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Overkill, Crowbar (Frankfurt 2016)

Overkill, Crowbar, etc.

08.11.2016 Frankfurt/Batschkapp

 

 

Schredhead

Overkill, Crowbar (Frankfurt 2016)Das schwere Los des Openers haben an diesem Abend die Jungs von Shredhead. Die fünf Mann starke Combo aus Israel sieht sich einer noch ziemlich leeren Batschkapp gegenüber. Das scheint der Band aber nichts auszumachen. Alle haben Spaß am Spielen und ziehen ihr Set mit Energie und guter Laune durch. Beim Titelsong des zweiten Albums (Death Is Righteous) lassen sich ein paar Metalheads dann auch mal dazu hinreißen die Nackenmuskulatur in Schwingung zu bringen. Die Performance ist insgesamt einwandfrei und Shouter Aharon Ragoza versucht ordentlich Stimmung zu machen. Das gelingt ihm bei den wenigen Leuten leider nicht so, wie man es den Jungs wünschen würde. Nach einer halben Stunde Vollgas wird dann auch schon Platz für die nächste Band gemacht. Was ich persönlich noch klasse fand war, dass Shouter Aharon nach dem Auftritt durchs Publikum geht und Handshakes verteilt. Da merkt man, dass die Jungs Spaß an dem haben, was sie machen.

 

Desecrator

Overkill, Crowbar (Frankfurt 2016)Bei Desecrator ist die Halle dann schon etwas voller, aber immer noch etwas dürftig. Sänger/Gitarrist Riley Strong und Gitarrist Scottie Anning scheinen große Fans der Apokalyptischen Reiter zu sein, da beide die Frise von Fuchs kopieren, Haha. Aber Spaß beiseite, auch den Jungs von Desecrator gelingt es trotz einer soliden Performance nicht sonderlich gut das Publikum zu animieren. Zwar gibt sich Riley alle Mühe mit seinen Ansagen die Menge aufzuheizen. Dies gelingt ihm aber nur vereinzelt. Insgesamt wirken die Australier bei der Performance auch etwas verkrampft. Am besten kommt beim Publikum dann der Anfang von Metallicas „Am I Evil?“ am Ende der Show an. Auch hier ist nach einer guten halben Stunde Schluss.

 

 

Crowbar

Overkill, Crowbar (Frankfurt 2016)Nach zwei Thrash-Metal Bands kommt mit Crowbar nun das Kontrastprogramm des Abends. Die Mischung aus Doom und Sludge Metal wirkt am heutigen Abend etwas fehl am Platz. Da die Jungs aber schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben und auch bekannter sind, als die beiden anderen Bands, lässt sich die nun auch ganz gut gefüllte Batschkapp ordentlich mitreißen. Die Jungs grooven sich routiniert durch den Abend. Sänger Kirk Windstein sorgt mit seinen Ansagen für gute Laune. Da ich die Band zum ersten Mal live gesehen habe, war ich überrascht, mit wie viel Power Kirk das Mikrofon zerschreit. Dabei macht er allerdings einen sehr gemütlichen Eindruck, Haha. Nach einer guten Stunde machen die Jungs dann Platz für den Hauptact des Abends.

 

Overkill

Overkill, Crowbar (Frankfurt 2016)Jetzt ist die Stimmung bei den Leuten richtig gut und die Spannung steigt. Als Opener geben Overkill den Song „Armorist“ vom noch neuesten Album zum Besten. Das Publikum gibt gleich Vollgas und fängt an zu moshen. Was jedoch gleich auffällt ist ein neues Gesicht auf der Bühne. Gitarrist Dave Linsk musste die Tour wegen familiärer Probleme abbrechen. Als kurzfristiger Ersatz wurde dann Waldemar ins Boot geholt. Dieser hatte wohl nur drei Tage, um sich das Set so gut wie möglich drauf zu schaffen. Dass das so schnell leider nicht möglich ist, musste die Batschkapp dann heute Abend feststellen. Viele Timings stimmten nicht und das Zusammenspiel zwischen den beiden Gitarristen lief auch nicht so gut. Das sorgte bei mir zumindest immer wieder für Verstimmung, da selbst Klassiker wie „Rotten To The Core“ oder „Hello From The Gutter“ nicht einwandfrei liefen.

Nichtsdestotrotz machten Bobby und Verni ordentlich Stimmung und ein großer Teil des Publikums war sowieso mit Moshen beschäftigt, Haha. Die Setlist der Jungs aus New Jersey gefiel mir an diesem Abend ziemlich gut. Vor allem bei „In Union We Stand“ und „Fuck You“ lief das Publikum zur Höchstform auf. Sänger Bobby sprang in gewohnter Manier über die Bühne, man merkte allerdings, dass er sichtlich Mühe hat seine Performance so durchzuziehen.

Insgesamt war die Show dann leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Aber ich glaube der Großteil des Publikums hatte seinen Spaß und das ist ja die Hauptsache.

 

Text/Pix: Larc


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