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Testament, Kryptos (Aschaffenburg 2016)

TESTAMENT, Support: KRYPTOS
03.08.2016 Colossaal/Aschaffenburg
 
Indien’s Exportschlager Numero Eins in Sachen Metal sind zweifellos KRYPTOS. Ihr rauer Mix aus Thrash und traditionellem Metal fand auch hier in Aschaffenburg nach zwei, drei Songs der Eingewöhnung schnell seine Zustimmung. Sänger Nolan Lewis klingt ein wenig nach Ron Royce von Coroner, während sich die Band musikalisch stark in den Achtzigern bedient, gerne auch mal Twin-Guitars einsetzt und dem ganzen durch viel Engagement und Herzblut eine extrem erfrischende Note verpasst. Geschickt wurden die Songs des letzten Albums “Coils Of Apollyon” mit denen des erst Ende September erscheinenden Werkes “Burn Up The Night” vermischt und Testament, Kryptos (Aschaffenburg 2016)mit jedem Song fallen die Publikumsreaktionen besser aus. Keine Ahnung, ob dies der Grund war, aber das Management von TESTAMENT hat sich auf einmal kurzerhand entschlossen, den indischen Sympathieträger den letzten Song zu streichen. Selbst KRYPTOS wurde keine Begründung für diesen Schritt mitgeteilt. Daher gibt es jetzt quasi hier als Zugabe den Ohrwurm “Full Throttle” als Video: https://www.youtube.com/watch?v=9YswLXyHdYk
 
Eigentlich sollten TESTAMENT solche Spielchen ja nicht nötig haben, aber irgendwie ziehen sich solche Vorfälle fast wie ein roter Faden durch die letzten 10 Jahre. Das ist aber durchaus verzeihbar, wenn man dann selbst entsprechend abliefert, aber genau da hat es am heutigen Tag extrem gehakt. Das lag gar nicht mal an der Setlist, auch wenn ich mir vom Debütalbum auch heute noch mehr erwarte als “Over The Wall” als Opener. “Practice What You Preach”, “Disciples Of The Watch” oder “Into The Pit” sind einfach Knaller. Nein, vielmehr lag es daran, dass der Auftritt professionell, aber absolut blutleer dargeboten wurde. Dies fing bereits mit dem durchwachsenen Sound an, denn jeder weiß, dass man im Colossaal quasi traumhafte Bedingungen vorfindet und man sich die Akustik nur selbst vermasseln kann. Natürlich brilliert ein Alex Skolnick an der Gitarre, aber Leidenschaft sieht anders aus. Das hat auch das Publikum schnell gemerkt und so fielen die Reaktionen doch eher verhalten aus. Kein Vergleich, welch Freudentaumel wenige Tage zuvor Sacred Reich bei quasi identischem Publikum entfachten. Und dann verlässt man bereits nach einer Stunde mit einer kurzen Danksagung die Bühne? Das riecht mir sehr nach einer kurzen Probe vor Wacken, wo die gleiche Setlist gespielt wurde und man ja nur eine Stunde Spielzeit zur Verfügung hatte. Und dann muss man die Vorband noch mit  Gewalt kurz halten? Sorry, aber da darf man für sein sauer Erspartes mehr erwarten und so stand vielen Leuten die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
 
(Hansy)

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