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Queensryche/Alpha Tiger/Gloryful (Langen 2013)

Queensryche/Alpha Tiger/Gloryful

30.10.2013 Stadthalle Langen

 

Jetzt war ich wirklich mal pünktlich um 19.50 Uhr an der Halle und hörte schon GLORYFUL aus der Halle tönen. Da war man aber mal überpünktlich. Beim Banner der Jungs aus Gelsenkirchen, hatte der eine oder andere Probleme beim Entziffern und musste am Merchstand erstmal nachfragen. GLORYFUL haben sich dem klassischen Heavy Metal verschrieben und das machen sie echt ordentlich. Anhand der Outfits der Jungs, wäre man da aber nicht darauf gekommen. Bei echt gutem Sound, legten Gloryful eine agile Show hin und bekamen mit der Zeit mehr und mehr Applaus. Das Songmaterial kam mir allerdings etwas zu bieder vor, aber definitiv eine souveräne Show. alphatiger.jpg

 

Bei ALPHA TIGER war schon von Beginn an mehr los vor der Bühne. Die vielen Gigs, sowie die Tourneen zahlen sich langsam aus. Das merkt man nicht nur an den Fans, sondern auch an der Bühnenshow. Die Band nutzt den Platz auf der Bühne und kann ein paar mehr Leute zum mitmachen animieren. Die Setlist kommt, wie schon in Balingen, ohne Coverversion aus und ist etwas auf den Headliner zugeschnitten. Sprich, der eine oder andere etwas längere Song kommt zum Einsatz. Nach den ersten beiden Songs „Against The Time“ und „Crimson Desert“ merkt man gleich, dass die Jungs die Tour sichtlich genießen. Sie sind mit Spaß dabei und nutzen die Chance, sich einem anderen Publikum zu präsentieren. Sänger Stephan ist bestens bei Stimme und sucht die ganze Zeit den Kontakt zum Publikum. Auch bei ALPHA TIGER ist der Sound gut, auch wenn die Drums hier nicht ganz so kräftig rüber kommen. Das tut der agilen Show aber keinen Abbruch. Nach sechs Songs ist mit “Crescent Moon” allerdings schon Schluss, da man ALPHA TIGER heute schon ein paar Minuten früher von der Bühne bittet.

 

 

queensry1.jpgDass die Schlammschlacht mit Ex-Sänger Geoff Tate ordentlich am Status von QUEENSRYCHE gerüttelt hat, dürfte die Band schon gemerkt haben. Trotz des guten Albums und der erstklassigen Live Shows des neuen Frontmannes Todd La Torre, sind nicht wenige Fans skeptisch, was die Zukunft der Band angeht. Den ersten Schritt, sich die alten Fans wieder zu erobern, machen QUEENSRYCHE mit der aktuellen Tour. Eine Setlist mit so vielen alten Bandklassikern, wird man so schnell nicht wieder zu hören und sehen bekommen, trotzdem hält sich der Besucherandrang in Grenzen. Neben den üblichen Headbangern, konnte man früher auch mehr normales Volk bei Queensryche Gigs sehen. Heute waren aber hauptsächlich reines Metal-Publikum auszumachen. Da haben einige Leute was verpasst.

Alleine der Einstieg mit „Queen Of The Reich“ ist zum niederknien. Der Sound ist klar und sauber und La Torre singt absolut großartig. Nach „Speak“ und den beiden „Rage For Order“ Songs „Walk In The Shadows“ und „The Whisper“, griff man ganz tief in die Überraschungskiste. Satte drei Songs vom Warning-Album wurden am Stück rausgehauen. „En Force“, „Child Of Fire“ und „Warning“ gab es zu bestaunen und es sollten nicht die letzten sein. Dass das aktuelle Album auch präsentiert werden sollte, war klar. Der Opener „Where Dreams Go To Die“ und „A World Without“ gingen in Ordnung. Statt dem später gespielten “Fallout” hätte ich lieber “In This Light” gehört, das sollte aber der einzige Kritikpunkt an der Show sein. Nach einem kurzweiligen, zweistimmigen Gitarrensolo, gefolgt von „The Needle Lies“, zogen QUEENSRYCHE mit „NM 156“ und „Roads To Madness“ noch zweimal die Warning-Karte. „Eyes Of A Stranger“ und „Empire“ beendeten das reguläre Set. Nach den beiden Zugaben „Jet City Woman“ und „Take Hold Of The Flame“ war, nach satten 100 Minuten, Schluss. Spielerisch gab man sich absolut keine Blöße. Im Gegensatz zu ihrem Ex-Frontmann, gab es heute Abend keine Verspieler und umschiffte Gesangspassagen. Hier saßen alle Leads und zweistimmige Soli, kombiniert mit dem Spitzensound, war das eine erstklassige Vorstellung. Die kleinen Probleme von La Todde gegen Ende der 100 Minuten, sind bei der anspruchsvollen Setlist mehr als verschmerzbar. Live ist mit QUEENSRYCHE auf jeden Fall noch zu rechnen. Es bleibt zu hoffen, dass man in Seattle auch Taten folgen lässt und ein richtig starkes Album nachschiebt.

 

 (Schnuller)


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