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Mastodon -Hushed and grim

(Reprise/Warner)

 

Habt ihr ein Doppelalbum in eurer Sammlung, das von vorne bis hinten tadellos gelungen ist? Eines, das weder eine Bestof-Zusammenstellung noch eine Live-Veröffentlichung ist? Ich nicht. Mir fallen da schon eher solche Schotten wie “Hardwired”,“The living infinite”  oder Dødsengels schrulliges “Imperator” ein – also Releases, die nicht gerade von ihrer Überlänge profitieren. Auch Mastodon haben sich nun am großen Format versucht und das mit Erfolg. “Hushed and grim” subsummiert zwischen leichtfüßig tänzelnden Prog-Präziosen, minimalkomplexem Classic Rock, akustischer Psychedelica und schweren waghalsigen Riffbrechern eine ganze Menge Abwechslung, die vocalseitig ja ohnehin geboten wird.

 

Zudem wird die Überlänge genutzt, um vermehrt düstere, sanftere Töne anzuschlagen (“Had it all”), auch mal in den Western-Modus (“The beast”) zu verfallen oder orientalisch anmutende Melodiebögen (“Dagger”) zu spinnen. On top gibt’s mit “Savage lands” noch ein im Grundriff beinahe thrashiges Uptempostück. Nein, langweilig wird’s hier wirklich nicht. Lediglich “Teardrinker” ist für meinen Geschmack etwas zu unauffällig. Ansonsten wird auf “Hushed and grim” mit viel kompositorischem Geschick und immensem spielerischen Können ein teilweise sagenhaftes Niveau erreicht. Also eigentlich alles wie immer, nur länger. Und mit einem erstaunlich farbarmen Cover, was der Tatsache geschuldet sein dürfte, dass die Band mit diesem Doppelalbum den Tod ihres verstorbenen Manager betrauert.

 

Nach diesem mentalen Kraftakt fielen Mastodon sicher in ein tiefes Loch. Hoffentlich kommen sie gestärkt daraus hervor und beglücken uns weiterhin mit ihrer wundervollen lässig-ambitionierten Musik.

 

(Chris)  

 

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