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Prizefighter – Die Geburt des BoxensPrizefighter – Die Geburt des Boxens

(Leonine)

 

England 1800: Der junge Jem Belcher hat - zum Ärger seiner Mutter - in seinem Großvater Jack Slack ein großes Vorbild. Der Alte ist so etwas wie ein lokaler Star der Faustkampfszene. Sein blutig erkämpftes Geld verprasst der alte überwiegend für Alkohol und leichte Mädchen. So sehr die Mutter auch möchte, dass der junge Jem Belcher Abstand zum Großvater hält und sein Lebensabend lieber mit harter aber ehrlicher Arbeit nachgeht, so sehr möchte er – wie sein Großvater - die Familienkasse mit Faustkämpfen aufbessern. Nach einem erfolgreichen Kampf, gerät der junge Jem in den Fokus von Bill Warr. Der betreut ihn fortan als Trainer und macht ihn nicht zu einem Lokalhelden im Faustkampf, sondern bildet ihn zum Boxchamp Englands aus. Der rasante Erfolg im Ring führt Jem Belcher und seinen Trainer Bill Warr in die Metropole London und in die High Society. Mit steigendem Ruhm und steigendem Wohlstand entfernt sich Jem Belcher von seinen Wurzeln. Als Spielball der Londoner High Society, die sich je nach Belieben mit ihm schmückt und ausnutzt, verliert er nicht nur den sportlichen Fokus, sondern auch den Bezug zu seiner Herkunft. Erst ein Unfall, der zu einer eingeschränkten Sehkraft führt erdet den jungen Champ wieder. Es steht vor einem Kampf um seine Ehre und um den Titel des Boxchamps.

 

„Prizefighter – Die Geburt des Boxens – ist ein Biopic und beruht teilweise auf realen Ereignissen. Jem Belcher war im Jahr 1800 mit 19 Jahren der jüngste Boxchamp. Sein rasanter sportlicher Aufstieg wurde 1803 durch eine Verletzung beim „Fivesspielen“ (Britisches Rückschlagspiel – eine Art Squash - mit der Hand ohne Schläger) bei dem er ein Auge verloren hat gestoppt. Belcher hat gelernt mit nur einem Auge zu boxen. 1805 verlor er gegen Henry Pearce - einen Ex-Schüler – seinen Titel als Champion. Das leitet den sportlichen Abstieg ein. Nachdem er 1807 einen Kampf und hohe Wettsummen verloren hat, hat sich der ehemals gefeierte Champ sportlich und gesellschaftlich nicht mehr erholt und ist 1811 mit nur 31 Jahren verarmt verstorben. 1992 wurde er wegen seiner Verdienste für den Boxsport in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen. Der Film beleuchtet nicht alle Lebensabschnitte von Jem Belcher, sondern endet mit dem Kampf zwischen ihm und seinem Ex-Schüler Henry Pearce. Mit dem Fokus auf den sportlichen Werdegang von Jem Belcher, hat Regisseur Daniel Graham eine Art Rocky-Story aus dem Film gemacht. Drama, sportlicher Wettkampf, Trainingssequenzen. All das mit passenden Kostümen und Szenerien. Die Hauptdarsteller um die Hauptrolle Matt Hookings („Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln“) als Jem Belcher (er hat bereits einen Kurzfilm („The Birth of Boxing“) über das Thema gedreht und ist wohl so sehr von der Story begeistert, dass er das Drehbuch für den hier vorliegenden geschrieben hat), Ray Winstone (The Punisher – War Zone“) als Trainer Bill Warr und Russell Crowe („Gladiator“) in der Rolle des Großvaters Jack Slack überzeugen in Rollen und sorgen dafür, dass „Prizefighter – Die Geburt des Boxens“ ein unterhaltsamer und abendfüllender Streifen geworden ist.

 

Die Blu-ray Disc kommt mit kräftigem Bild und scharfen Farben sowie gutem Sound in deutscher und englischer Tonspur auf den Markt. An Extras gibt es die obligatorische Trailershow.

 

(Zvonko)


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