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VIKING_DoOrDie.jpgVIKING_ManOfStraw.jpgViking – Do Or Die / Man Of Straw (Vinyl Re-Release)

High Roller Records

 

Die beiden VIKING Alben bekommen nun auch eine Neuauflage bei High Roller Records. „Do Or Die“ wurde 2012 schon einmal verfügbar gemacht, während „Man Of Straw“ bisher nur als originale Pressung auf Vinyl zu haben war. Das Schöne an solchen Re-Releases ist nicht nur die Tatsache, dass sie wieder zu haben sind, auch kann man sich als Rezensent einmal hochoffiziell über einige Faves aus der eigenen Jugend auslassen.

VIKING waren Ende der 80er leider nicht das große Thema im Underground und die Band wurde 1990 schon wieder beerdigt. Gitarrist Brett Eriksen blieb direkt bei Dark Angel, wo er gerade auf Tour aushalf und nahm mit ihnen das (bisher) letzte Album „Time Does Not Heal“ auf. Nerd Fact: Auf der Tour zu selbigem Album ließ ich mir von ihm noch meinen selbstgemalten Viking-Patch auf der Kutte signieren. Die Herren Ron und Brett Eriksen waren im Übrigen keine Brüder und hießen im richtigen Leben Daniel und Sarachek mit Nachnamen.

Die Noten für das Debüt „Do Or Die“ (1988) waren seinerzeit nicht wirklich der Reißer und der sehr rumpelige und matschige Sound des Albums wurde zu Recht oft bemängelt. Auch das Remastering von Patrick W. Engel kann da nicht allzu viel machen. Immerhin klingt das Album jetzt etwas aufgeräumter und nicht mehr ganz so dumpf. Die Songs brettern größtenteils in einem Affenzahn aus den Boxen und passend dazu gibt es stumpfe Blood-Die-Kill-Parolen aus dem Wikingerhandbuch. Das tat den Songs aber keinen Abbruch. „Hellbound“, „Burning From Within“ „Killer Unleashed“ und „Do Or Die“ sind coole Songs, die vor allem durch starke Refrains im Ohr bleiben, die man bestens mitgröhlen kann. Vor allem im Titelsong hört man, das Fronter/Gitarrist Ron durchaus mehr auf dem Kasten hat.

„Man Of Straw“ war ein Jahr später ein etwas anderes Kapitel. Das Tempo wurde minimal zurückgefahren, dafür waren die Songs eine Ecke verspielter und melodischer. Allen voran konnte die Band hier eine ordentliche Produktion vorweisen, welche die Songs ins rechte Licht setzte. Verantwortlich hierfür war die Mischpultlegende Bill Metoyer, der die Produktion unter dem Pseudonym Gordon Shumway (Alf, ick hör’ dir trapsen) als Engineer betreute. Die Highlights des Albums sind auf jeden Fall „White Death“, das schleppend beginnende, knapp 8 Minuten lange „Winter“ und das sehr geile „Case of the Stubborns“. Ebenfalls sehr gelungen, und vor allem klasse gesungen, ist das „Hell is for Children“-Cover von Pat Benatar, mit Ron Rinehart von Dark Angel als Gast für die Backings. Fazit: VIKING haben zwar nicht die großen Klassiker geschaffen, sind aber bestimmt was für Thrash-Liebhaber zum Wiederentdecken. Zudem VIKING wesentlich eigenständiger klangen als viele neue Bands der letzten 15 Jahre. Im Übrigen ist die Band seit einigen Jahren wieder aktiv und hat 2015 mit „No Child Left Behind“ ein leider eher mäßiges Album veröffentlicht. Da konnte auch die Dark Angel-Connection, mit Gene Hoglan an den Drums nicht viel rausreißen.

 

(Schnuller)

 

 

https://www.vikingthrashmetal.com/

 

 

https://www.hrrecords.de/

 

 

Do Or Die:

 

HRR 792LP , ltd 500, 150 x black, 150 x transparent orange + 200 x bone vinyl, 425gsm heavy cardboard cover, insert, poster

 

Man Of Straw:

 

HRR 793LP, ltd 500, 150 x black, 150 x cyan blue + 200 x bone vinyl, 425gsm heavy cardboard cover, insert, poster


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