Mirror Of Deception – Transience
Esturial Records
Eine halbe Ewigkeit ist vergangen, seit das letzte Album „The Estuary“ Ende 2018 erschien. Aber, die Fans der Doom Institution wird es freuen, im Hause MIRROR OF DECEPTION hat sich nichts Gravierendes verändert, außer dass hier und da etwas renoviert wurde. Es gab ein neues Parkett, einige neue Teppiche und die Wände wurden auch neu gestrichen. Soll heißen, für die Basis sorgt eine neue Rhythmussektion. Bestehend aus Drummer Uwe Kurz und Bassist Pascal Schrade, der auch einige Vocals übernimmt. Für die Farbe an den Wänden war, wie schon für den Vorgänger, Michelle Darkness von End Of Green verantwortlich, der dem Sound ein paar gediegene Farbtupfer spendiert hat. Es klingt alles etwas frischer, aber in der Wohlfühlecke steht noch dasselbe alte Sofa. Etwas Unruhe kommt mit dem dritten Track „Haven“ in die Bude, der (für Bandverhältnisse) richtig knackig und eingängig nach vorne prescht. Nach dreieinhalb Minuten kehrt aber wieder die übliche Ruhe ein. Bei geöffnetem Fenster bringen „Slow Winds“ die gewünschte Erhabenheit. Aber genug zur Einrichtung gesagt. MIRROR OF DECEPTION spielen nach wie vor die reine Lehre des melodischen Doom. Die eindringlichen Melodien von Sänger/Gitarrist Michael Siffermann gehen unter die Haut und wenn er etwas härtere Töne anschlägt, wie im großartigen „The Sands“, gibt das dem Sound der Jungs noch eine neue Facette. Aber auch das schon genannte „Haven“ könnte sich zu einem kleinen Hit mausern. Ein starkes Stück Doom nach über 35 Jahren Bandgeschichte!
(Schnuller)
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