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Wolfgang Franßen - Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot istWolfgang Franßen - Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist

(ars vivendi Verlag)

 

- schwarzhumoriger Thriller über zwei in die Jahre gekommene Auftragskiller -

 

Biarritz, Südfrankreich, an der baskischen Küste. Der in die Jahre gekommene und demente Auftragskiller Trésor sitzt mit seinem 66-jährigen Geschäftspartner Pépé in der Bar Le Maïtena. Trésor kann sich nicht daran erinnern, ob sie den aktuellen Auftrag bereits erledigt haben oder nicht. Auch Pépé, der ebenfalls vorgibt sich an nichts erinnern zu können, ist da keine große Hilfe. Als sie aus der Bar ins Parkhaus gehen, um ihr Auto zu holen, ist auch dieses weg. Order besser gesagt das Auto von Gigi, Trésors Freundin. Vielleicht können sich Trésor und Pépé auch bloß nicht mehr so genau daran erinnern, wo sie Gigis Peugeot abgestellt haben!?! Vielleicht lügt Pépé auch einfach wie gedruckt. Ihr Auftraggeber, die Unterweltgröße Jean-Jacques Cassel fühlt sich jedenfalls von den beiden verarscht, will das nicht länger hinnehmen und ergreift Gegenmaßnahmen. Schon bald kleben skrupellose und brutale Killer an Trésors Hintern. Eine Jagd durch Südfrankreich beginnt, wobei man nicht immer genau sagen kann, wer hier überhaupt wen jagt.

 

"Ein ironisch-düsterer Südfrankreich-Krimi in bester Tarantino-Tradition" heißt es da in der Vorstellung des neuen Kriminalromans von Wolfgang Franßen. Der deutsche Schriftsteller, Theaterregisseur, Hörbuchsprecher, Podcaster und Gründer des Hamburger Polar Verlags, hat mit "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" in jedem Fall ein etwas anderes Szenario entworfen, das viele Fragen aufwirft, an die sich sein Protagonist alsbald schon nicht mehr erinnern kann. Der eigenwillige Humor, sowie der Signature-Schreibstil, des in Aachen geborenen Autoren Wolfgang Franßen, begleiten ein heilloses Durcheinander, in dem jeder jeden zu bescheißen scheint. Es wird munter in der Gegenwart und in der Vergangenheit, wie auch zwischen Protagonisten und Antagonisten, hin und her gesprungen. Der große Personalpool, der im Verlauf des schwarzhumorigen Thrillers einem relativ hohen Bodycount zum Opfer fällt, sowie die gedankenverlorene Welt der Akteure ist der Lesart hierbei nicht immer ganz zuträglich. Das verlangt viel Aufmerksamkeit vom Leser. Vielleicht ist das vom Verfasser aber auch genau so gewollt, denn es würde wie die Faust aufs Auge zu Franßens Protagonisten Trésor passen, der beinahe ahnungslos durch die allmählich verblassende Fassade seines verkorksten Lebens stolpert.

 

Es dauert allerdings ein bisschen, bis man als Leser in die, zugegebenermaßen etwas wirre, aber urkomische Story einzutauchen vermag. Wie die Hauptfigur selbst weiß man manchmal nicht auf Anhieb wo und in welcher Zeit man sich gerade befindet. Trésors Gedächtnis lässt ihn immer mehr im Stich, was zwangsläufig zu ungewollter Situationskomik führen muss. Irgendwann überschlagen sich jedoch die Ereignisse und Trésor, dem es vielleicht nicht (immer) bewusst oder auch egal ist, droht Gefahr aus allen Richtungen. In der total genial verrückten Story "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" wird ausgenutzt, betrogen, hintergangen, gevögelt, gefürchtet, gefoltert und gemordet. Das relativ hohe Gewaltpensum wird jedoch nicht allzu explizit dargestellt. In diesem Zusammenhang baut Wolfgang Franßen beiläufig eine plastische örtliche Kulisse auf, in der er eine Menge regionaler Einfärbung unterbringt. Das macht die Erzählung nahbar und verleiht ihr bisweilen einen nachdenklichen, wenn nicht gar subtilen philosophischen Anklang. Verschiedene Handlungsstränge und Blickwinkel dekorieren den spektakulären, rasanten und vielschichtigen Plot zusätzlich. Das 234 Seiten umreißende schwarzhumorige Psychogramm "Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" birgt vom Stil her durchaus etwas vom französischen Kino, versprüht aber auch ein wenig italienischen, deutschen und amerikanischen Charme.

 

(Janko)

 

https://wolfgangfranssen.de

https://www.instagram.com/wolfgangfranssen/

 

Wolfgang Franßen - Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist

ars vivendi Verlag

Kriminalroman

ISBN: 978-3-7472-0832-8

234 Seiten

Klappenbroschur

Erscheinungstermin: 15.07.2026

EUR 18,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

 

Weitere Formate:

ISBN eBook: 978-3-7472-0833-5

Erscheinungstermin: 15.07.2026

EUR 12,99 Euro [DE] inkl. MwSt.

 

"Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist" beim ars vivendi Verlag: https://arsvivendi.com/Buch/Search/9783747208328-Einer-sollte-ihm-mal-sagen-dass-er-tot-ist

 

Leseprobe: https://arsvivendi.com/Buch/Search/9783747208328-Einer-sollte-ihm-mal-sagen-dass-er-tot-ist


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