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Wave Gotik Treffen 2017

Wave Gotik Treffen 2017

 

 

TitelfotoNach dreijähriger Absenz war es mal wieder Zeit, Leipzig zu Pfingsten heimzusuchen. Mein persönliches Jubiläum (zehntes WGT) fiel mit untypisch wechselhaftem Wetter zusammen. Gewöhnlich bietet Leipzig dem geneigten Schwarzkünstler durchweg wahlweise Hitze, Frost oder Regen, heuer war’s umso heterogener. Natürlich wie immer auch in musikalischer Hinsicht; das aufgefahrene Programm bot mal wieder zahlreiche Leckerbissen – mehr, als man schafft. Aber man will sich nicht beschweren, wenn eine ganze Menge interessanter Bands ihrer Begutachtung harren.

 

 

 

 

Freitag, 2.6.17 - Schauspiel

 

In Gowan RingInGowanRing

 

Leider kam ich etwas später als gewohnt in Leipzig an, dann gab es noch einige Verzögerungen vor Ort, bis ich endlich im Schauspiel eintraf. Somit war In Gowan Ring mein WGT-Auftakt 2017. Das edle Ambiente war definitiv angemessen, die Bühne liebevoll dekoriert. B’ee, der In Gowan Ring seit Beginn als Soloprojekt betreibt, hatte sich ein kompetentes fünfköpfiges Team mitgebracht, somit klang es eher opulent als spartanisch; die Fragilität und der Zauber der Musik waren jedoch zu jeder Sekunde spürbar. Ob „Julia Willow“, „Morning’s waking dream“, „Secret garden“ oder „Field of dream“ – hier lag Magie in der Luft. Ein Nachtkonzert im heidnischen Dorf hätte auch gepaßt, aber auch hier im Schauspiel konnte sich die naturverliebte, baumumarmende Atmosphäre hervorragend entfalten. B’ee war sichtlich angetan, nutzte die Zeit zwischen den Stücken zu manch humorvoller Ansage und tänzelte wie ein Elf über die Bühne – eine nette Abwechslung zur Dauergänsehaut während der musikalischen Darbietungen. Gleich zu Beginn ein Highlight des diesjährigen Festivals – das Publikum sah das wohl ähnlich und forderte lautstark eine Zugabe, welche in Form von „Dandelion wine“ gerne kredenzt wurde.

 

 

Andi Sex Gang

 

AndiSexGangDas anschließende Unplugged-Batcave-Programm war ein herber Kontrast, das Schauspiel leerte sich merklich, jedoch sollte man dem Sänger der Sex Gang Children keinen Vorwurf machen. Was das Duo auf die Bühne brachte, war nämlich durchaus hörenswert. Zwar bin ich im Gegensatz zu seiner Hauptband mit dem Soloprojekt Herrn Sex Gangs nicht gut vertraut, doch die nur mit Gitarre instrumentierten Stücke hatten durchaus ihren Reiz. Allerdings paßt Andis Stimme doch deutlich besser zu seiner rockenden Truppe als in einen akustischen Kontext. Dafür war der Meister gut aufgelegt, kommunizierte ausgiebig mit dem Publikum und ließ sich auch von einer umkippenden und beschädigten Gitarre nicht die Laune verderben.

 

 

 

Samstag, 3.6.17 - Moritzbastei

 

NachtwindheimNachtwindheim

 

Der Samstag bot sehr schönes Wetter, also warum nicht mal wieder auf dem Mittelaltermarkt auf der guten alten Moritzbastei vorbeischauen. Bewährtes hat auch seine Reize – mit einem Met die Stände begutachten, ein paar Schaukämpfe mitnehmen – und natürlich auch die Dauerinstitution Nachtwindheim, deren Hundertjahresvertrag mit dem WGT immer noch nicht ausgelaufen ist. Das Trio hatte wie immer alte Weisen und mäßig lustige Ansagen mitgebracht, so sind wir sie gewohnt, so mögen wir sie. Als Beschallung des Marktes kann ich mir jedenfalls weiterhin keinen geeigneteren Trupp vorstellen.

