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DawnAhead-FallenAnthems.jpgDawn Ahead – Fallen Anthems

Art Gates Records

 

DAWN AHEAD waren schon mit ihren beiden EPs in unserer Reviewrubrik zu finden. Nun hat das Quintett aus Reinhessen einen Deal an Land ziehen können und das erste komplette Album „Fallen Anthems“ steht in den (digitalen) Läden. Wieder hat sich die Band eine Stück weiterentwickelt und an Souveränität gewonnen. Dem tendenziell eher moderen Thrash, mit ein paar Melo-Death Versatzstücken, ist man treu geblieben. Teilweise wird das Gaspedal mächtig durchgetreten, gleichermaßen fühlen sich DAWN AHEAD auch im mittleren Tempo sehr wohl. Neu Portfolio sind zwei Experimente mit eher rhythmischen Vocals (Ich will hier nicht gleich von Rap reden) in „Anthem of the Fallen“ und „Pride“, kann man machen (muss man aber nicht), sind aber souverän umgesetzt. Generell wird Abwechslung auf „Fallen Anthems“ groß geschrieben. Die Gitarren wechseln zwischen groovigen Riffs, die durchaus in Machine Head Regionen vorstoßen und Thrash, vereinzelte klassische Metal Riffs lockern das Gesamtbild zusätzlich noch auf. Fronter Chrischaan benutzt fleißig die ganze Palette von Growls bis melodisch, wobei meistens auf Melodien gesetzt wird und die Growls nicht im drögen Wechselspiel mit melodischen Passagen zum Zuge kommen. Für mich ist das Album mit knapp 60 Minuten allerdings eine Ecke zu lang ausgefallen. Die zehn Songs (plus Intro) hätten für mich zum Teil etwas straffer arrangiert sein können. Die Spannung über eine Stunde oben zu halten, schaffen auch etablierte Acts nicht immer, so findet man auch hier einige Längen oder sich oft wiederholende Schemata. Gleich vier Songs gehen mit Vollgas in die Strophe, um im Refrain das Tempo zu drosseln. Da bleibt ein deja vu Effekt nicht aus, zudem sich die Strophenriffs teilweise arg ähneln. Dabei haben die Gitarristen auch richtig geile Riffs im Ärmel, wie im über 9-minütigen „Summon The Black“. Sehr gelungen ist auch das im  Leper Messiah-Groove daherkommende „Among The Blind“, das mit einer richtig guten Hookline ausgestattet ist. Im Rausschmeißer „Excess“ wird nach kurzem Intro auch mal ohne Verluste für 3 Minuten das Gaspedal durchgetreten, ohne das den Jungs die Luft ausgeht. Ebenfalls ein klares Highlight und ein gelungener Schlusspunkt des Albums. Wem die tausendste Old-School Thrash Band zum Halse heraushängt, der sollte DAWN AHEAD ruhig mal anchecken. Mit „Fallen Anthems“ sollten sich locker einige neue Anhänger finden lassen.

 

(Schnuller)

 

https://www.facebook.com/dawnaheadofficial

 


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