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totentanz nr. 29

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Iron Savior - The Landing

(AFM Records)

 

Iron Savior sind inzwischen schon seit 15 Jahren aktiv und haben mit "The Landing" ihren elften Longplayer am Start. Piet Silck, bekannt als Produzent unter anderem von Blind Guardian, Saxon und Gamma Ray und Geschäftsführer des hervorragenden, leider nicht mehr bestehenden Labels Dockyard 1, gründete die Band 1996 mit seinem Kumpel Kai Hansen und dem früheren Blind Guardian-Drummer Thomen Stauch. Nicht nur spielt Silck in der von Stauch gegründeten Band Savage Circus, sondern wirkte auch als Gastmusiker auf verschiedenen Blind Guardian-Alben mit. Der Mann ist also voll dabei im deutschen Power Metal, und dass er davon was versteht, beweist er mit "The Landing" überdeutlich. Das rund fünfzig Minuten starke Album umfasst elf kompakte, straighte, melodische und eingängige Power Metal-Nummern, die allesamt überzeugen: Allen voran das absolut geniale "The Savior", ein kraftvoller, hymnischer Midtempo-Stampfer mit durchgehend überwältigenden Gesangslinien, der das Zeug zum Klassiker hat. Das direkt im Anschluss folgende "Starlight", eine schnelle Nummer mit eingängigem Refrain, steht dem in nichts nach und verdeutlicht enge Parallelen zu frühen Blind Guardian-Alben - zumal der hervorragende und kraftvolle Gesang Silcks stark an Hansi Kürsch erinnert. Weiter hervorzuheben sind das ebenfalls schnellere und mit einem hervorragenden Refrain ausgestattete "March of Doom", die Midtempo-Hymne "Heavy Metal Never Dies", die im Stile jener vielen Oden an den Metal funktioniert, im Gegensatz zu üblichen Selbstbeweihräucherungs-Nummern aber als ernsthaftes und ergreifendes Stück durchgeht, sowie das vorwärtstreibende "Moment in Time" mit seiner göttlichen Bridge. Obwohl das Album in der zweiten Hälfte etwas abfällt, überzeugen auch das langsame und schwere "Hall of the Heroes" und die melancholische Hymne "Before the Pain", und auch das flotte "Faster than All" und der Gute-Laune-Rausschmeißer "No Guts No Glory" gehen klar. Insgesamt also ein starkes, straight durchkomponiertes und kompaktes Album mit tollen Melodien und vor allem hervorragender Gesangsarbeit. Der einzige Vorwurf, den man Iron Savior machen kann, ist, dass sie klingen wie Blind Guardian zu ihren besten Zeiten - aber mal ehrlich: Wovon sich die Krefelder in ihrem ungebremsten Drang nach immer überladeneren Arrangements schon längst verabschiedet haben, das wird hier in einer Weise zelebriert, die ihresgleichen sucht. Iron Savior machen also alles richtig.

 

(Torsten)


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