 

 

Samstag, 3.6.17 - Sixtina

 

Molllust

 

MolllustAnschließend ging es rüber zur Sixtina, um sich durch die berüchtigte oberarmdicke Absinthkarte zu wühlen (die mitgeschleppten Färinger von Hamferd staunten nicht schlecht). Außerdem standen zur besten Nachmittagszeit Molllust auf dem Programm, welche mich seinerzeit mit ihrem Debut begeistern konnten. Eine bessere und originellere Mischung aus Klassik und Heavy Metal findet man so leicht nicht – umso gespannter war ich darauf, die Band auch mal live begutachten zu können. Die Leipziger hatten ein Heimspiel und waren quasi unplugged angetreten; ein reduziertes Schlagzeug und eine Akustikgitarre statt der elektrischen sollten für Lautstärkebegrenzung sorgen. Daß es damit nichts würde, stellte Janika Groß bereits beim Soundcheck unter Beweis; die Stimmgewalt der guten Frau ließ beinahe die Absinthflaschen im Regal platzen.

Die anschließende Show war dann ein echter Genuß. Technisch geradezu beängstigend perfekt, mit einem Schuß Humor und Selbstironie präsentierten sich Molllust als sehr sehenswerte Liveband. „Unschuld“, „König der Welt“, „Sternennacht“, „Paradise on earth“ und vieles mehr sorgten für eine äußerst kurzweilige Stunde, die mit Bach/Gounods „Ave Maria“ ihr Ende fand. Großes Kino! Auch wenn die intime Atmosphäre der Sixtina gut paßte, ist Molllust jedoch zu wünschen, daß der nächste WGT-Auftritt auf einer größeren Bühne stattfindet.

 

 

Samstag, 3.6.17 - Kohlrabizirkus

 

In The Woods…

 InTheWoods

Anschließend ging’s durch strömenden Regen zum Kohlrabizirkus, wo heute die Metalfraktion bedient wurde. Mit dem letzten Song Xandrias traf ich ein, so daß In The Woods… die erste Band vor Ort für mich waren. Auch sie hatte ich bislang noch nicht live sehen können, bin aber ein großer Fan vor allem des wegweisenden Debuts „Heart of the ages“, so daß die Norweger Pflichtprogramm für mich waren. Der avantgardistische, an eine vertrackte Bathory-Variante erinnernde nordische Metal verzaubert auf Konserve, klappt das auch live? Klares Ja – auch wenn den Musikern teilweise offenbar noch die Liveerfahrung fehlt; manches Stageacting wirkte nämlich ziemlich unbeholfen. Allen voran der Sänger mit seinem unkoordinierten Luftboxen, oder macht er das auch im Proberaum? Eingängig sind in The Woods… natürlich keineswegs, der Auftritt war aber denkwürdig und unterm Strich sehr positiv.

 

 

Rotting Christ

 

RottingChristWo die Norweger noch unerfahren und unbeholfen schienen, wirkten die Griechen anschließend umso routinierter und professioneller. Rotting Christ sind seit langem viel unterwegs und eine perfekt aufeinander eingespielte Maschine, bei welcher die Rädchen nahtlos ineinandergreifen. Das könnte langweilig klingen, war es aber absolut nicht, im Gegenteil. Ein dämonischer Einstieg mit „Ze nigmar“, der mühelos die Tore zur Hölle öffnete, daran anschließend eine Wand des hellenischen Black Metals, äußerst tight und wuchtig dargeboten. Von alten Schinken wie „The sign of evil existence“ bis zu neuem Stoff war die Bandgeschichte gut abgedeckt und dürfte Rotting Christ heute so manchen neuen Fan beschwert haben. Nichts mehr zu merken von den teilweise hölzernen Shows der Vergangenheit, die Griechen walzten alles platt. Spätestens mit dem erwarteten Schlußsong, der Hymne „Noctis era“, gehörten die Seelen der Anwesenden ihnen.

