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Metallica – Hardwired…to Self-DestructMetallica – Hardwired…to Self-Destruct

(Blackened Recordings)

 

Metallica und Ich – das ist eine alte Liebe die in den 80ern mit dem Debut Album „Kill ´em All“ begann und bis heute anhält. Die ersten fünf Alben gefallen mir von vorne bis hinten und die Werke danach zu ca. 75%. Da waren halt auch manche Songs eher nur Durchschnitt bzw. langweilig, als Beispiel nenne ich mal „Ronnie“ von „Load“, „Carpe Diem Baby“ von „Reload“, oder „Dirty Window“ von „St. Anger“. Dann kam „Death Magnetic“ und die Welt war wieder in Ordnung, das gilt auch für das neue Album. Die Scheibe hat Songs die jetzt schon Klassiker sind, die Rede ist vom Titeltrack, „Moth into Flame“, „Atlas, Rise!“ und „Spit out the Bone“. Granaten! Stücke wie „Halo on Fire“ oder „Confusion“ find ich auch stark, aber etwas schwächer, und Tracks ala „ManUnkind“ oder die Lemmy Huldigung „Murder One“ zumindest noch gut! Starkes Songwriting, Top Produktion und Abwechslung pur! Man besinnt sich auf die Stärken der Vergangenheit und liefert Qualität. Ich habe Spaß mit den Songs, zuhause, im Auto und hoffentlich bald auch auf einem Konzert. Und ob Lars in den 90ern mit den Oasis Brüdern gekokst hat, ob James zu Jason nicht nett war beim Ausstieg oder ob Metallica verdammte Millionäre sind ist mir genauso Wurscht wie das im mancher Leute Kopf existierende „Gesetz“ man dürfte als Fanziner nur Underground Bands supporten! Bullshit! Erlaubt ist was gefällt – „Hardwired…“ tut dies, ist für mich eine der Platten des Jahres und kriegt sowas von HAIL! (Arno)

 

Da mussten sich die METALLICA Fans doch tatsächlich acht Jahre in Geduld üben, bis der „Death Magnetic“ Nachfolger „Hardwired...To Self-Destruct“ in die Plattenläden Einzug erhielt. Das Album hat so seine Höhen und Tiefen, ist vom Stil her ein Querschnitt durch den kompletten Backkatalog, was verdammt viel Abwechslung verspricht, aber es ist leider auch sehr durchwachsen. Wo die erste Halbzeit noch richtig gut rüberkommt, und mit dem Opener „Hardwired“, dem darauffolgenden „Atlas, Rise!“, dem vierten Track „Moth Into Flame“ und dem unkonventionellen fünften Song „Dream No More“ noch vier starke Nummern enthält, an die sich allerdings in ein paar Monaten niemand mehr erinnern wird, scheint METALLICA in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt. Eine langweilige, gar nervige Nummer löst die nächste ab. Traurig! Das neue Album ist super produziert und fett durch arrangiert, die Songs hätten im Allgemeinen aber wesentlich mehr Herz, Spirit und Seele vertragen können. Die Leads sind einfach nicht gut, ja