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The Black DemonThe Black Demon

(SquareOne Entertainment)

 

In der paradiesischen Baja California vor der Küste Mexikos geht es seit längerem alles andere als paradiesisch zu. Die Landschaft, die Küste und das Meer haben Postkartencharakter aber weder Touristen tummeln sich in der schönen Gegend noch gibt es sonderlich viele Einwohner. Die paar Einwohner die verblieben sind, sind weder gut gelaunt, noch haben sie irgendeinen Job oder eine sonstige Einnahmequelle um sich eine existenzielle Grundlage aufbauen zu können. Das war nicht immer so. Daran und an bessere Zeiten kann sich auch Paul Sturges erinnern. Dieser war vor 15 Jahren bereits im Auftrag seines Arbeitgebers – der Ölfirma Nixon Oil - in der traumhaften Gegend zu Gange und kehrt jetzt - teils beruflich, teils privat - an diesen malerischen Ort zurück. Privat nimmt er seine Familie mit um die Dienstreise mit einem schönen Urlaub zu verknüpfen. Beruflich soll er als Company Inspector die Ölplattform inspizieren. Nicht nur, dass diese bereits weitaus bessere Tage erlebt hatte, die ganze Gegend um die Plattform ist verseucht. Leckgeschlagene Rohre, verseuchtes Meer und zu allem Überfluss ein Fluch. Dieser hängt mit der Umweltkatastrophe zusammen und wird durch den Santa Muerte Kult der Anwohner noch kultiviert. Opfergaben für „El Demonico Negro“ (den Black Demon) werden geleistet und der Aberglaube angefüttert. Was Paul Sturges noch nicht bewusst ist, ist dass er selbst ein Teil des Fluches ist, da er als Inspector - und in dem Fall wichtiges Rad seines skrupellosen Arbeitgebers - Unheil über Natur und Bevölkerung gebracht hat, nur um einige reiche Arschlöcher noch reicher zu machen. Regeln wurden gebeugt und Augen zugedrückt. Die Verschmutzungen haben zugenommen, die Profite einiger wenigen sind gestiegen, die Lebensgrundlage von sehr vielen sind verschwunden. Der Fluch des Demonico Negro schlägt sich in Form eines Megalodon (eines Urzeit Riesenhais) nieder und muss durch ein prominentes Opfer gestoppt werden.

 

Regisseur Adrian Grunberg ist Fans des Actiongenres durch Werke wie „Get The Gringo“ mit Mel Gibson in der Hauptrolle und vor allem durch „Rambo: Last Blood“ mit Sylvester Stallone ein Begriff. Seine Finger hatte er auch in „Man On Fire“ mit Denzel Washington im Spiel. Allen Filmen gemeinsam ist, die Nähe und Beziehung zu Mexiko wie auch ein gewisses Gewaltpotential. Hat „Get The Gringo“ noch mit frische und Witz gepunktet, waren „Man On Fire“ (Drehbuch?) und vor allem der letzte Rambo wuchtige Gewaltbrocken. Mit „The Black Demon“ wagt sich Grunberg ins Animal-Horror Genre, genauer an Shark-Movies. Die Blaupause für diese Streifen und bis heute nicht mehr wirklich erreicht ist selbstverständlich Spielbergs „Der weiße Hai“. Aber in dem Genre in dem es viel Murks gibt, gibt es überzeugende Nummern wie bspw. „Deep Blue Sea“ oder mit Abstrichen „Meg“. Jetzt hat erst vor kurzem „Meg 2“ den Weg auf die große Leinwand geschafft und hat sich letztendlich als teurer Trash entpuppt. Wie schlägt sich also „The Black Demon“ in eben diesem Fahrwasser? Ihm ist – wie vielen anderen modernen Filmen – gemeinsam, dass vieles am Computer entsteht und eben nicht mit Modellen. Das kann gut sein, endet oft aber auch im Fiasko. Hier hält es sich in Grenzen, da der alles zerstörende Megalodon gar nicht so oft zu sehen ist und auch die abgetrennten und in die Luft geflogenen Extremitäten werden gar nicht so oft visuell gezeigt. Vielmehr entsteht vieles nur im Kopf und der visuellen Vorstellungskraft des Zuschauers. Und immer dann funktioniert „The Black Demon“ am besten. Meiner Meinung ist der Film auch weniger ein Animal-Horror Streifen als vielmehr Gesellschaftskritik. Diese benötigt die Figur des Megalodon um die Message und die Kritik am gierigen Kapitalismus und an der Umweltzerstörung zu verbildlichen. Mit seiner eigenen Vorstellungskraft kann man die visuellen Darstellungen noch erweitern und Gefallen an „The Black Demon“ finden. Ein Streifen für Shark-Movie Fans, der nicht weh tut aber der auch nicht vom Hocker reißt.

 

Die Disc aus dem Haus SqareOne Entertainment hat gutes Bild und satten Sound. Extras sind keine vorhanden.

 

(Zvonko)


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