 

 

 

 

AmorphisAmorphis

 

Amorphis waren ebenfalls nicht zum ersten Mal beim WGT, sind ja ohnehin Dauergäste auf Bühnen weltweit und wurden schon so manches Mal von mir begutachtet. Da sie aber eine unverändert starke Liveband sind, ist dagegen auch gar nichts einzuwenden. Rotting Christ hatten das Publikum schon ganz schön ausgelaugt, genügend Energie für den Sechser von den 1000 Seen war aber immer noch vorhanden. Neben neuerem Material wie „Under the red cloud“, „Silver bride“ oder „Sampo“ konnte man sich natürlich auch mal wieder über einige alte Klassiker freuen. „Into hiding“, „Against widows“, das herrliche „My kantele“ und der gewohnt großartige Abschluß „Black winter day“ sorgten jedenfalls für Zufriedenheit rundum. Amorphis waren gut in Form und sind immer wieder ein Genuß. Das sah auch der Himmel so, welcher dankenswerterweise die Schleusen schloß, so daß man trockenen Hauptes zur Bahn kam.

 

 

Sonntag, 4.6.17 – Altes Landratsamt

 

Red Mecca

 RedMecca

Ich hatte ja für heute das heidnische Dorf eingeplant, da hatte Thor aber andere Pläne. Es regnete weiterhin, so daß ein überdachtes Alternativprogramm hermußte. Somit besuchte ich das Museum in der „Runden Ecke“ mit seiner Stasi-Ausstellung. Anläßlich des WGTs wurde die Dauerausstellung mit einer Abteilung über die Überwachung diverser Subkulturen in der DDR ergänzt. Kopfschütteln und Schmunzeln hielten sich dabei die Waage.

Anschließend ging‘s zum Alten Landratsamt, wo heute Dark Wave angesagt war. Den Startschuß machte hierbei das Duo Red Mecca. Ein älterer, graubärtiger Herr an den Synthesizern, dazu eine junge Dame am Gesang, vorgetragen wurde elektronisch betonte, klassische Schwarzwurzelkost. Die Schweden konnten trotz vergleichsweise früher Stunde eine beachtliche Zuschauermenge ins Landratsamt ziehen, welche sich auf die ruhigen, atmosphärischen Töne einzulassen bereit war. Auch mir gefiel’s recht gut, wenngleich mich Red Mecca nicht begeistern konnten.

 

 

FramheimFramheim

 

Der Name klingt so nordisch wie die Herkunft der vorherigen Band, tatsächlich hatten Framheim jedoch eine sehr kurze Anreise – sie kommen aus Leipzig. Musikalisch ging es in die gleiche Ecke; ruhiger Darkwave mit weiblichem Gesang. Es gab nichts an der Performance auszusetzen; Sängerin Dorain konnte nicht nur stimmlich überzeugen sondern lieferte auch eine intensive, emotionale Darbietung ab. Ihre beiden Instrumentalpartner blieben im Vergleich deutlich blasser und beschränkten sich auf das scheinbar teilnahmslose Versehen ihrer Aufgaben. Insgesamt aber ein guter Auftritt Framheims, der sich als Visitenkarte empfahl.

Ich merkte jedoch, daß mir der Sinn heute nicht nach ruhiger Musik stand. Das Blut wollte mehr Kraft, mehr Energie…also ging’s zur Messe der Cybergoths, neongrün und mit strahlenden Leuchtstäbchen. Ab ins Täubchenthal zum Hellectro-Abend.

 

 

Sonntag, 4.6.17 – Täubchenthal

 

Noisuf-X

 NoisufX

Nach Bahnfahrt und Futterpause traf ich in der Umbaupause vor Noisuf-X ein, das Täubchenthal war gut gefüllt, die Luft reichlich aufgeheizt. Die Meute hatte offenbar schon fleißig getanzt. Die Bühne wurde weiß gestaltet, zwei Sets mit Drumpads und ein Mischpult aufgebaut, ebenso weiß gekleidet betraten die drei Protagonisten den Ort des Geschehens. Man kann darüber streiten, wie sinnvoll Liveauftritte sind, wenn bis auf ergänzende Drumbeats sowieso alles aus dem Computer kommt, aber Noisuf-X machten richtig gut Laune. Mitreißende Songs, eine trotz fehlender Bewegungsfreiheit gar nicht statische Performance, in die Knochen gehende Rhythmen. Das Publikum jedenfalls zeigte sich annähernd begeistert und ging ordentlich ab. Ich vermag in dieser Musikrichtung wenig stilistische Unterschiede zwischen den einzelnen Bands bzw. Projekten auszumachen, aber das kann man ja auch einfach mal ausblenden, wenn eine Show überzeugt. Für Noisuf-X hieß es heute jedenfalls klar: Daumen hoch.

