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totentanz nr. 29

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Virgin Steele – Seven Devils Moonshine
(Steamhammer/SPV)

 

Mit der 5(!!) CD Box Seven Devils Moonshine (die zu einem wirklich mehr als moderatem Preis erhältich ist) schließen Virgin Steele ihre Re-Releases ab und liefern eine eher zwiespältige Sache ab. Einerseits wird man als Fan mit Unmengen an neuem Material belohnt, andererseits ist aber gerade dieses sehr gewöhnungsbedürftig und in der Mehrheit nicht gerade Vigin Steele typisch. Wer wissen will, was der Meister selbst zur Veröffentlichung sagt, der kann sich hier unser Interview mit ihm durchlesen. Ansonsten hier meine Beschreibung/Meinung:


CD1 (Ghost Harvest – Vintage I – Black Wine For Mourning) beinhaltet einige neue Songs, z.B. der Opener „Seven Dead Within“, der einen guten Refrain mit sich bringt oder „Hearts On Fire“, ein Midtempo Song am Rande zur Ballade welcher ebenfalls gut daher kommt, aber hat auch mit „Bonedust (Orchestral Version)“ einen Song vom „Visions Of Eden“-Album am Start oder mit „Wicked Game“ eine Coverversion von Chris Isaak, die aber nach meinem geschmack her nicht wirklich zum Sound von VS passt. Mit dem 10 minütigem Song „Feral“ steht aber noch ein Highlight auf dem Album.

 

CD2 (Ghost Harvest – Vintage II – Red Wine For Warning) startet mit „The Evil In Her Eyes“, bekannt vom „Noble Savage“ Album, aber in einer bluesigen Variante. Und so geht diese ungewöhnliche CD weiter. Songs, bei denen unweigerlich das Bild einer verräucherten Kellerbar auftaucht, in der ein paar Halunken ihre Zigarre rauchen und auf der Bühne eine Grazie mit 50er Jahre Frisur im Abendkleid ihr Lied in Begleitung eines Klaviers trällert. Nur dass die Grazie sich hier David DeFeis nennt. In der Mitte wird es dann ein wenig rockiger, bevor wieder zurück zum bluesigen Klavier geschwenkt wird. Mit „After Dark“ findet sich in diesem Style dann eine Coverversion von Tito & Tarantula wieder, die ich ebenfalls fehl am Platz finde. Zum Schluss gibt es dann noch zwei neuere Virgin Steele Songs in Akustik Live Version, welche zwar nett anzuhören sind, das gesamte Album aber bestimmt nicht mehr retten.

 

CD3 (Gothic Voodoo Anthems) beschert uns allerlei VS Songs in Orchestralem Gewand. Freilich kann man schlecht erwarten, dass hier ein Orchester im Stile der großen Produktionen aufwartet und sämtliche Lieder sind auch keine Kollaboration zwischen Band und Orchester, sondern lediglich inklusive des Gesangs. Manches funktioniert dann besser („I Will Come For You“ oder „By The Hammer Of Zeus“), manches aber auch schlechter („Queen Of The Dead“ oder „Kingdom Of The Fearless“, welches einfach zu langsam ist und wie ein langgezogenes Intro daher kommt). Dann driftet die CD leider genau dahin ab, wo uns CD Nr. 2 schon führte, bekommt aber eine interessante Wendung mit „Bone China“ (und den dazugehörigen beiden Folgetracks), welches eine richtig geile Melodie aufweist. Danach wird es balladesk bevor es leider wieder in die Blues Ecke geht. Also leider eione CD wie Yin und Yang.

 

CD4 (Hymns To Victory) ist eine Wiederveröffentlichung aus dem Jahre 2001 und beinhaltet Songs vornehmlich aus den 90igern, die in der ein oder anderen Weise Remastert, Remixt oder sonstwie leicht verändert wurden. Allesamt aber, zum Glück, im gewohnten und geliebten Virgin Steele Gewandt.

 

CD5 (The Book Of Burning) ist dann ebenfalls eine Wiederveröffentlichung des Jahres 2002 und beinhaltet vornehmlich Songs von den ersten beiden VS Alben, hier aber in dem Jahr neu aufgenommen. CD 4 wie auch CD 5 beinhalten jeweils einen Bonustracks gegenüber der ursprünglichen Veröffentlichung.

 

Was haben wir also= Gutes wie Schlechtes, Neues und Altes, Altes in neuem Gewand, Neues in unnötigem gewandt, irgendwie ein großer Mischmasch der aber nur bedingt zufrieden stellen kann. Auch wenn David hier von komplett neuen Alben spricht, so sehe ich die Definition hier anders. Dies ist eine nette Compilation, bei der man für ihr Geld bestimmt nichts falsch machen kann, bei dem aber einige Songs definitiv nicht jedermanns Sache sind. Dennoch, die Vorfreude aufs angekündigte nächste Konzeptalbum bleibt ungebrochen, vor allem wenn man die Vergleiche vom Maestro dazu nimmt.

 

(Röbin)

 

http://www.virgin-steele.com/


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