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Sodom - Deacision Day (Hail or Kill Review)Sodom - Decision Day (Hail or Kill Review)
(SPV)

 

Mit „Decision Day“ bringen die Ruhrpott-Thrasher von Sodom bereits ihren 15. Longplayer raus. Was hier sofort auffällt ist der Gesang. Mit etwas mehr Old-School Flair (also viel Hall) klingt Tom jetzt wie eine Mischung aus "M 16" und "Agent Orange". Da das zwei meiner Lieblingsalben der Band sind, trifft das natürlich genau meinen Geschmack!

Auch der erste Song "In Retribution" erinnert an die älteren Alben von Sodom und gibt richtig Vollgas. Insgesamt finden die Jungs auf dem ganzen Album eine gute Mischung aus alt bewährtem Teutonen-Thrash und den moderneren Elementen der letzten Longplayer. Was mir sehr gut gefällt ist, dass das Album dadurch wieder schneller und härter wirkt. Bei dem Song "Belligerence" zeigt sich das besonders gut. Hier wechseln sich rhytmisch treibende Strophe mit ultra schneller Bridge und Refrain ab. Die Gitarrenarbeit von Bernemann ist auch wieder einfallsreicher als auf dem Vorgänger "Epitome Of Torture", der zwar nicht schlecht war, aber insgesamt unausgereifter wirkte. Den einzigen Schwachpunkt bildet für mich der Refrain des noch einmal überarbeiteten "Sacred Warpath". Dieser wirkt etwas lustlos. Nichtsdestotrotz gehen Sodom mit "Decision Day" aus meiner Sicht wieder einen Schritt nach vorn und liefern ein ordentliches Stück Teutonen-Stahl ab. Von mir gibt's dafür definitiv ein "Hail"!

Ein kleines Schmankerl für alle Motörhead-Fans dürfte auch das Cover von „Decision Day“ sein. Dieses wurde nämlich von Joe Petagno entworfen, der auch für das eine oder andere Motörhead Cover verantwortlich ist.

 

(Larc)

 

 

Larc beschreibt völlig richtig, dass „Decision Day“ deutlich schneller (in meinen Ohren auch deutlich thrashiger) unterwegs ist und durch Toms giftige Vocals klar in Richtung älterer Alben tendiert. Das durchgehend hohe Tempo und die reduzierten Ausflüge in deathige Gefilde spielen meinem Geschmack jedoch eher weniger zu. Gerade, weil ich die beiden letzten Kanten „Epitome Of Torture“ und speziell „In War And Pieces“ genau deswegen so fett fand. Auf „Decision Day“ gefallen mir eigentlich nur die Groove-Keule „Strange Lost World“ und der heftige Ausbruch „Sacred Warpath“ richtig gut. Deshalb gibt es von mir zwar ein HAIL - aber nur ein kleines. Für ein KILL mag ich die Kult-Truppe einfach viel zu gern.

 

(Michael)

 

Sodom Fan bin ich von Anfang an, also seitdem die ersten Demos von Angelripper & Co. die Runde machten vor 30 Jahren, ei ei ei. Die Band war immer was Besonderes für mich, ich mochte alle Phasen! Demnach kann ich auch behaupten das mich noch nie ein Sodom Album wirklich enttäuscht hat. Klar, mir gefällt z.B. "Persecution Mania" besser als "Code Red" und ein "M 16" find ich geiler als "Masquerade in Blood", aber so richtig kacke war nix! Wie schaut es also mit "Decision Day" aus? Werde ich von der hammergeilen Tatsache das Tom wieder wie früher singt enttäuscht? Stört es mich das die dezenten Death Metal Einschübe der letzten paar Jahre ("In War and Pieces" & "Epitome of Torture") weg sind? Nein, Nein, Nein - alles super so - die neue CD ist die geilste seit "M 16" vor 15 Jahren! Stücke wie der treibende Opener "In Retribution", das Ohrwürmchen "Caligula", das fiese "Vaginal Born Evil" oder der Old School Black Metal Schlusstrack "Refused to Die" sind genau mein Fall. Angelripper ist über 50 und singt wie auf der legendären "Expurse of Sodomy" EP. Das ist der Hammer! Gitarrero Berneman haut die geilen Sosdom Thrash Riffs dazu raus und Makka verhaut die Drums präzise und kraftvoll. Dazu noch ein starker Sound, erschaffen von Onkel Tom Drummer & bestimmt bald gefragtem Producer Cornelius Rambadt. Ich bin begeistert, ein HAIL ist glasklar und die junge Generation an Thrash Bands darf nach wie vor ohne mich musizieren, har har. Get Sodomized!

