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arch_matheos _sympathetic_resonance.jpgArch/ Matheos - Sympathetic Resonance

(Metal Blade)

 

Wer auf progressiven Metal der 80er steht, kommt an den Scheiben von Fates Warning mit Sänger John Arch nicht vorbei. Seine Gesangslinien sind völlig einzigartig, und die majestätischen, epischen Arrangements und Melodielinien auf "Awaken The Guardian" machen diese zu einer der genialsten Scheiben in diesem Bereich. Wenn sich John Arch mit seinem ehemeligen Bandkollegen und Songwriter-Kollegen Jim Matheos aus jenen Tagen zusammen tut, darf - ja muss - ich logischerweise auf nichts anderes als ein neues Meisterwerk hoffen! Zunächst fällt mir beim Hören jedoch auf, dass diese Neuauflage des Duos anders ausfällt, als erwartet: Die Songs sind über weiter Strecken sehr heavy und haben einen zeitgemäßen; teils sogar modernen Sound. Soweit gut, denn der Sound der alten Scheiben wird ihrer musikalischen Genalität nicht ansatzweise gerecht. Jedoch ist der Gesang nun deutlich weiter in den Hintergrund gemischt bzw. wird durch heavy Gitarren und vertrackten Breaks teils richtig überdeckt. "Awaken The Guardian" ist außerdem so einzigartig, weil Melodiemotive zwischen Gesang und Gitarre hin und her wechseln, ja förmlich fliegen - dieses Element ist auf "Sympathetic Resonance" so nicht mehr enthalten. So brauchte ich viele Anläufe, um mich auf den neuen Sound einzulassen. Aber es lohnt, denn mit jedem Hören wachsen die Songs und gewinnen an Größe und Erhabenheit! Zuerst hat es bei dem 13min dauerenden "Stained Glass Sky" mit seinem genialen Refrain, tollem Groove und epischen Aufbau "klick!" gemacht. Magie kommt generell immer ins Spiel, sobald Jim Matheos mit der akkustischen Gitarre den Gesang in bunten Klängen untermalt. Stück für Stück entfalten sich mit den Durchläufen dann auch die anderen Songs zu absoluten Perlen und machen diese Scheibe zu eine der besten der letzten Jahre. Fazit: Alte John-Arch-Fans werden wahrscheinlich auch etwas Anlaufschwierigkeiten haben, um sich an das neue Gewand des Duos zu gewöhnen. Fans von neueren Fates Warning oder Dream Theater dürften leichter einen Einstieg bekommen. So oder so braucht man jedoch bestimmt zehn Durchläufe, um die Größe und ausgefeilten Arrangements dieser Scheibe erfassen zu können. Danke, und willkommen zurück, Jungs!

 

(Sascha)


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