DEFACED - IconDEFACED - Icon
(Massacre Records)

 

Nach einer zehn Jahre andauernden Sendepause meldet sich die Schweizer Death Metal Brigade DEFACED mit einem arschgewaltigen Urknall zurück. "Icon" markiert dabei den dritten Panzerbrecher des Five Piece aus Bern, das von 2006 bis 2012 noch unter dem Monicker TRIGGER TONES agierte. Die Combo ist also kein Neuling mehr im Extrem Metal Bereich. Allerdings drehte sich das Besetzungskarussell in der letzten Dekade unbarmherzig schnell und spie, bis auf Gitarrist Marco Kessi, bis dato sämtliche vorherigen Band Member aus. Thomas Gertsch, der seit 2014 die Mikrofon-Membran malträtiert, Riffkeule Matze Schiemann (seit 2016 am Start), Fourstringer Michael Gertsch (seit 2021) und Ballermaschine Max (seit 2023) sind also erstmals auf dem neuen DEFACED-Studioinferno zu vernehmen. Die exzellente Mischung aus Schwedentod und Ami-like, der überzeugende Aufbau der Dramaturgie, sowie die coole und moderne Interpretation des hard hitting Old School Vibes, haben DEFACED mit Expertise und Know-how durcharrangiert. Grobschlächtig, authentisch, durchdringend und absolut up-to-date. So muss Todesstahl anno 2026 klingen!

 

Das homogene Zusammenspiel aus Ambiente, Grooviness, Härte und melodischen Passagen längst verinnerlicht, lost die infernale Todesschwadron auch mit Album Nummer 3 keinesfalls ab. Die ausgewogenen Wechsel zwischen Baller- und Erholungsphasen äußern sich vielmehr in einer mächtigen, obsessiven und druckvollen Performance aus charismatisch gehaltenen und nach vorne strebenden Klangkosmen. "Icon" schielt hierbei vielleicht auch ein ganz klein wenig in die IMMOLATION-Richtung, ist aber durch die sphärisch bis spacig gehaltenen Gitarren, die packenden Refrains und die beseelten Bridges längst nicht so technisch und "halsstarrig", wie die US-amerikanische Death Metal-Legende. Die überwiegend düster-gutturalen und machterfüllten Vocals von Cave-Growler Thomas Gertsch befinden sich ab und an im Dialog mit dem ketzerischen Roaring und galligen Gezeter von Gitarrist Marco Kessi. Zwischendurch werfen die beiden Gitarreros Kessi und Schiemann, immer mal wieder ein paar starke Soli zwischen den straighten, abwechslungsreichen und technisch versierten Todesmörtel ein.

 

Das unnachgiebig pushende "Icon", welches seinen Feinschliff von ex-Sänger und ex-Bassist Simon Egli, ex-Gitarrist Romano Galli, sowie ex-Drummer Markus Röthlisberger im Hardbeat Studio zu Eggiwil (im Schweizer Kanton Bern) erhielt, lässt den Sand in 41:26 Minuten durch das Stundenglas sickern lassen. Mit diesem, fest in der Band verwurzelten Produzententeam, hat man die zehn neuen Kompositionen des Blast- und Doublebass-Festivals "Icon" mit Spielfreude, Agilität und einem nicht zu unterschätzenden Gemeinschaftsgeist in die Tonspuren gedengelt. Gerade wenn man sich den, immer mal wieder schleppenden Titelsong "Icon", der zwischendurch schon mal Deathcore-Sequenzen vereinnahmt, das übermächtig pushende und wunderbar schranzige "Culling The Herd", welches regelrecht NECKBREAKKER-Qualitäten mitbringt oder den, mit Black Metal-Sequenzen aufgepimpten "Betrayer" reinpfeift, wird man sich der Finesse dieses "Achter-Gespanns" nur allzu gewahr. DEFACED 3.0, welches bei mir derzeit in Dauerschleife läuft, ist ein versiert und facettenreich gezocktes Album geworden, das verdammt stark beginnt und nach hinten raus sogar noch stärker wird! Das futuristische Artwork stammt übrigens aus der Feder des renommierten schwedischen Künstlers Pär Olofsson, der bereits Artworks für ABORTED, EXODUS oder IMMOLATION entworfen hat.


(Janko)

 

https://www.defaced.ch/

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https://www.instagram.com/defaced_swiss/

https://defacedswiss.bandcamp.com

 

Checkt die neuen Videos hier an:

Culling the Herd:

https://youtu.be/S_QrfPhYOnA

 

Anthem Of Vermin (Track Video):

https://youtu.be/zqFMnJkuxjE?list=RDzqFMnJkuxjE


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