FIRTAN - Helios
(AOP Records)
Es ist doch immer wieder hochinteressant, FIRTANs konsequente Weiterentwicklung über die Jahre hinweg, zu verfolgen. Im Jahre des Herrn 2010 erstmals urkundlich erwähnt, erfinden sich die Baden-Württemberger mit jedem weiteren Output neu. Auf Gesamtkunstwerk Nummer fünf huldigen die Südwestdeutschen, die indes wie eine internationale Szene-Größe klingen, unserem lebensspendenden Himmelskörper "Helios" (griechisch: Sonne). Mit ihrem experimentellen Black/Death, der sich gerne mal weit über den Tellerrand hinauslehnt, kreieren die Lörracher Schwarzkittel einen authentischen, intensiven und bösartigen Soundbombast. Tiefenatmosphärische doomige, sludgige und gotische Elemente bilden das Grundgerüst ihrer vielschichtig arrangierten und authentisch inszenierten Soundkulissen. Das perfekte Timing der jeweiligen Komponenten spielt hierbei eine tragende Rolle. Auch der vermehrte Einsatz der choralen Gesänge und der clean gesungenen Passagen der Violinistin Klara Bachmair, sowie des Sängers und Leadgitarristen Phillip Thienger, sind definitiv eine Bereicherung für das schwarzgewandete Sextett. Aber keine Angst, Phillips wuchtiges Todesgeraspel steht noch immer im Vordergrund. Die melancholischen, progressiv arrangierten Kompositionen entwickeln eine unglaublich mitreißende Dynamik voller Pathos und Dramatik. Dabei erinnerten mich FIRTAN gerade in den schnelleren und hektischeren Passagen häufig an die kanadischen Kellerasseln PANZERFAUST.
Wie schon viele deutsche und internationale Black und Death Metal Bands zuvor, entschieden sich FIRTAN auch dieses Mal wieder für eine klangtechnische Veredelung ihrer zwölf Kompositionen, durch den erfahrenen Klangvirtuosen Markus Stock, in dessen Klangschmiede Studio E. Innerhalb der 63:27 Minuten, die "Helios" für seine potenzielle Hörerschaft bereithält, steuerte Produzent Stock auch einige zusätzliche Synthsounds bei, während sich Christian Höll von VINSTA mit seinem Sopransaxophon auf "Shadows of a Dawn Unborn" verewigte. Mit "The Hierophant Way", dem NE OBLIVISCARIS- und BLACK CROWN INITIATE-Sänger James Dorton eine richtig derbe Growlpassage verpasste, haben FIRTAN für mich das Highlight des Albums geschaffen. Ein episches, 11:42 Minuten andauerndes Monumentalstück, das enorm robuste Soundwände hochzieht. Auch Riffkeule Chris S. sang bei "Ascension" und bei "The Form Revealed" ein paar Backingvocals ein. Das exzellent gezockte Gitarrenwerk der drei Axtkämpfer Phillip Thienger, Chris S., sowie Lukas Massinger, erzeugt ein druckvolles Ambiente, das zusätzlich aus der wuchtigen Bassklampfe von Oliver König gespeist wird. Die nach vorne treibende, tödlich präzise Schlagzeugarbeit von Felldrescher David Kempf, sorgt dabei stets für spannende Themen- und Geschwindigkeitswechsel. Zwischen Klara Bachmairs akustisches, wie elektrisches Violinspiel, das ein tieferes, wie auch breiteres Klangbild generiert, mischen sich immer wieder okkulte und rituell geprägte Gesänge. Alles passend, alles stimmig, alles eingängig, alles wundervoll und einmalig!!!
(Janko)
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Checkt die neuesten FIRTAN Videos hier an:
The Hierophant Way feat. James Dorton of Ne Obliviscaris:
Ascension:
Kalikas Tongue:

































































































