Puritan Bone – Ecstasy On The Frontier Of BloodPuritan Bone – Ecstasy On The Frontier Of Blood
(Into Endless Chaos Records)

Euer Sitzfleisch sollte gut ausgeprägt sein oder der Weg durch den dunklen Wald entsprechend lang, wenn ihr euch das Debütalbum des niederländischen Black-Metal-Duos zu Gemüte führen wollt. Sechs Nummern bringen es hier auf gut 50 Minuten Spielzeit. Stilistisch lehnt man sich stark an die zweite Welle aus Norwegen an – will heißen: Rauschen, Repetition und jede Menge Atmosphäre.

Mit seinem unnachgiebigen Tremolo-Picking sowie markerschütterndem Gurgeln und Schreien wirkt das Album im ersten Moment recht gewöhnlich und unspektakulär. Irgendwann bekommt es einen dann aber doch. Spätestens, wenn die Musiker in „Corporeal Drift“ das Tempo deutlich reduzieren und „Untitled“ dem Hörer anschließend etwas Luft zum Atmen lässt.

Natürlich wird hier das Schwarzwurzelrad nicht neu erfunden. Stücke wie „Awaiting Lunar Absolution“ oder „In Throne Of Prurience“ bauen jedoch, durch Einsatz von Percussioninstrumenten oder der Variation im Tempo, bei aller oberflächlichen Monotonie an den richtigen Stellen neue Elemente ein und halten den Hörer so kontinuierlich bei der Stange. Einen Innovationspreis gibt es dafür nicht, am Ende steht aber ein atmosphärisch dichtes und durchaus mitreißendes Black-Metal-Album.

(Manuel)


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