 

 

This Morn‘ OminaThisMornOmina

 

Nach der Attacke aus Westfalen leerte sich das Täubchenthal ein gutes Stück – lag es an einem reizvollen anderen Angebot oder Desinteresse gegenüber This Morn‘ Omina? Letzteres würde mich ja doch überraschen, denn die Belgier sind in ihrem Genre schließlich eine echte Hausnummer. Noch dazu heben sie sich durch den hohen Stellenwert der Tribal-Elemente in ihrer Musik deutlich vom Einheitsbrei ab. Entsprechend gab es heute gleich mehrere Perkussionisten zu hören, welche die Songs mit teilweise geradezu manischem Getrommel unterstützten. Sänger Mika Goedrijk wirkte tiefenentspannt, teilweise geradezu entrückt, bewegte sich bedächtig und ließ sich förmlich in die Musik fallen. Ein recht charismatischer Auftritt, und was die Songqualitäten angeht, gibt es auch nichts zu meckern. Insgesamt waren This Morn‘ Omina ein absolut würdiger Headliner, das Publikum dürfte das Täubchenthal heute kollektiv verschwitzt und zufrieden verlassen haben.

 

 

Montag, 5.6.17 – Heidnisches Dorf

 

Andyra

 Andyra

Der Pfingstmontag bescherte uns wieder Sonne, so daß einem Besuch des heidnischen Dorfs nichts im Weg stand. Neben dem üblichen Gewusel zwischen Äxten und Silberschmuck gab es musikalische Beschallung von Andyra zum Einstieg. In die Flucht zu schlagen vermochte mich die Truppe nicht, obgleich sie sich redlich mühte. Der mittelalterliche Folk war ja in Ordnung, wenngleich keineswegs irgendwie spannend. Fürchterlich war hingegen die Sängerin, welche mit dem Talent einer Waldameise ausgestattet war und jedes Stück in Grund und Boden leierte. Am besten ganz schnell vergessen.

 

 

SkalunaSkaluna

 

Skaluna zeigten sich auf der kleinen Bühne deutlich eingespielter und kompetenter. Ihr opulent instrumentierter Folk weiß zu gefallen, und auch wenn ich mir die Truppe nicht auf CD nach Hause holen müßte – dazu klingen sie beileibe zu fröhlich -, bieten sie live doch angenehme Unterhaltung. Blickfang und Frontfrau Jelena Roth klang nach der Kollegin von Andyra umso besser, die gesamte Band spielte mit authentischer Freude auf. Ja doch, hat schon gepaßt.

 

 

Origo

 Origo

Nach der üblichen Marktmusik sorgten Origo für radikale Abwechslung. Drei junge Damen aus Portugal betraten ganz in weiß gehüllt die Bühne und begannen mit engelsgleichen Stimmen das Publikum zu betören. Bei Dunkelheit hätte dies noch besser gewirkt, aber auch im hellen Licht des Tages zog das Terzett das Publikum in seinen Bann. Musikalisch waren Origo im Bereich der Neoklassik einzuordnen, ihre Darbietung war sehr geruhsam und atmosphärisch. Nicht jedoch der irdischen Welt entrückt, denn die drei Damen zeigten sich in ihren Ansagen fröhlich, kommunikativ und ließen es sich nicht nehmen, dem Publikum einige Gesangsparts zu übertragen. Daß dies scheiterte, mag an zu hohen Anforderungen (einen bestimmten Ton nachsingen, ojemine!) gelegen haben; Origo ernteten jedoch viel Applaus und dürften mit ihrem Auftritt trotzdem zufrieden gewesen sein.

