ZERRE-Scorched Souls.jpgZerre – Scorched Souls

(Eigenproduktion)

 

ZERRE aus Würzburg waren bis 2017 schon aktiv und nehmen seit 2022 einen neuen Anlauf. Alte Fans werden sich aber erst einmal wundern, was seit der Reunion aus den Boxen tönt. Aus der eher old-schoolig veranlagten Hardcore Band/Punk ist eine lupenreine Thrash Band geworden, bei der Power Trip und Enforced scheinbar mächtig Eindruck hinterlassen haben. Einzig der Bandname weist noch auf die Vergangenheit hin und lockt eventuell auf eine falsche Spur. Da hätte man sich für die Reunion durchaus etwas Passenderes ausdenken können. Das auf der akustischen Gitarre beginnende Intro atmet noch etwas „Battery“-Flair (Metallica, klar oder?), ehe ein massives Thrash-Inferno losbricht. Die folgenden sechs Songs sind mächtig und hart produziert, die Snare ist – wie bei Power Trip – mit ordentlich Hall unterlegt und die Gitarren sägen ohne große Schnörkel die Boxen zu Kleinholz, während die Fetzen der Stimmbänder am Mikro von Schreihals Nico hängenbleiben. Für eine Eigenproduktion eine beeindruckende Produktion, nach der sich viele die Finger lecken würden! Die Songs bleiben bei aller Härte aber gut im Ohr hängen und lassen mehrfach aufhorchen. Die Gitarren wissen, wie man mit den Riffs variiert und streuen einige melodische Leads ein. „Deadender“ startet mit einem Dead City-Gedächtnisriff (Violent Force, you know…), „Dystopian Visions” dreht das groovige Anfangsriff nach 15 Sekunden gekonnt in den Thrash Kontext rein…die Jungs haben diese kleinen Aha-Momente wirklich drauf. Da muss definitiv noch mehr kommen und das bitte möglichst schnell!

 

(Schnuller)

 

https://www.facebook.com/zerre.thrash

 


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