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Iron MaskIron Mask

(Koch Films)

 

Hoch über den Wolken leben Drachen. Die Wimpern dieser magischen und erhabenen Wesen reichen bis in die Erde und kommen als Teepflanze wieder aus dem Boden. Dieser hat heilende Kräfte und sorgt bei den Teebauern für Ansehen und Wohlstand. Schwarze Magie lässt diese positive Energie in den dunklen Wirkungskreis der dunklen janusköpfigen Hexe wandern. Um dem Drachen die Macht zurückzugeben und die Energie wieder für positive Zwecke nutzen zu können, braucht es laut Mythologie die Zusammenarbeit von Drachenmeister (Jackie „Police Story“ Chan), seiner Tochter und der Prinzessin. Doch alle benötigten Protagonisten sind entweder in der Weltgeschichte verstreut oder aber in Gefangenschaft. Durch Zufall ist der Drachenmeister mit dem entführten russischen Zaren im Tower of London unter dem fairen aber prinzipientreuen Gefängnisdirektors James Hook (Arnold „Conan“ Schwarzenegger) in Gefangenschaft. Der Zar steckt zu allem Unheil noch unter einer eisernen Maske fest, die es ihm erschwert seine Identität preiszugeben. Durch einen Zufall kommt es zum Schriftwechsel zwischen ihm und Miss Dudley, die ihm zur Flucht verhilft, damit er zusammen mit ihr ihren Verlobten auffinden kann. Die Tochter des Meisters wird Begleitung und Sidekick von Miss Dudleys verlobten und britischen Kartographen Jonathan Green, dessen Reise geradewegs in die Welt der bösen Hexe führt. Im besetzten Reich der dunklen Hexe treffen sie auf die unter falscher Identität lebende Prinzessin. Der Kampf Gut gegen Böse kann nach langen Reisen und Wirrungen endlich aufgenommen werden.

 

Nachdem die ersten zwei Minuten (!) Spielzeit nur beteiligte Produktionsfirmen über den TV-Schirm flattern beginnt die chinesisch/russische Co-Produktion. Als wären nicht schon genügend Personen und Firmen involviert, gesellen sich auch noch die beiden Film- und Actionlegenden Jackie Chan und Arnold Schwarzenegger unter die Riege der Produzenten. Beide nehmen als Mitfinanziers nicht nur im Chefsessel, platz, sondern treten auch vor die Kameras. Jetzt würde sich jeder Actionfilm Fan freuen diese beiden Legenden gemeinsam vor der Kamera agieren zu sehen, doch es stellt sich wahrhaftig die Frage, warum ausgerechnet in diesem CGI-Overkill-geschwängerten Fantasy Streifen. Beide haben bereits 2004 in „In 80 Tagen um die Welt“ gemeinsame Screentime gehabt, jetzt jedoch weitaus mehr. Tatsächlich ist „Iron Mask“ eigentlich immer dann am besten wenn die beiden Recken vor der Kamera zu sehen sind, was aber wahrscheinlich mehr mit ihrem Legendenstatus zusammenhängt als mit der hier gezeigten bzw. ermöglichten Performance (Arnies Rolle ist eigentlich noch die Bessere, da er sich und seinen Charakter mit großem Augenzwinkern und Humor spielt). Ansonsten ist es eine bloße Aneinanderreihung von CGI-Effekten, die so und teilweise auch besser in Computerspielen zu sehen sind. Denke, dass die durchaus familienfreundliche Fantasy Story ihren Reiz hat aber in der Umsetzung komplett überladen ist. So etwas hat sich bei den unzähligen beteiligten Firmen und Finanziers zu Beginn bereits angedeutet. Bei so vielen Beteiligten möchte jeder auch ein Stück vom Kuchen abbekommen und seine Ideen umgesetzt sehen. Schade, dass diese Filmikonen nicht auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren zusammen vor die Kameras treten durften aber dafür haben sich früher wahrscheinlich selten so viele Geldgeber auftreiben können wie es heutzutage möglich ist und in diesem speziellen Fall möglich war. Kurz um, „Iron Mask“ ist leichte Kost und anspruchsarme Unterhaltung für einen verregneten Sonntagnachmittag die nicht weh tut aber die in letzter Konsequenz digital völlig überladen ist.      

 

Die Blu-ray von Koch Films hat satten Sound und ein scharfes Bild. Im Bonusbereich finden sich Trailer und ein behind the scenes Feature.

 

(Zvonko)

 

   


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