Uada - Crepuscule natura

(Eisenwald)

 

War es das schon? Fragten sich viele nach einem gerade Mal 50 Minuten kurzen Headliner-Gig, der doch Zweifel an der grundsätzlichen Motivation der Protagonisten aufkommen ließ.  „Crepuscule natura“ ist ebenfalls nicht allzu lang und schafft es auch deshalb nicht gänzlich, dieses etwas schale Gefühl auszuräumen. Sicher, man kann als Musiker selbst auf einer Single seine ganze Seele lassen, aber diese Dringlichkeit strahlen Uada, auch dank einer angenehm natürlich aber zu zahmen Produktion, auf ihrem vierten Album leider nur stellenweise aus. Ja, es gibt diese Momente, z.B. im Opener, wenn die Blasts sich gekonnt in zerdehnte widerhakende Leads auflösen und meist gelingt der Band im hohen Tempo eine durchaus ordentliche Intensität.

 

Aber es gibt auch Passagen (in "The dark (winter)" beispielsweise) , wo die Band vieles schuldig bleibt, was sie insbesondere auf dem Debüt noch auszeichnete – Punch, Frische, melodische Schärfe. Gerade letzteres wiegt schwer, weil es dem durch viele klassische Heavy Metal-Motive (dahingehend besonders stark "verseucht" -"Retraversing the void") ohnehin nicht sehr abgründigen Album mitunter eine gewisse Oberflächlichkeit verleiht.

 

Insofern muss die Frage schon erlaubt sein:  War es das schon mit Black Metal, Herr Superchi?

 

(Chris)

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