Phantom - Not Midnight Yet
High Roller Records
PHANTOM - also die mexikanischen Speed/Thrasher, nicht die legendären Power Metaller aus den USA - haben es echt eilig…und das in allen Beziehungen. „Not Midnight Yet“ ist schon das dritte Album seit der Bandgründung 2021, dazu noch einen Schwung Singles, Splits, etc., da geht also was. Beeindruckend ist das vor allem, da Sänger/Gitarrist J.C. Garcia gerade mal 20 Lenze zählt. Diesen jugendlichen Drang hört man auch auf dem dritten Album noch an jeder Ecke. Wie auf dem famosen Vorgänger „Tyrants Of Wrath“ neigen die Jungs dazu, sich bei den schnellen Parts gerne gegenseitig zu überholen. Da der Bleifuß öfter bis hinten durchgetreten wird, passiert das nicht so selten. Allerdings sind hier einige technisch echt feine Riffs dabei und wenn das Tempo mal gedrosselt wird, zücken PHANTOM regelmäßig schöne Harmonien und melodische Soli. Mit „The Pale Remains Of Time“ hat man wieder einen Song mit cleanen Vocals im Gepäck. Der funktioniert diesmal aber nicht ganz so gut wie „Nimbus“ auf dem letzten Album. Besser klingt es, wenn in den höchsten Gang geschaltet wird, bis der Motor zu platzen droht. Da erinnert es mich etwas an das Deathrow Debüt, wenn die Rhythmus Gitarren hektisch und an der Grenze des machbaren ihre Riffs abfeuern. Ein Riesenspaß!
(Schnuller)
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