristen abgehängt wurden, verschanzt sich das Team auf einer verlassenen Farm. Hier muss die Zeit bis zum nächsten Tag und der Ankunft eines neuen Rettungshubschraubers überbrückt zu werden. Noch immer die Miliz im Nacken erweist sich der provisorische Unterschlupf mehr als Falle denn als Rettung, denn das Versteck ist eine verlassene Löwenfarm und auf eben dieser schleicht noch immer eine wütende und Angriffslustige Raubkatze umher. Bewaffnete Terroristen auf der einen und eine wütende Löwin auf der anderen Seite werden, für das abgebrühte und mittlerweile sehr schwach bewaffnete Team, zur bisher größten Herausforderung.      

 

Filmemacherin MJ Bassett (Regisseurin einzelner Episoden von „Ash vs. Evil“ und „Marvel´s Iron Fist“) wollte zusammen mit ihrer Tochter ein Filmprojekt realisieren. Gemeinsam haben sie die Story verfasst und bei der Umsetzung von „Rogue Hunter“ hat die eine vor und die andere hinter der Kamera mitgewirkt. Die Idee bestand darin, ein Statement für den (Wild) Tierschutz abzugeben. Ihre Kritik zielt auf die in Afrika bestehenden Wildtierfarmen. Auf ihnen werden Raubtiere unter grausamen und unwürdigen Bedingungen zur Jagdlust reicher Menschen gehalten. Diese Kritik wird leider nur angedeutet und geht in den zwei Actionsträngen etwas unter. Das angedeutete kritische Statement wurde kurzerhand in einen klassischen Söldnerfilm integriert und herauskam eine Mischung aus Animalhorror meets Söldneraction. Unterstützung haben die Filmemacherinnen von Megan „Transformers“ Fox bekommen. Trotz ihres als nicht gerade einfach geltenden Rufs, ist der hübsche Hollywood Star auch weiterhin nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein prominenter Name, der dem Film vielleicht eine etwas größere Aufmerksamkeit ermöglicht. Auch wenn das Budget der Britisch/Südafrikanischen Co-Produktion vielleicht nicht unbedingt das größte war, haben die Verantwortlichen das Beste aus den Gegebenheiten herausgeholt. Der Bodycount ist hoch, die Shootouts überwiegend gut und meist hart in Szene gesetzt und die Action flüssig. An dieser Front gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Weniger gelungen hingegen ist die Animation der Löwin. Hier schimmert dann das geringere Budget durch. Vielleicht hätte man die Animal-Action besser nur angedeutet und der Phantasie des Zuschauers überlassen. Das hätte stellenweise einen besseren Effekt gehabt. Insgesamt aber ist die Mischung aus bleihaltiger und tierischer Action sehr ausgewogen, sodass man mit „Rogue Hunter“ durchaus einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend haben kann.      

 

Die Blu-ray erscheint uncut und mit deutscher wie auch englischer Tonspur in sattem DTS-HD Master Audio 5.1 Sound.

 

(Zvonko)


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