GAEREA - Loss
(Century Media Records)
Das fünfte Langeisen "Loss", der portugiesischen Ambient Post-Black Metaller GAEREA, ist einmal mehr eine astrale Reise, die zum Eintauchen, Wegdriften und Träumen einlädt. Doch diesmal lässt sie mich etwas zwiegespalten zurück. Trotz der immer wieder durchringenden Härte hat man die Bandagen etwas gelockert und ist im Allgemeinen noch zugänglicher und einfühlsamer geworden. Das Five-Piece aus Porto steuert innerhalb der ersten fünf Kompositionen regelmäßig Oasen der Ruhe an, die häufiger als zuvor mit Klargesangspassagen versehen werden, von der ursprünglichen Grundausrichtung GAEREAs jedoch nicht großartig abweichen. Obschon die 2016 gegründeten Schwarz-Metaller 46 Minuten lang hochwertiges musikalisches Material abliefern, merkt man "Loss" doch an, dass GAEREA in der Gesamtschau gefälliger klingen wollen. Dass man sich auf diese Weise, mit dem Integrieren diverser Post-Rock-Elemente etwas mehr dem Mainstream anbiedert, ist also unüberhörbar. Gerade in der zweiten Hälfte des Albums, also ab dem lahmen und beinahe einschläfernd wirkenden "Cyclone" wird es vergleichsweise fad und nichtssagend. GAEREA sollten diesen eingeschlagenen Weg, ihrer musikalischen Seele zuliebe, nicht konsequent weiter gehen, sonst wird es irgendwann einmal in Weichflötengedöns ausarten.
Man soll mich an dieser Stelle bitte nicht falsch verstehen, denn gerade das Material der ersten fünf Kompositionen auf "Loss" ist definitiv High End. Hier werden Einfühlsamkeit und Härte, Euphonie und Kakophonie, Herz und Verstand zu bewundernswert koalierenden, atmosphärischen und einnehmenden Soundkulissen zusammengeführt. GAEREA lassen viele elektronische Elemente und Lautstärkedynamiken in ihren Signaturestyle einfließen, der schon mal mit Anleihen der Space Opera liebäugelt und bis zum angesprochenen "Cyclone" wie Ebbe und Flut ineinandergreift. Auch das gemächliche "Nomad", mit seinem starken und eingängigen Refrain wird live sicherlich gut ankommen und zum Mitsingen animieren, doch mangelt es hier an dem oftmals proklamierten Alleinstellungsmerkmal und der individuellen Kreativität. Auch die immer wieder in Lethargie verfallende und massenkompatible Schlussagonie "Stardust" zieht den Schnitt des Albums meiner Meinung nach runter. An dieser Stelle möchte ich die bezeichnende und wie die Faust aufs Auge passende Aussage des Info-Sheets zitieren: „Es gibt Refrains, die so eingängig und leidenschaftlich sind wie die besten Rock- und Metal-Songs. Doch trotz des emotional aufgeladenen Lärms ist es unverkennbar GAEREA.“
(Janko)
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Checkt die Videos des Vortex Society:
Submerged:
https://youtu.be/NpdWlHP_pns?list=RDNpdWlHP_pns
Hellbound:
https://youtu.be/9N5Ge0-9xQM?list=RD9N5Ge0-9xQM
Phoenix:
https://youtu.be/LvkyAYIaLdQ?list=RDLvkyAYIaLdQ
Nomad:































































































