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Dark Zodiac – Ophiuchus
(Eigenvertrieb)

 

Dark Zodiac aus Süddeutschland feiern dieses Jahr ihr zehnjähriges und legen mit „Ophiuchus“ ihre neue Scheibe vor. Die Band beschreibt sich selbst als Detah/Thrash Metal und liegt damit auf jeden Fall richtig. Sängerin Simone legt bei ihrem Gesang hauptsächlich Wert auf Growls, die von ihrer Stimmlage her durchaus mit Angela Gossow (ex-Arch Enemy) vergleichbar sind und lockert diesen ab und zu mit Gekeife oder mit „Quiek Quiek“ („Invisible Apocalypse“) auf, welche extrem Geschmacksache sind und so eher aus irgendwelchen Extrem Grindcore Richtungen bekannt sind (genannt Pig Squeels, Geschmacksache). Musikalisch wird meist fies geknüppelt, beim Titelsong mal eine Auflockerung als melodisch, melancholischer Mittelteil, aber im Großen und Ganzen geht es hart zur Sache.
Technisch kann man hier also nicht meckern, wenn man auf genannten Stil abfährt geht das in Ordnung. Allerdings kranken Dark Zodiak an dem, woran so viele Bands mittlerweile zu kämpfen haben: solche Kapellen gibt es wie Sand am Meer, ein Alleinstellungsmerkmal fehlt und bei genauerem Hinsehen merkt man der Band an, dass diese Input von außen in Form eines Produzenten oder Kleinstlabel gut vertragen könnten.
Zunächst dachte ich die Band hieße Ophiuchus, da eben dieser Schriftzug oben links durch weiß eher ins Auge sticht, als der Kreisförmige Bandname in der unteren rechten Ecke, welcher farblich fast gleich der Grundfarbe dem Cover ist. Die Bandbilder im Booklet sind gut gemeint, die kreisförmig angelegten Köpfe mit leichtem Lächeln mögen vielleicht sympathisch rüberkommen, aber eben nicht professionell. Einen Status, um als Brutal-Band auch witzig rüber zu kommen, muss man sich wie z.B. Obituary auch erst mal erarbeiten, zumal dieses Foto auch eher unfreiwillig komisch aussieht. Ein Anschreiben, welches persönlich wirken soll, dann aber eine andere Magazinseite anspricht ist wirklich nicht schlimm, kann vorkommen, kann aber eben auch vermieden werden, indem vielleicht außenstehende (wie ein Label) drüber schauen. Und wenn eine gute Riffidee wie bei „Humor“ ankommt, der Song aber ansonsten uninspiriert daherplätschert (und nicht wirklich aufgewertet wird durch ein albernes Lachen mittendrin, dann eher ein kleiner Rülps von Pungent Stench) zeigt, dass auch Hauptsongwriter Dieter gut gebraten wäre, mit anderen zusammen seine Ideen auszuarbeiten.
Viel gemeckert, obwohl das Album an sich solide ist. Hier wird eben Potential, welches durchaus in allen Bereichen (Songwriting, technischem Können, Gesang, Ideen und Artwork) vorhanden ist, verschenkt.
Wer gerne eine gut gemachte Knüppelkapelle aus dem Underground anchecken möchte, der legt bei Dark Zodiac komplett richtig, solides Album, welches für die Professionalität allerdings noch durch Input von außen einiges drauf legen müsste.

 

(Röbin)

 

https://dark-zodiak.net/


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