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Ugly Kid Joe – Aschaffenbrug/Colos-Saal (03.11.2016)

ukj1Ugly Kid Joe – Aschaffenbrug/Colos-Saal (03.11.2016)

 

Kurz nach Halloween sollte ein weiteres hässliches Kind begeistern und das nicht zu knapp. Auf ihrer letzten Tournee konnten die Joes zwar musikalisch begeistern, allen voran aber Sänger Whitfiled machte den Eindruck, als sei er entweder unsicher, habe kein Bock, sei enttäuscht oder alles zugleich. Davon war dieses Jahr keine Spur mehr. Zunächst aber zu den Support Acts.


ukj11Diese waren im Vorfeld nicht großartig angekündigt, aber Tim McMillan begeisterte von der ersten Minute an. Man muss sich vorstellen, jemand der eine Akustik Gitarre spielt, singt und den Takt zeitweise mit den Fingern auf dem Korpus seiner Gitarre klopft und dann eine Mischung aus eigenem Stoff, bekannten Rocksongs und teilweise lustigem Gegröhle von sich gibt unterhält zwischendurch mit überzogenen Geschichten die in einem Mischmasch aus Deutsch und Englisch vorgetragen werden. Klingt schräg? Ist es auch, aber wahnsinnig unterhaltsam und perfekt als Appetizer.

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Nach kurzer Umbaupause ging es direkt schon weiter und es folgten Dallas Frasca. Auch wenn der Gitarrist mit vollem Körpereinsatz dabei war, so stand doch ganz klar die namensgebende Frontfrau im Mittelpunkt der Show, sie auch mal kurzerhand singend mitten durchs Publikum marschierte und durch ihre coole Art erfolgreich zum mitmachen animierte. Wer jetzt zu faul ist zum googlen, um sich ein Bild zu machen, dem sei folgende Beschreibung nahe gelegt: Stellt euch die Tochter (stimmlich wie körperlich) von Meat Loaf und Bonnie Taylor vor und diese ist mit Leib und Seele im Hard Rock verwurzelt. Genau. Mit Sicherheit konnte diese Band an dem Abend auch einiges an Merch loswerden, schaffte sie es doch innerhalb 30 Minuten den Großteil des Saales zum Mitsingen zu bewegen.

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Bevor es zum Headliner geht, gilt es, noch folgendes zu sagen: Der Colos-Saal hat die Angwohnheit, bei Bands die den Saal nicht zum Platzen bringen, sprich nicht ausverkauft sind, ein paar Stehtische zu platzieren und den Ausschank in Gläsern zu vollführen, was an dem Abend getan wurde. Aber schon während der Support Acts füllte sich der Laden ordentlich, sodass nicht mehr viel zum sold out gefehlt haben dürfte. Ugly Kid Joe mögen keine Megaseller mehr sein, haben aber durchaus noch genügen (verdiente Popularität im Jahre 2016).

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Auch wenn das letzte Album vielleicht nicht das Gelbe vom Ei war, Live ließen die Kalifornier nichts anbrennen. Die Band war im Gesamten mega gut gelaunt und Whitfield grinste und scherzte am laufenden Band. Ebenso wurde teils für die Show, teils aber auch deutlich improvisiert untereinander gealbert und dies in Verbindung mit den beiden grandiosen ukj3Support Acts sorgte für eine dermaßen ausgelassene Stimmung, dass der ganze Saal der Band aus der Hand fraß. Natürlich wurde der bekannteste (Cover-)Song „Cats In The Cradle gezockt und beim besten Stück neueren Datums „I’m Allright“ dürfte die Altstadt durch das Synchronhüpfen gebebt haben. Es gab einen Querschnitt durch alle Alben der Band. Zwar lag das Hauptaugenmerk wenig verwunderlich auf dem Überalbum „Americas Least Wanted“, aber auch die anderen Songs wurden abgefeiert und es gab durchaus genügend Fans, die sich nicht nur mit dem Material des Chartalbums beschäftigten.

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Eine sehr coole Aktion gab es dann auch, als Gitarrist und stiller kreativer Mittelpunkt der Band Klaus Eichstadt den Akustik Song „Mr. Recordman“ am Mikro zelebrierte. Zum Schluß durfte natürlich „Everything About You“ nicht fehlen und besser kann man sich einen relaxten und doch powervollen Konzertabend eigentlich nicht mehr vorstellen.

Spitze!

 

(Röbin)

 

Pics by Alexandra Schäfer

 

http://www.uglykidjoe.net/

 


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