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Lordi, Silver Dust, Shiraz Lane (Aschaffenburg 2016)

Lordi, Silver Dust, Shiraz Lane – Colos-Saal, Aschaffenburg (11.10.2016)

 

Dienstagabend und starker Feierabendverkehr erschweren die Fahrt ins Colos-Saal nach Aschaffenburg. Etwas Glück auf der Fahrt Shiraz Lane.JPGund wir sind dennoch pünktlich um den ganzen Konzertabend in voller Länge mitzubekommen und zu genießen. Auf dem Programm steht energiegeladener und rotzig, dreckiger Rock ´n´ Roll aus Finnland, eine optisch beindruckende Show aus der Schweiz und ein musikalisches Horrorfest vom Headliner.

Shiraz Lane:

Trotz starkem Verkehr erreichen wir pünktlich das bereits gut gefüllte Colos-Saal in Aschaffenburg um den energiegeladenen Auftritt von SHIRAZ LANE zu sehen. Das etwas androgyn wirkende Quintett aus Finnland erinnert sowohl optisch als auch musikalisch an GUNS ´n´ ROSES. Die Songs haben Power, gehen gut ins Ohr und bleiben da auch hängen. Die fünf Finnen geben mächtig Gas um den bereits gut zur Hälfte gefüllten Auftrittsort auf den Rest des Abends einzustimmen. Trotz des recht jungen Alters der Band (schätze sie im Durchschnitt auf Anfang bis Mitte 20) beherrschen sie die Regeln des Rock ´n´ Roll aus dem FF. Das bangende Publikum wird zu Singalongs motiviert und sowohl die Band auf der Bühne als auch die Headbanger davor erleben einen guten knapp 45 minütigen Anheizer.

 

Silver Dust.JPGSilver Dust:

Nach kurzer Umbaupause geht es mit dem Schweizer Quartett SILVER DUST weiter. SILVER DUST passen ganz gut als Support-Act für LORDI, legen sie doch sehr viel Wert auf eine an alte Gruselfilm orientierte Optik. Bei den Schweizern handelt es sich um eine optische Mischung aus Gothic, Tim Burton und KING DIAMOND und musikalisch an einen Mix aus SYSTEM OF A DOWN und POWERWOLF. Alles ein wenig episch, düster und verrückt. Das optische Konzept funktioniert durch die Kostümierung der Musiker bis zu ihren Showeffekten mit klasse düsteren Projektionen auf einen Spiegel, viel Nebel und einer gut abgestimmten Lightshow perfekt. Die Musik funktioniert bei mir nur in den Momenten an denen sie an SYSTEM OF A DOWN erinnern. Der POWERWOLF einschlag kann mich hingegen überhaupt nicht überzeugen. Ein riesen Highlight der Show ist als zum Ende des Auftritts Fässer auf die Bühne geschafft werden und die Band auf einmal aus vier Drummern besteht, die gnadenlos cool auf die zweckentfremdete Gegenstände eindreschen. Alles in allem ein sehr unterhaltsamer Auftritt der optisch auf ganzer Linie überzeugt, musikalisch - trotz viel Abwechslung - jedoch nur bedingt gefällt. Diese Einschätzung trifft aber wohl nur auf meine Wenigkeit und ein paar andere Zuschauer zu, denn der überwiegende Teil des Publikums geht bei dem Auftritt von SILVER DUST voll ab.

 

LORDI:Lordi.JPG

Nach einer etwas längeren Umbauphase ertönt „God Of Thunder“ von KISS als Intro und jeder LORDI Fan weiß, dass die Zeit geschlagen hat um die Monster auf die Bühne zu lassen. Die Finnen befinden sich auf ihrer European Monstour und haben mit „Monstereophonic (Theaterror vs. Demonarchy)“ ein neues Album am Start. Eröffnet wird die Show dann auch mit dem Opener vom neuen Album („Let's Go Slaughter He-Man (I Wanna Be the Beast-Man In The Masters Of The Universe“). Hierbei werden LORDI von Skeletor auf der Bühne unterstützt und von He-Man bleibt tatsächlich nicht mehr viel übrig (Hahahaha). Und so ähnlich geht es auch die nächsten zwei Stunden weiter. Die LORDI Hymnen werden durch ein optisches Rahmenprogramm und diversen Horror/Splattergimmicks unterstützt und in ihrer Wirkung hervorgehoben. Da man das neue Album präsentieren möchte, finden sich noch „Hug You Hardcore“ und „Down With The Devil“ vom neuen Werk in der Setlist. Ansonsten überraschen die finnischen Monsterrocker damit, dass sie mit „Hellbender Turbulance“ und „Icon Of Dominance“ zwei selten gespielte Songs vom Debütalbum „Get Heavy“ ihren Weg in die Setlist finden. Der rest der Setlist ist ein guter Mix aus der bisherigen Schaffensphase der Band. Immer wieder schön bei einem LORDI Konzert zu sehen, dass nicht nur MR. LORDI himself im Vordergrund steht, sondern dass auch die restlichen Bandmitglieder mit ihren Solos und einem entsprechenden Showprogramm in den Mittelpunkt gerückt werden. Dem rappelvollen Colos-Saal gefällt was sie an diesem Dienstagabend zu sehen und hören bekommen und könnten auch problemlos noch weitere zwei Stunden mit LORDI weiterfeiern. Gruseliger als LORDI selbst ist dann nur der Weg zur Arbeit am nächsten Tag.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich LORDI Live wie immer gelohnt hat und ein voller Erfolg war. Das volle Colos-Saal war eine Genugtuung, da LORDI trotz ordentlicher Fanbase nicht immer die bestbesuchtesten Konzerte aufweisen können. Trotz allem Lob für das coole Colos-Saal als Location und das super Publikum muss aber auch gesagt werden, dass die Bühne im Aschaffenburger Club doch etwas zu klein ist. Mir hat die Bühne in der Frankfurter Batschkapp oder in der Langener Stadthalle besser gefallen, denn ich glaube, dass LORDI aufgrund der doch etwas kleinen Bühne nicht alle Gimmicks und nicht ihr ganzes Showprogramm haben auffahren können.

Lordi2.JPG

(Zvonko)


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