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Puppet MasterPuppet Master

(CMV-Laservision)

 

Zum zweiten Mal nach dem herausragenden B-Movie "Dolls" ließ Produzent Charles Band 1989 in "Puppetmaster" die Puppen tanzen - und schuf den Grundstein zu einer Filmreihe, die trotz einiger mittelmäßíger Sequels eine stetig wachsende Schar an Fans sammeln konnte. Die besonders wegen der phantastischen Musikkompositionen an ein Märchen erinnernde Verfilmung ist im ersten Teil noch etwas ausgewogener bezüglich der Screentime von realen Darstellern und den Puppen. Man könnte fast sagen, dass das intrigante Spiel um die Erbschaft eines magischen Puppenbauers die kleinen Geschöpfe sogar noch etwas in den Hintergrund rückt, um auf die psychotischen und psychisch begabten Pro- und Antagonisten zu fokussieren. Die finden sich in einem Hotel ein, das seine besten Tage zum Beginn des 20. Jahrhunderts gesehen haben muss, und nehmen Abschied von ihrem ehemaligen Kollegen, der scheinbar das Geheimnis des ewigen Lebens mit ins Grab nahm.

"Puppetmaster" beginnt damit, die wenig sympathischen Figuren zu charakterisieren, um sie irgendwann den Puppen zum Fraß vorzuwerfen. Diese sind keine gewöhnlichen Spielzeuge, wie man sie Kindern in die Hände drückt, sondern trickreiche Spezialanfertigungen, denen mithilfe eines Zaubers echtes Leben eingehaucht wurde. Zwar hat sie ihr Meister nicht konstruiert, um zu töten, falls sie in Gefahr sind, tun sie das allerdings.

Das Tolle an "Puppetmaster" ist die Verbindung von mechanischen Tricks und Stop Motion, welche die Puppen zum Leben erwecken. Derer gibt es etwa eine handvoll, wobei jede eine spezielle Funktion besitzt, die die wenigen, aber blutigen Todesszenen interessanter gestalten. Leider gelang der Erstling längst noch nicht so atmosphärisch und spannend wie spätere Teile, die zwar auch typische Geburten der B-Leinwand waren, aber die Geschichte und Dramaturgie so verfeinern konnten, dass man wirklich gefesselt war. Wer sich allerdings gern durch kleine Produktionen gräbt und ein Herz für dezent trashige Horror-Unterhaltung hat, dem wird mit "Puppetmaster" bereits eine Menge geboten.

Die DVD wird im Original-Vollbild in durchschnittlich guter Qualität geboten, die das niedrige Budget erkennen lässt, aber ordentlich genug für eine DVD aussieht. Der deutsche Ton klingt da schon etwas betagter, ist aber gut verständlich. Außerdem gibt es das englische Original dazu (ebenfalls DD 2.0), einen Trailer, eine Bildergalerie und ein kurzes Making Of.

 

(Paule)


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