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The Spirit - Of Clarity and Galactic StructuresThe Spirit - Of Clarity and Galactic Structures

(AOP Records)

 

Um es gleich vorweg zu nehmen, mit ihrer dritten Ode an das ultimative Nichts, die kosmische Leere, die schiere Unendlichkeit und die ewig währende Finsternis, hat das Black/Death Metal Duo THE SPIRIT aus Saarbrücken seine eigenständige, indes unverkennbare musikalische Architektur, endgültig zu einer wahrhaft leichtfüßigen Kunstform erklärt. Inklusive Interludium "Transition" und dem instrumentalen Rausschmeißer "Laniakea" umfasst der neueste, 43:26 Minuten wirbelnde Silberling "Of Clarity and Galactic Structures" acht progressiv angehauchte Songs, die besonderen Wert auf einen komplexen und spannungsvollen Aufbau, sowie einen gleitenden, dynamischen Durchlauf legen. Die Saarländer bewegen sich, innerhalb ihres melodischen, atmosphärischen und avantgardistischen Black/Death Metal, hauptsächlich in mittleren Geschwindigkeitshemisphären, ziehen das Tempo zwischendrin aber auch mal kräftig an. So zeigen sich THE SPIRIT, die durch ihre progressiv eingestellte instrumentale Eigenwilligkeit eine gewisse musikalische Eigenständigkeit und Unverkennbarkeit hervorrufen, nicht zuletzt in Sachen Geschwindigkeit und Härtegrad äußerst variabel.

 

Mit einem, wie die Faust aufs Auge passenden Artwork des, in Berlin ansässigen Workaholic Eliran Kantor versehen, strahlt "Of Clarity and Galactic Structures" bereits optisch eine allumfassende, astrale Kälte aus. Die kaltblütige, grobschlächtige und kräftig-heisere Vocalperformance von Sänger, Gitarrist, Bassist und Keyboarder Matthias Trautes, versprüht ein tiefschwarzes Flair. Innerhalb seines komplexen, progressiven und Atmosphäre schaffenden Gitarrenspiels schlägt er statisch geladene Gitarrenriffs an oder kreiert zauberhafte Leads, die auch mal im zittrigen Tremolo vorgetragen werden. Aber auch das teils recht rasante und brachiale Drumplay von Manuel Steitz (ex-AGATHODAIMON) überzeugt mit seinen wohltuenden Twists auf ganzer Linie und gibt punktgenau die einzuschlagende Richtung vor. Foto: Anne C. SwallowMit ihren raumfüllenden Arrangements, den zugänglichen Refrains und den teils recht ausladenden instrumentalen Passagen, die jedwede, potenziell aufkommende Langeweile im Keim zu ersticken wissen, geht mir das Herzblut der beiden Virtuosen runter wie Öl. Alle Elemente des schwarzlegierten Todesstahls stehen in einem perfekten Verhältnis zueinander und formen einen alles umgarnenden Flow. Ein Flow, der in verschiedene, vielschichtig ausgearbeitete Taktarten eintaucht und dabei so geschmeidig bleibt, wie die Haut eines Neugeborenen.

 

"Of Clarity and Galactic Structures" ist ein Album zum mehrfach hintereinander weg hören geworden, in dessen progressiven Soundgemisch THE SPIRIT jede Menge unverbrauchter Strukturen untergebracht haben. In Bezug auf die beiden Death Bretter "Celestial Fire", sowie "Arcane Wanderer" haben die 2015 gegründeten Saarländer absolut göttliche Hits erschaffen, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen. Das Album entfaltet sein reichhaltiges Bouquet wie ein exzellent dekantierter Roter und fühlt sich an, wie die innige Umarmung eines langjährigen Freundes. Die Aufnahmen und der Mix zum Drittwerk der Saarländer wurden in V. Santuras (DARK FORTRESS, TRIPTYKON) Woodshed Studio zu Landshut vorgenommen. Das Tracking der Drums hingegen übernahm Christoph Brandes in seinen Iguana Studios nahe Freiburg.


(Janko)

https://www.facebook.com/thespiritband

https://www.instagram.com/thespirit_band/

 

Taucht ein in den audiovisuellen Kosmos von THE SPIRIT:

Of Clarity And Galactic Structures:

https://youtu.be/cFC7uPGns-M

 

Celestial Fire:

https://www.youtube.com/watch?v=R_o5mup1I7c


Laniakea:

https://youtu.be/2TgS7rLo0hk


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