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Blind Guardian – Imaginations From The Other Sinde (25th Anniversary Version)
(Nuclear Blast)

 

In diesem Jahr feiert das „Imaginations…“-Album sein 25. Jubiläum und wird in diesem Zuge neu aufgelegt. Wie meist gibt es auch hier verschiedene Versionen, u.a. eine Earbook Version, die zusätzlich zum Remastert und Remixten Album eine Live Version dessen (aufgenommen in Oberhausen 2016), eine Blu-Ray des Konzertes und eine Extra CD mit Instrumental und/oder Demo Versionen der verschiedenen Songs bietet.


Über das Album an sich oder die einzelnen Songs zu sprechen erscheint mir etwas unnötig, dürfte das Original jeder Fan schon im Regal stehen haben und entweder abgöttisch lieben, teils aufgrund der Überfrachtung der Spuren kritisieren oder sowieso kein Fan von Blind Guardian sein (wobei ich mich frage, warum ein letztgenannter das hier lesen sollte).
Interessanter ist es wohl, auf die Unterschiede hinzuweisen.

 

Remaster/Remix: Direkt auffällig ist, dass das Album im Gesamten differenzierter klingt, vor allem die Drums habe ich bisher in ihren einzelnen Elementen so noch nie detailgetreu wahrgenommen. Ebenso klingen die Gitarren etwas fetter, man könnte sagen zeitgemäßer, ohne den ursprünglichen Spirit zu verlieren. Und dann gibt es etliche Details zu entdecken. „The Script For My Requiem“ beispielsweise wurde ein Outro hinzugefügt, welches ich so noch nie gehört habe und was wohl nicht nur am Mix liegt, denn dann müsste ich vorher wirklich taub gewesen sein. Und direkt danach geht es auch mit einem Intro zu „Mordred’s Song“ weiter, bei welchem die orchestralen Parts im Refrain etwas mehr Spielraum für sich bekommen.
Ich denke, Fans der Band können hier entweder in den Genuss eines für meinen Geschmack besser gemischtes Album kommen, da eben mehreres detailliert herauskommt und nicht mehr zu matschig klingt (wobei matschig natürlich arg krass ausgedrückt ist, hört es euch an, dann wisst ihr was ich meine). Und ansonsten ist es eine sehr interessante Entdeckungsreise, welche Details sich wo verstecken und welche leichten Prisen welchen Song wo aufwerten. Auf jeden Fall ein Remix/Remaster, welches dem Namen gerecht wird und sich wirklich lohnt!

 

Live: Die Oberhausener werden in letzter Zeit oft mit Live Releases aus dem Metalbereich beglückt. Auch hier stimmt der Sound und ist schön fett und satt, einzig Hansis Gesang ist vielleicht ein Stück zu weit nach vorne gemischt. Nicht, dass sein Gesang schlecht wäre und dies störend wäre, aber er ist doch arg laut im Vergleich zu den Instrumenten. Natürlich gibt es ein paar kleine Abweichungen zu den Studioaufnahmen, da die Band ja zusehen muss, wie sie die ganzen Spuren komprimiert mit so wenig wie möglich Keyboard oder Bandeinspielungen auf die Bühne bringt. Blind Guardian Fans werden wissen was ich meine und bekommen hier ein gutes Live Dokument der im Fokus stehenden Scheibe.

 

Bonus CD: Auf dieser CD gibt es viele Instrumental Versionen, einige Demo Aufnahmen und eine Orchestrale Version („A Past And A Future Secret“).Was zunächst unspektakulär klingt, entpuppt sich aber als ebenso interessant wie alles bisherige, denn durch den fehlenden Gesang hab zumindest ich den Fokus eben viel mehr auf die überall versteckten Melodien und fein durchklingenden Instrumente. Also eine für sich auch ebenfalls starke Interpretation der Lieder. Teilweise von den Maxis her bekannt ist das ähnliche Spiel mit den Demos, denn auch hier merkt man schön, wie sich ein Song nochmal im Studio verändert und wie er zunächst geklungen hat. Es gibt teilweise unveröffentlichte Passagen, andere Texzeilen usw. (sehr schön nachzuhören bei „The Script For My Requiem“).

 

Fazit: Hier lohnt sich wirklich die doppelte Anschaffung des Albums. Alleine die Bonus und Live CD würden dem Preis als separate Veröffentlichung gerecht werden, für meinen Geschmack aber erfährt das Album hier den deutlich besseren Mix und wertet diesen Meilenstein somit noch mehr auf und könnte zusätzlich Kritikern der Überfrachtung ein wenig Besänftigen. Klasse Output!

 

(Röbin)

 

https://www.blind-guardian.com/


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