KHEMMIS - KhemmisKHEMMIS - Khemmis
(Nuclear Blast)

 

Mit der selbstbetitelten fünften Langrille "Khemmis" haben die Progressive Doom Metaller aus Denver, Colorado einen weiteren Meilenstein ihrer Karriere gesetzt. KHEMMIS 5.0 ist ein anspruchsvolles Album geworden, dem etwas Geheimnisvolles anhaftet und das eine monumentale Geschichte erzählt. Damit haben Denvers Finest einmal mehr aufgezeigt, dass sie zur absoluten Speerspitze des internationalen Doom Metal gehören. Benannt nach der altägyptischen Stadt KHEMMIS (dem heutigen Achmim), hat sich das Quartett, welches im Jahre des Herrn 2012 erstmal urkundliche Erwähnung fand, einem zugänglichen Musikstil gewidmet, der den Geist des Zuhörers zu öffnen vermag. Arschtight in Szene gesetzt, überwiegen die exzellenten und episch anmutenden Klargesangspassagen von Fronter und Gitarrist Phil Pendergast deutlich gegenüber dem dezent eingesetzten, düsteren Death Growling von Co-Sänger und Co-Gitarrist Ben Hutcherson. Die US-Amerikaner wandeln charakteristischerweise zwischen fröhlichen und finsteren Sequenzen, die vorwiegend offen, modern und lebensbejahend aber als Konterpart auch gerne mal melancholisch, trist und trauernd rüberkommen.

 

Der gelungene Roadburner erschafft aber nicht nur auditive Traumlandschaften, sondern wirkt an mancher Stelle regelrecht angriffslustig. So wirft die leicht melancholische Grundstimmung, die immer wieder zwischen entspannten und aufgetreten Passagen hin und her wechselt, bereits beim Opener "Invocation of the Dreamer", ihre Schatten voraus. Ein experimentierfreudiges Repertoire, das sich mit seinen gehaltvollen Bridges und den catchy Refrains in den Gehörgängen festzukrallen vermag, zeugt davon, dass KHEMMIS jede ihrer Kompositionen voller Herzblut in ihr 43:27-minütiges Vollwerk graviert haben. Mit Beinahe-Gründungsmitglied Zach Coleman, der bereits im Entstehungsjahr den ursprünglichen Drummer Dan Barnett hinter den Kesseln ablöste, sowie dem 2022 zur Band gestoßenen Bassist David Small, bilden KHEMMIS eine musikalische Einheit, die sich in einem perfekt aufeinander abgestimmten Fahrwasser bewegt. Immer wieder schiebt das Fourpiece interessante und kaum vorauszusehende Twists in seinen intensiv aufkeimenden Doom Metal Kosmos. Ob dies nun die häufig wechselnden Intonationen Pendergasts betrifft, die sich wie Efeu um all die musikalischen Facetten ranken, die wiederkehrenden Geschwindigkeitswechsel oder die vielen musikalischen Verwerfungen und Synkopen.

 

Wie bereits sämtliche Vorgänger wurde auch die neue Schwungscheibe wieder mit einer kristallklaren und elektronisch dezent aufgepimpten Produktion (inkl. Engineering, Mixing und Mastering) von Dave Otero und seinem Studio-Assistenten und Toningenieur Mike Low in Oteros Flatline Audio Studio ausgestattet. Das hymnische Epos "Khemmis" bringt eine abwechslungsreiche Songauswahl mit, innerhalb derer es immer wieder neues zu entdecken gilt und das seine Zeit braucht, sich vollkommen zu entfalten. Anhänger von ISOLE dürften sich auf diesen Output ebenso freuen, wie Fans von PALLBEARER, OPETH oder KATATONIA. Gerade der Rausschmeißer "Benediction Tones", der stark an die allgemeine progressive 70ies Rockphase erinnert, zeigt noch einmal deutlich auf, welch geniale Songschreiber KHEMMIS doch sind!


(Janko)

https://khemmisdoom.com/

https://www.facebook.com/khemmisdoom

https://www.instagram.com/khemmisdoom

 

Checkt die Videos zu:

Invocation of the Dreamer:

https://youtu.be/MYTVQUv0NEI

 

Beneath the Scythe:

https://youtu.be/I4yT1gnNqts?list=RDI4yT1gnNqts


Musik News

Live Reviews

Movie News