Torian – The Lost Legion Rising
Massacre Records
Das fünfte Album “The Lost Legion Rising” ist mein Erstkontakt mit den heimischen Power/Speed Metallern TORIAN. Das letzte Album „God Of Storms“ liegt zwar schon stolze acht Jahre zurück, dafür konnte man das neue Album bei Massacre Records unterbringen, was der Band sicherlich etwas mehr Breitenwirkung beschert. Stilistisch bewegt man sich im Power/Speed Metal deutscher Prägung. Also schnell, mit viel Doublebass und mit ein paar Keyboards unterlegt, wie man das kennt. Allerdings haben die Jungs viel Dampf (etwas zu viel?) in die Produktion gelegt, dass „The Lost Legions Rising“ nicht wie ein weichgespültes Italo-Power Album klingt. TORIAN brettern eher wie frühe Blind Guardian oder mittlere Gamma Ray munter los und haben einiges an tollen Melodien in Petto. Lediglich die Refrains sind hier und da etwas plakativer ausgefallen, eignen sich aber bestens zum Fistraisen („Warpriest“, „Iron Hammer“). Angenehm normal sind die Vocals von Sänger Marc Hohlweck ausgefallen, die man nicht wie die anderen Instrumente geradegerückt hat, sondern hier ein paar Ecken und Kanten hören kann. Leichte Ähnlichkeit zu Brainstorms Andy B. Franck in den höheren Stimmlagen meine ich auszumachen. TORIAN haben in allen Lagen absolut coole und griffige Songs am Start. Lediglich die vereinzelten Blast-Einlagen hätte es für mich nicht gebraucht. Auch Halbballade „Stand As One“ kann trotz etwas Pathos überzeugen. „The Lost Legion Rising“ ist ein wirklich starkes Stück Speed Metal, das sicherlich vielen der Blind Guardian/Gamma Ray Fans neueren Datums gut reinlaufen wird. Die Älteren könnten sich an der recht klinischen Produktion etwas stören, was die guten Songs nicht schmälert. Ich fühle tatsächlich ein paar wohlige Schauer, wie in den mittleren 90ern.
(Schnuller)

































































