teilweise richtig grottig geschrieben, die Bridges teilweise zu lang. Manche Riffs werden zu oft wiederholt und wirken dadurch ab einem gewissen Punkt eher kontraproduktiv. Auch die Drums klingen in manchen Sequenzen wie ein kaputter Diesel oder ein bisschen zu flat. Das Langstreckenrumgefrickel und das Herumexperimentieren an den Gitarren wird zu oft durchexerziert und nervt ab einem gewissen Zeitpunkt gnadenlos. Mir fehlen auch die richtigen Hits. Kein einziger Track auf „Hardwired...To Self-Destruct“ hat das Zeug dazu, im Laufe der Zeit zu einem Klassiker zu avancieren. Man hätte einfach mehr Energie, Aggressivität und Durchsetzungsvermögen in die Songs legen müssen. Denn seien wir mal ehrlich: METALLICA hat Härte, Schnelligkeit und Power verdient und keine halbgaren Angelegenheiten. Wenn dann im  zehnten Track gefragt wird „Am I Savage?“, kann ich nur noch müde lächeln und antworten: Nein...leider nur noch langweilig! Das ganze Album ist doch weder Fisch noch Fleisch! James Hetfiled hätte ebenfalls mehr Intensität in seinen Gesang einfließen lassen und einen Tacken energischer rüberkommen sollen. Das Ganze erinnert mich immer mal wieder an Dave Mustaine, nur dass der Gesang nicht ganz so flennerhaft daherkommt, nerven tut er aber trotzdem. Hetfield versucht schön und euphonisch zu singen, was schon bei Mustaine deutlich in die Hose gegangen ist und dabei kann er es doch wesentlich besser. Diese Art der „Beschneidung“ nimmt leider viel vom harschen und fetzigen Effekt, scheint aber der durch arrangierten und abgerundeten Produktion geschuldet zu sein. Dadurch wurde den Tracks ohnehin einiges an Härte und Durchsetzungsvermögen genommen. Neben den typischen, eingängigen METALLICA Refrains haben ein paar extravagante Sounds auf dem Album Einzug gehalten, aber nach ein paar Durchgängen bemerkt man dann doch, dass das Album streckenweise richtig anstrengend wird. Was ist nur aus der Hard Rock/Heavy/Thrash Metal Legende aus Los Angeles/San Francisco, Kalifornien geworden, die über 110 Millionen Alben verkauft und neun Grammys abgeräumt hat? Vielleicht ist aber auch genau das schuld?!? Ich hätte mir mit „Hardwired...To Self-Destruct“ ja eher ein reines Thrash Album erhofft, to make METALLICA great again! Dass das Ding aber ohnehin ein Megaseller wird, steht wohl außer Frage, schließlich steht METALLICA auf der Verpackung drauf, was das elfte Werk zu einer Art Selbstläufer machen wird. Als beste Metal Band der Welt hängt die Messlatte natürlich automatisch recht hoch, daher würde ich hier mein allererstes Kill vergeben. Das ist mir für METALLICA Verhältnisse dann doch ein wenig zu mager...!!!  (Janko)

