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Three Days Grace, Bad Wolves (Wiesbaden)

Three Days Grace, Bad Wolves

21.10.18 - Wiesbaden/Schlachthof

 

Am 21. Oktober pilgerten wir in den Schlachthof nach Wiesbaden um Three Days Grace auf ihrer Tour zum neuen Album „Outsider“ zu sehen. Es hat sich definitiv gelohnt!

Als Support waren die Newcomer Bad Wolves aus Kalifornien dabei.

Auf die 2017 gegründete Band um Frontmann Tommy Vext wurden wir aufmerksam als dieser bei Five Finger Death Punch kurzfristig für deren Sänger Ivan Moody einsprang. Übrigens Manager der Bad Wolves ist Zoltan Bathory, der Gitarrist von FFDP. Wir waren sehr gespannt auf die Show, da das Debutalbum  „Disobey“ sehr überzeugen konnte. Die Single-Auskopplung "Zombie" (Cranberries Cover als Tribute zum Tod deren Frontfrau Dolores O´Riordan) ist direkt eingeschlagen. Live haben Bad Wolves  eine großartige Performance abgeliefert. Das Publikum brauchte zwar eine Weile bis es auftaute aber spätestens beim letzten Song „ Zombie“ haben alle mitgegrölt.

Eröffnet haben sie das Konzert mit dem ersten Lied auf ihrem Album: „Officer Down“.

Es folgten „Learn To Live“, „Remember When“ und „Truth Or Dare“. Bei „Run For Your Life“ bildete sich sogar eine Wall of Death. Geniale Performance der Band, besonders der Sänger sprang wie ein Flummi über die Bühne und machte eine super Stimmung.

                              

Three Days Grace war für mich ebenfalls eine Premiere, aber damit stand ich nicht alleine da. Auf Nachfrage des Frontmanns, wer TDG heute zum ersten Mal live sieht hoben sich ca. 80% der Hände. Trotzdem war das Publikum sehr textsicher und war schon beim Opener  „The Mountain“ voll dabei. Auch hier gab es direkt einen Mosh Pit.

Ein Highlight der Show war als sich die Band für zwei ruhige Lieder hinsetzte: „Love Me Or Leave Me“ und „Get Out Alive“. Das Publikum folgte dem Beispiel und ich hatte endlich freie Sicht auf die Band (ein Segen wenn man nur 1,60m misst).

Danach kam ein Cover von Phantogram:“You Don´t Get Me High Anymore“.

Zum Finale brannte die Bude beim Kracher „Riot“.

 

Nachdem der Sänger von Three Days Grace, Adam Gontier, 2013 aus gesundheitlichen Gründen die Band verlassen musste, holten sie sich den Bruder des Bassisten, Matt Walst, ins Boot, der auf den letzten beiden Alben, Human und Outsider singt. Meiner Meinung nach ein würdiger Ersatz. Er hat das Publikum angeheitzt und natürlich auch die obligatorischen Lobgesänge auf „great fucking Germany“ losgelassen. Ich hoffe es hat ihnen hier so gut gefallen dass sie bald wieder her kommen.

 

Leider war der Sound im Schlachthof ein kleines Desaster. Zum ersten mal in meinem Leben muss ich sagen dass ein Konzert zu leise war. Die Gitarristen hätten daheim bleiben können – man hat sie so gut wie nicht gehört. Das war unglaublich schade. Es hat einfach nicht ganz so krass mitgerissen, wie wenn die Bässe durch den ganzen Körper dröhnen. Trotzdem konnte ich das Konzert mit den beiden großartigen Bands genießen, da sie eine Hammer Stimmung gemacht haben. Und mitsingen kann man ja auch wenn es leise ist ;-)

                                         

(Text/Pix: Anja/Larc)


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