 

 

 

 

Montag, 5.6.17 – Schauspiel

 

AnnwnAnnwn

 

Anschließend ging es zum Schauspiel, denn wenn ich gestern schon Annwn im heidnischen Dorf verpaßt hatte, wollte ich sie zumindest heute noch sehen. Gerade rechtzeitig traf ich in den edlen Gemäuern ein. Stimmungsvolles Licht, eine magische Stimmung – los ging’s mit hervorragendem Mystik-Folk, ganz in der Tradition Loreena McKennitts. Auch wenn das Niveau der unangefochtenen Großmeisterin nicht erreicht wird – was zweifellos zuviel verlangt wäre -, sind Annwn definitiv auf dem richtigen Pfad. Sabine Hornung brillierte an Harfe und Akkordeon und zeigte auch stimmlich ihre hohen Qualitäten, ebenso gab es an der Leistung ihrer Mitstreiterinnen nichts auszusetzen. Nicht jedem gelingt es, einen Hauch Magie auf die Bühne zu bringen; Annwn dürfen sich das aber ohne weiteres auf die Fahne schreiben. Ich freue mich schon auf den nächsten Auftritt.

 

 

Les Fragments De La Nuit

 LesFragmentsDeLaNuit

Sodann die mir bislang unbekannten Nachtfragmente, welche sich als Streichquartett mit Flügelbegleitung entpuppten. Zum Glück keine weitere unnötige Truppe, welche Metalsongs auf klassischen Instrumenten nachspielt, aber das hätte mich auch überrascht. Les Fragments De La Nuit spielen Eigenkompositionen, stimmungsvolle klassische Musik, häufig mit einem Hang zu bedrohlich-düsteren Nuancen und damit bestens für den Abend und das WGT geeignet. Beeindruckend, wie hier teilweise Ereignisse aus der Natur kongenial vertont wurden; moderne Programmusik, welche sich hinter vergleichbaren Werken der alten Musik nicht zu verstecken braucht. Das Publikum zeigte sich ähnlich beeindruckt, spendete dem Quintett reichlich Applaus und nötigte ihm auch noch eine Zugabe ab. Für mich eine tolle Neuentdeckung, die ich im Auge behalten werde.

 

 

Theodor Bastard

 

Theodor Bastard hingegen fielen im Vergleich deutlich ab. Experimentierfreude schätze ich bei Bands ja durchaus, das Ergebnis kann aber auch danebengehen. Mit ihrer Mischung aus Folk und elektronischen Elementen konnte die Delegation aus Rußland jedenfalls nicht bei mir punkten, da fehlte mir dann doch der Zugang. Während das Auditorium durchaus Freude an Theodor Bastard hatte, zog ich es nach etwa einem Drittel der Spielzeit vor, mir eine Pause draußen zu gönnen.

 

 

Corde ObliqueCordeOblique

 

Headliner des Abends und damit musikalischer Abschluß (die Aftershowparty in der Sixtina klammere ich aus) des WGTs 2017 waren dann Corde Oblique. Seit ich vor vielen Jahren ihr Album „Respiri“ in den CD-Player bekam, habe ich einiges für dieses Projekt übrig und freute mich entsprechend, es auch mal live erleben zu können. Was Riccardo Prencipe, seines Zeichens Gitarrist und Generaldirektor des Ensembles, mit seinen Mitstreitern auf die Bühne brachte, war deutlich weniger melancholisch und introvertiert, als mir bekannt war. Vielmehr spielten Corde Oblique mit viel Freude und genuin italienischer Leidenschaft auf; insbesondere die Sängerin sang mit solcher Inbrunst, daß es eine wahre Freude war, zuzuhören. Corde Oblique waren ein würdiger Schlußpunkt unter mein zehntes WGT und beendeten es mit einer großen Überraschung: dem Sepultura-Cover „Kaiowas“, welches hervorragend umgesetzt wurde.

Bis zum nächsten Mal, Leipzig!

 

 

Bericht & Fotos: Till


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