 

METALLICA polarisieren. Für einige die größte Metal-Band der Welt, für andere überbewertet und wieder andere können sich nicht damit anfreunden, welchen Weg die Band - spätestens nach dem selbstbetitelten „Black Album“ - eingeschlagen hat. An musikalischen Großtaten wie den ersten fünf Alben lässt sich nicht rütteln und auch „Load“ und „Reload“ haben ihre Momente und gehn für mich völlig in Ordnung. Das Symphonie Album und das Coveralbum „Garage Inc.“ lasse ich mal außen vor, geht es doch um wahre METALLICA Alben und nicht um gecoverte oder aufgewärmte alte Songs. Als richtig schlecht oder bestenfalls - wen man wohlwollend sein möchte – belanglos, können dann „St. Anger“ und „Death Magnetic“ bezeichnet werden. Diese waren krampfhaft hart und mit der Brechstange auf „back to the roots“ getrimmt sowie ohne jeglichen Wiedererkennungswert. Beiden Alben haftet aus meiner Sicht das Label „gewollt und nicht gekonnt“ an. Was kann dann also das neue Album „Hardwired… To Self-Destruct“, auf das die Metal-Welt geschlagene acht (!) Jahre warten musste?

 Es kann halbwegs richtig viel. Richtig gut sind die vier schnellen und arschtretenden Songs, namentlich „Hardwired“, „Atlas, Rise!“, „Moth Into Flame“ und „Spit Out The Bone“. Hier geben METALLICA richtig Gas und treten Arsch. Darüber hinaus bleiben die Songs mit ihren Refrains und ihren geilen Riffs hängen. Weiterhin gut sind die zwei Mid-Tempo Groover „Here Comes Revenge“ und „Am I Savage“. Beide Songs haben einen coolen Drive und stellenweise ordentlich Groove. Eine gewisse Daseinsberechtigung hat dann auch die musikalische Verbeugung vor Lemmy Kilmister (RIP) „Murder One“, wenngleich der Song musikalisch nicht im Geringsten an MOTÖRHEAD erinnert oder mit MOTÖRHEAD mithalten kann. Irgendwie habe ich einen dreckigen und räudigen Rocksong erwartet, aber die Verbeugung ist eine feine Geste. Die restlichen und hier nicht mehr namentlich aufgeführten Songs sind dann wieder das, was METALLICA mit „ST. ANGER“ und „Death Magnetic“ ausgezeichnet hat, nämlich bestenfalls belanglos. Hier bleibt nichts hängen und die ganze Chose wirkt aufgeblasen und künstlich in die Länge gezogen. Keine einprägsamen Refrains oder Riffs, die sich im Gehirn festsetzen und zudem viel zu lange Songs. Hier stellt sich regelrechte Langeweile ein.

Zusammenfassend ist „Hardwired… To Self-Destruct“ das beste METALLICA Album seit beinahe 20 Jahren. Sieht man von den langen Songs ab (wieso keine kurzen, knackigen und auf den Punkt gebrachten Songs mehr?) ist das Album mit seinen 12 Tracks künstlich auf zwei Discs aufgebläht. Mir hätte ein 7 Songs umfassendes Album völlig ausgereicht. Da man auf CD wunderbar langweilige und belanglose Lieder überspringen kann, bekommt „Hardwired… To Self-Destruct“ ein knappes Hail von einem METALLICA Hörer und „Nicht unbedingt Fan“.  (Zvonko)

 

Das hätte ein richtig gutes Album werden können. Wenn man es nicht auf 13 Kompositionen aufgebläht hätte, die in sich zumeist auch noch mal unnötig in die Länge gezogen wirken. Dass man das Songschreiben nicht ganz verlernt hat, zeigt der tolle Einstieg mit „Hardwired“ und „Atlas, rise“ und auch sonst blitzt der typische Metallica-Charme immer wieder auf, zum Beispiel in „Moth to the flame“ oder dem flotten aber kein bisschen harten „Spit out the bone“. Qualität ist also durchaus vorhanden, aber bei weitem nicht in der Quantität, die uns die Freizeit-Thrasher hier unterjubeln.  Außerdem sind die Soli oftmals ziemlich nichtssagend und das Drumming ist ... naja, Ulrich-Style halt. So hängt letztlich vieles an Meister Hetfield und der sorgt mit einer wirklich guten und überraschend energiegeladenen Performance fast im Alleingang dafür, dass am Ende dieser Rezension kein „Kill“ steht.  (Chris)

 

Das Problem bei legendären Bands wie Slayer oder in diesem Fall Metallica ist leider, dass sie in ihrer Glanzzeit die Messlatte so hoch gehängt haben dass alles was danach kommt nur abstinken kann. Wenn man diesen Fakt allerdings ausblenden kann, findet man mit „Hardwired…To Self-Destruct“ ein sehr solides Metal-Album. Zwar hat das Album so seine Schwächen. Gerade der Opener „Hardwired“ kommt mir viel zu Platt daher und klingt wie eine B-Seite von „Death-Magnetic“. Diese Schwächen werden aber durch Songs wie „Confusion“ oder „Spit Out The Bone“ wieder wettgemacht.

Da alle Songs außer „Hardwired“ die Fünf-Minuten Marke knacken, brauchte ich allerdings auch etwas Zeit um mich in die Scheibe reinzuhören. Dann aber geben Songs wie „Atlas, Rise!“, „Halo On Fire“ oder auch „ManUnkined“ richtig Zunder und machen Spaß beim hören. Somit haben mich die Jungs ein weiteres Mal überrascht. Die 8 Jahre Studio Abstinenz haben sich gelohnt. Man hat sich Zeit genommen ein durchdachtes Album aufzunehmen, bei dem sich klar ein roter Faden erkennen lässt.

Der Sound gefällt mir bei längerem Hören auch immer besser. „St. Anger“ klang viel zu blechern und bei „Death Magnetic“ war es für mich auch noch etwas zu viel Blechtrommel. Hier zeigt sich „Hardwired…To Self-Destruct“ von einer besseren Seite. Der Sound klingt wesentlich ausgewogener.

