Worm – Necropalace
(Century Media)
WORM sind endlich im symphonischen Black Metal angekommen. Diesen Weg beschreiten die beiden Herren bereits seit ihren Anfängen im Death Doom anno 2017. Dabei verbinden die Amerikaner den Sound des Funeral Doom der Anfangstage mit der Extravaganz und Opulenz des 2000er-Black-Metals – inklusive stark getriggerter Drums und Geisterbahn-Keyboard-Sounds. Auf ihrem vierten Studioalbum „Necropalace“ klingen WORM nun tatsächlich so, wie Dimmu Borgir in einem Paralleluniversum nach „Puritanical Euphoric Misanthropia“ hätten klingen können.
Ganz abgeschüttelt haben die beiden ihren Death-Doom-Anteil allerdings nicht. Entsprechende Passagen – „Halls Of Weeping“ etwa – wirken inzwischen eher unpassend. Besonders deutlich fällt das ins Gewicht, wenn man bedenkt, dass alle sechs Songs des Albums (plus Intro) mindestens sieben Minuten lang sind, drei davon sogar die Zehn-Minuten-Marke überschreiten. Und das nicht, weil sich die Stücke stetig steigern und irgendwann in einer furiosen Entladung gipfeln, sondern weil Part an Part an Part gereiht wird.
Hat man in „Witchmoon – The Infernal Masquerade“ bereits zweimal den Refrain gehört und stellt dann fest, dass der Song noch gut zehn Minuten läuft, schluckt man erst einmal. Dabei mangelt es nicht an guten Ideen: der Klargesang zu Beginn von „Blackheart“, dessen triumphaler Mittelteil oder der mystisch angehauchte Einstieg von „Dragon’s Dreams“ sind durchaus gelungen. Diese Momente mögen nicht neu sein, funktionieren für sich genommen aber gut. Insgesamt bleiben sie jedoch Einzellichter, die im Übermaß des umgebenden Materials untergehen.
Auch wenn WORM ihr Zielgenre nun erreicht haben mögen, Raum zum Wachsen gibt es weiterhin. Wer auf der Suche nach dramatischem 2000er-Black-Metal mit ausufernden Strukturen ist, könnte an „Necropalace“ dennoch Gefallen finden.
































































