 

(Arno)

 

Mit „Decision Day“ geht’s für SODOM definitiv einen großen Schritt back to the Roots und die Vergleiche von Larc zu „M 16“ und „Agent Orange“ sind nicht von der Hand zu weisen. Hier geht´s rund und ziemlich hart zur Sache. Die Härte - der es SODOM nie gefehlt hat (auch nicht bei den letzten beiden mit moderner Ausrichtung und bombastischeren Sound daherkommenden „In War And Pieces“ und „Epitome Of Torture“) – wird nochmal durch den keifenden, fast schon Black Metal lastigen Gesang von Tom unterstrichen. Auf der Scheibe sind 11 starke, wenn auch nicht immer auf Anhieb zündende Tracks, gelandet. Hervorzuheben sind das Eröffnungsduo „In Retribution“ und „Rolling Thunder“, das bärenstarke „Caligula“, das treibende „Belligerence“ sowie das fiese „Vaginal Born Evil“. Um es kurz zu machen, die Songs auf „Decision Day“ gehen mir nicht ganz so gut und schnell rein wie die kompletten Scheiben „In War And Pieces“ und „Epitome Of Torture“. Die modernere Ausrichtung der letzten beiden Alben hat SODOM gut gestanden, was die Qualität des Oldschool ausgerichteten „Decision Day“ nicht schmälert. Ein Album, dass den einen oder anderen Durchlauf mehr benötigt bis es knallt dafür aber in puncto Härte und Aggressivität überzeugend eine Schippe drauf legt, verdient definitiv auch ein keifendes und krachendes Hail!

 

 (Zvonko)

 

Früher, so bis einschließlich „Better off dead“, waren Sodom für mich unglaublich wichtig. Dann kamen einige egale Alben, diverse Besetzungswechsel und spätestens mit dem strunzdummen Onkel Tom-Zeug war für mich die Glaubwürdigkeit verspielt und der Ofen aus. Kann „Decision day“ mich hinter diesem Ofen nun wieder hervorlocken – die Voraussetzungen sind gar nicht mal schlecht. Denn immerhin klingt Angelripper so mies gelaunt wie schon lange nicht mehr (wenn auch etwas dünn) und die Produktion ist längst nicht so unrealistisch fett wie zuletzt. Und tatsächlich ist „Decision day“ ganz ordentlich geworden, Tracks wie „Blood lions“, „In Retribution“ (ist das ein Witchery-Riff?) oder der Titeltrack hauen gut rein, der gräsliche Gröhlrefrain in „Caligula“und so manch anderes Stück eher daneben. Summasumarum gefällt mir „Decision day“ besser als die letzten von  Slayer und Destruction an Kreator kommen sie in diesem Leben aber nicht mehr ran. Obwohl das überarbeitete „Sacred warpath“ im Refrain so klingt, als würden sie es versuchen. Ein Hail dürfte rechnerisch trotz allem drin sein, aber ich bin längst nicht euphorisch genug, um mich zu einem freudigen Schlachtruf hinreißen zu lassen. Macht aber nix, so wie ich meine Sodomisten in der Redaktion kenne, wird das Album ohnehin wieder abgefeiert. Ist ja auch von Sodom.

 

(Chris)

 

In zwei Punkten kann ich Larc direkt Recht geben. Durch den Hall auf den Vocals, klingt das Album etwas old schooliger und auch die Gitarrenarbeit ist abwechslungsreicher, als auf dem Vorgänger. Besonders Bernemann ist mir vom Live-Stream des Rock Hard Open Airs in bester Erinnerung geblieben. Dort hat er mich, im Vergleich mit Tankard und Destruction, mit dem besten Gitarrensound, sowie mit echt sauberer Gitarrenarbeit und tollen Soli überrascht. Auch auf dem neuen Album, überzeugt er mit tollen Riffs und melodischen Soli und von letzteren dürften es gerne ein paar mehr sein. Ob „Decision Day“ unter dem Strich wirklich schneller ist, empfindet wahrscheinlich jeder etwas anders. Schnelle und langsame Songs, sowie alles was dazwischen liegt, sind seit jeher Bestandteil des SODOM Sounds. Somit gibt es auf „Decision Day“ alles zu entdecken, was man von SODOM braucht. Ich würde das stampfende „Strange Lost World“, das mit akustischen Gitarren beginnende „Refused To Die“, sowie den geil thrashenden Opener „In Retribution“ mal hervorheben. Wenn etwas zu bemängeln ist, dann das es an straighten Thrash-Songs mit „Blood Lions“ nur noch einen weiteren gibt. Das reicht dicke für ein „Hail“.

 

(Schnuller)

 

Ich stelle fest, dass mir der alte Keif Gesang von Herrn Angelripper nicht gut reingeht, was natürlich auch dazu passt, dass ich kein Black Metal Fan bin. Weiterhin stelle ich fest, dass mir die bombastische Produktion der letzten Alben, inklusive kleiner modernerer Ausrichtungen oder wie andere schon schrieben Death Metal Einschübe, richtig gut gefallen hatten. Eine stilistische Nähe zu Agent Orange kann ich hier nicht entdecken, es kommt mir vor als wollen Sodom 2016 wirklich extrem zurück zu ihren 80iger Wurzeln und fies und hart klingen. Das ist ihnen gelungen, geht mir persönlich aber nicht wirklich gut rein.
Das ist kein Rohrkrepierer, aber im Vergleich mit anderen Alben der Ruhrpottlegende steht diese Scheibe bei mir weit hinten. Für sich genommen kann man hier kein „Kill“ zücken, denn es finden sich ja ganz gute Songs, auf die Diskografie bezogen wäre aber schon eines drin. Schade, aber wie man oben sieht gibt es ja auch andere Meinungen. Das Albumcover ist aber tatsächlich geil.

 

(Röbin)

 

http://www.sodomized.info/

 

 

 

 

 


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