Wie lässt sich das Ganze nun zusammenfassen? Ich denke so:

Das Album ist kein „Master Of Puppets“, aber trotzdem ein ordentliches Stück Metall!

Daher ein Hail von meiner Seite. (Larc)

 

Man kann über Metallica sagen, was man will: Diese Band hat es sich nie leicht gemacht und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Wenn über Alben wie „St. Anger“ oder „Lulu“ gespottet wird, wird gerne vergessen, dass es deutlich einfacher ist, immer denselben ausgeleierten Stiefel zu machen, weil das halt erfolgreich ist, als sich immer wieder neu zu erfinden und keine Angst davor zu haben, Neuland zu betreten und Risiken einzugehen. Und dazu gehört es dann auch, die eigenen Fans mal zu enttäuschen. „Hardwired“ wird diejenigen, die sich abgewendet haben, sicherlich nicht zurückbringen, denn Metallica knüpfen eher an spätere Alben an als an die alten Glanztaten.„Hardwired“ hat den Groove und die Eingängigkeit von „Load“ und dem schwarzen Album sowie die Härte und Vertracktheit von „Death Magnetic“ und versammelt eine Reihe von Songs, die für mich zum besten gehören, was Metallica in jüngerer Zeit geschrieben haben. „Atlas, Rise!“, „Moth into the Flame“, „Dream no More“, „Halo on Fire“ und „Confusion“ strotzen vor Energie, Melodie und Einfallsreichtum, warten mit ganz unterschiedlichen Stimmungen auf und bieten immer wieder Überraschungen. Der Gesang ist energetisch, wütend und sehr entschlossen, wobei James auch die balladesken Anteile perfekt bedient, in Sachen Gitarrenarbeit hört man auf diesem Album völlig neue Klänge (wie zum Beispiel zweistimmige Riffs im Maiden-Stil) und Lars hat seinen unverwechselbaren Stil spätestens an diesem Punkt perfektioniert. Auch wenn es auf Seite zwei mit „Here Comes Revenge“, „Am I Savage?“ und „Murder One“ einige bestenfalls durchschnittliche Songs gibt, die ich nicht vermisst hätte, ist „Hardwired“ ein neuer Meilenstein der Band. Metallica wiederholen sich auch hier nicht, sondern besinnen sich auf das, was sie heute ausmacht und führen es souverän auf das nächste Level. Klarstes Hail! (Torsten)

 

 Da ist sie nun. Lässige 8 Jahre nach „Death Magnetic“ legen METALLICA mit „Hardwired…to Self-Destruct“ ein neues Werk vor. Der Trubel ist natürlich groß und das Album wird weggehen wie warme Semmeln. Ganz egal, ob es gut ist oder nicht. Das Album wird, dank dieses Trubels, natürlich auch die Initialzündung für eine neue Generation sein, sich mit Heavy Metal zu beschäftigen. Einige davon werden mit Sicherheit auch die Frühwerke für sich entdecken, andere werden „Hardwired…“ für das Nonplusultra halten. Grundsätzlich ist „Hardwired…“ auch kein schlechtes Album, schließlich kann die Band spielen und schlüssige Songs schreiben. Der Opener „Hardwired“ kommt knackig flott mit 3 Minuten auf den Punkt und auch „Moth Into Flame“ lässt den Spirit der 80er etwas aufblitzen.  Auch das typische Riffing, das METALLICA zu dem gemacht, was sie heute sind, ist irgendwie vorhanden. Nur hat man die Ideen, mit denen man früher gerade mal eine halbe LP Seite gefüllt hat, hier auf 12 Songs und 77 Minuten breitgewalzt und verbreitet über die meiste Zeit bei mir nur gähnende Langeweile im schleppenden Tempo. Das abschließende „Spit Out The Bone“ zieht das Tempo zwar wieder an, besitzt aber quasi den gleichen Anfang wie der Opener und wurde ohne prägnante Riffs auf 7 Minuten gestreckt. Die Produktion erinnert etwas an „…and Justice…“, was vor allem die fürchterliche Bassdrum betrifft. Auch der Gitarrensound, bei dem METALLICA auf „Ride The Lightning“ und „Master Of Puppets“ Maßstäbe gesetzt haben, ist nur ein Schatten seiner selbst und quasi nicht vorhanden. Dünn, glattgebügelt und ohne jeden Charakter und nach mehreren Durchläufen blieb bei mir kein Riff hängen. Keiner der Songs auf „Hardwired…to Self-Destruct” hätte auf den Alben der 80er auch nur den Hauch einer Chance gehabt. Ein klares KILL! (Schnuller)

