Iron Savior – Awesome Anthems of the GalaxyIron Savior – Awesome Anthems of the Galaxy

(Perception)

 

Piet Sielck und seine Recken haben offenbar mal ein bisschen Abwechslung gebraucht und legen diesmal ein genreübergreifendes Coveralbum vor. Statt Power Metal mit Sci-Fi-Plot wenden sich die Hamburger dem Pop der 80er zu und übertragen eine ganze Reihe ikonischer Nummern in das typische Soundgewand der Band. Das klingt durchweg beeindruckend souverän und man kann sich vorstellen, wie aufwändig es ist, sich 17 (!) Songs drauf zu schaffen und sie entsprechend zu übersetzen. „Fame“ (nicht Bowie, sondern Irene Cara) und „When the Rain Begins to Fall“ funktionieren als lupenreine Power Metal-Hymnen richtig gut, aus Frankie Goes to Hollywood’s „Relax“ wird ein grimmiger Midtempo-Stampfer, „Maniac“ aus Flashdance kommt als energetische Uptempo-Nummer daher, und aus dem melancholischen „Suburbia“ der Pet Shop-Boys wird eine überraschend straighte und unbekümmerte Metal-Nummer. Das Rezept, 80er-Nostalgie und Power Metal zusammenzubringen, funktioniert am besten dort, wo den Songs wirklich neue Facetten abgerungen werden. An anderen Stellen hätte man sich hingegen noch etwas mehr Übersetzung gewünscht, da bleibt es dann manchmal bei einer schlicht härteren Version ohne besondere eigene Akzente, und bei manchen Songs geht hier und da auch die ursprüngliche Tiefe verloren. Als Soundtrack für 80er-Parties aber funktioniert das alles bestens, und auch jenseits davon machen manche der hier versammelten Songs richtig Spaß. Ein gelungenes Experiment.

 

https://www.iron-savior.com/

 

(Torsten)


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