 

Ich finde, eigentlich sollte jede Band, gerade aber eine solch maßgeblich prägende wie Metallica an ihren bisherigen Werken gemessen werden. Wo steht jetzt meiner Meinung nach die neue Scheibe?
Nun, da gibt es gute Songs wie den eröffnenden Titelsong, den direkt folgenden „Atlas, Rise“ oder „Moth Into The Flame“.
Dann gibt es Songs, die einem sowas von egal sind, wie die Ausschussware der Load/Reload Ware. Dazu gehören „Now That We Are Dead“, „Am I Savage“, der Lemmy Tribut „Murder One“, bei dem der Text zwar einigermaßen in Ordnung geht, das Lied aber dermaßen langweilt, dass man schon froh sein kann, dass der angesprochene das nicht mehr erlebt.
Und es gibt coole Parts, wie z.B. das Drum Intro/Outro bei „Now That We Are Dead“, die geile Melodielinie bei „Halo On Fire“, die aber leider erst nach ca. 6 Minuten beginnt und den Song davor aber auch nicht zu retten vermag oder die Geschwindigkeit vom Abschlusstrack „Spit Out The Bone“, der aber leider außer Geschwindigkeit eben nicht viel zu bieten hat.
Das Ganze klingt sehr nach Mittelmaß und ist für Metallica einfach zu wenig. „Death Magnetic“ hat seinerzeit bestimmt 7 oder 8 Durchläufe gebraucht, bis ich zuerst einzelne Songs und schließlich fast das Ganze Album gut fand. „Hardwired…“ hat dies leider nicht geschafft und wie erwähnt, gemessen am vorherigen Schaffen kann ich da leider nur ein „Kill“ zücken. (Röbin)

 

Alle lieben die neue Metallica! Man hört durch alle Medien:

„Yeah, endlich klingen sie wieder wie früher!“

„Endlich keine Experimente mehr!“

„Endlich machen sie wieder das was sie am besten können!“

Ja, genau. Endlich funktioniert die Band wieder so wie alle es wollen!

Endlich fügt sich die Band dem Willen der Fans und liefert ein Album ab, das so auffällig an die unzähligen Schreie nach „wieder wie früher“ angepasst ist, dass es beinahe schon weh tut.

Ich will „Hardwired… To Self-Destruct“ seine stellenweise vorhandenen Qualitäten gar nicht absprechen. Etliche Riffs und Melodien sind richtig gut. Was mich stört, ist dieser faule Unterton. Das Album klingt für mich konstruiert, angepasst und vollkommen unauthentisch. Da hat mir „Death Magnetic“, weil künstlerisch wertvoller und ehrlicher, besser gefallen.

Ganz davon Abgesehen, dass sich viele in ihrer Euphorie davon blenden lassen, dass „Hardwired… To Self-Destruct“ viel zu lang ist. Für die Hälfte der Songs hätte man jede andere Band ins Mittelmaß abgestraft und ich bin mir sicher, dass man viele dieser Stücke nach der Tour nicht mehr auf den Bühnen hören wird. Wie dem auch sei. Die Welt feiert das Album ab. Mir gefällt der konstruiert kommerzielle Beigeschmack aber gar nicht. So etwas haben Metallica nicht nötig. Ich hätte mir etwas Innovativeres gewünscht. Stattdessen ist „Hardwired…“ Leichenfledderei am eigenen Backkatalog. KILL  (Michael)

 

Nimmt man die ersten fünf Metallica Scheiben so sind jede für sich im Erscheinungsjahr ein kleines Meisterwerk. Damals war der Metal noch neu, ungezügelt, rebellisch und voller innovativen Möglichkeiten, die Metallica maßgeblich mitgeprägt haben. Doch heute ist der Metal etabliert und sogar im damals ach so verpönten Mainstream angekommen, wo Metallica auch kräftig zu beigetragen haben. Kurz gesagt ich denke, es wird schwer für Metallica diese ersten fünf Alben noch mal zu toppen. Zu einem erfolgreichen Album gehört nicht nur ein guter Songwriter oder Musiker zu sein, zu einem guten Album gehört u. A. auch die Energie und den Puls der Zeit einzufangen und diesen auf den Tonträger zu verewigen. Diese ersten fünf Alben haben dem Metal maßgeblich mitgeprägt und auch zu Recht den Sonderstatus den sie in der Metalwelt genießen. Dann kamen Alben wie „Load“ oder „Reload“ wo man sich zu Recht fragte „ist das noch Metallica bzw. Metal?“ und zu guter Letzt ein lärmendes, schepperndes bis Kopfschmerzen verursachendes „St. Anger“ oder ein annehmbares aber völligst über- und kaputtproduziertes „Death Magnetic“ mit viel Härte aber wenig Hits. So fragen sich Fans zu recht „Können Metallica noch Metallica? oder ist der erfolgreichsten Metalband ihre Energie und das Rebellische was den Metal ausmacht auf Nobelpartys bei Hummer, Champus und Kaviar abhanden gekommen? Nachdem ich „Hardwired…“ gehört habe kann ich aufatmen und das erst mal seit langen sagen „Ja! Sie  können es noch“. „Hardwired…“ spiegelt einen guten Querschnitt ihrer Schaffensphase wieder und lässt dabei die Stärken dieser Band, warum sie da stehen wo sie heute stehen wieder vermehrt aufblitzen. Im Kern der Platte höre ich viel die Einflüsse von „…and Justice for all“ und dem „Black“ Album heraus. Wobei der Opener „Hardwired“ ein schneller Banger im Stile des „Master of…“ Opener „Battery“ ist sowie der letzte Song des Albums „Spit out the Bone“ ebenfalls ordentlich auf die Tube drückt und durch seine Geschwindigkeit und sein Riffing an die guten alten Speedmetal-Zeiten von „Kill em all“ erinnert. Beide Songs treten richtig Arsch und kicken dich quasi ins Album rein bzw. wieder raus. In den Songs „Halo on Fire“ -gerade die zweite Hälfte des Songs-, „Atlas Rise“ und dem geilen „Moth Into Flame“ trumpfen Metallica richtig stark auf. Prägnante Leads die von harten Riffs flankiert werden und sich homogen im Gesamtsound in einen Rausch zu spielen vermögen. Zudem überzeugt James Gesang mit viel Herz und Leidenschaft und verleiht somit jeden Chorous die nötige Intensität. Mit den bereits genannten fünf Songs habe ich auch gleich m. E. die Hits dieses Albums genannt und liege da weitestgehend mit meinen Schreiber-Kollegen auf einer Wellenlänge, was ebenfalls für die Songs spricht. Ich denke, „Hardwired…“ braucht einige Durchläufe bis es sich entfaltet, geht dann aber ziemlich gut ab. „…and Justice for all“ wurde anfangs hart Kritisiert und später von der Fans und Presse doch noch abgefeiert, ähnliches würde ich „Hardwired…“ ebenfalls zutrauen. Nachdem Bands wie Megadeth („Dystopia“), WASP („Golgotha“) und Running Wild („Rapid Foray“) sich mit ihren aktuellen Veröffentlichungen auf Ihre alten stärken erfolgreich besonnen haben folgen nun auch Metallica und das freut mich sehr, daher ein klares Hail!. Einziges Manko „Hardwired…“ ist mit 13 Songs ein wenig überfrachtet wobei sich auch Filler 2-3 Filler aufs Album geschlichen haben. (Patrick)

 

 

www.metallica.com

 

 


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