Aktuelles Magazin

Totentanz on
Totentanz Magazin bei Facebook

Aktuell sind 360 Gäste und keine Mitglieder online

Motörhead, Saxon, Girlschool (Frankfurt 2015)

Motörhead, Saxon, Girlschool

24.11.2015 Frankfurt, Jahrhunderthalle

 

Ein bisschen Bammel ob die Tour stattfindet hatte man vorher schon, war doch bekannt das Ober Motörkopf Lemmy gesundheitlich schwächelt. Aber der bald 70jährige Vollblut Rocker war am Start um „40 Jahre Motörhead“ gebührend zu feiern. Die Tour wurde mit den Kumpels von Saxon und Girlschool durchgezogen und man konnte schon im Vorfeld das „Ausverkauft“ Schild an die Frankfurter Halle kleben…

 

Girlschool

 GirlschoolAls die reifen Damen der Mädchenschule überraschend früh um 19 Uhr loslegten, war die Halle noch recht leer und füllte sich so nach und nach. Dennoch rockten Kim, Enid, Jackie und Denise voll gut gelaunt los und präsentierten einen „Best Of“ Set mit 8 Stücken. Zwei davon („Take it like a Band“ und „Come the Revolution“) stammen vom neuen Album „Guilty as Sin“ und der Rest waren Klassiker wie „Emergency“ oder „C´mon let´s go“. Warum „Hit and Run“ fehlte war mir aber schleierhaft. Nach nur 30 Minuten war leider Schluss, ich würde mich freuen die Engländerinnen mal als Headliner über 1 Stunde spielen zu sehen. Die Menge an guten Songs die Girlschool im Repertoire haben rechtfertigt diesen Wunsch allemal. Eine klasse Truppe – Allgirl mäßig immer noch die Besten im Hardrock!

 

(Arno)

 

Saxon

 saxonBiff und seine Mannschaft sind eine sichere Bank was Live Konzerte angeht. Darüber besteht kein Zweifel! Optimal eingespielt, immer gut gelaunt und fit, immer Alles für die Fans. Entsprechend war der Gig in Frankfurt ein Triumphzug gespickt mit Klassikern wie „Power and the Glory“, „Crusader“ oder „Wheels of Steel“. Aber auch die neuen „Battering Ram“ (beste Saxon CD seit Jahren!) Stücke wie das Titellied, „Queen of Hearts“ oder „The Devil´s Footprint“ überzeugten mich! Wie schon gesagt, Saxon Live ist ein Ereignis, eine Stimmungskanone vorm Herrn. Da passt alles und da brauchen wir gar nicht länger drüber reden, haha. Eine Legende die ihrem guten Ruf Jahr für Jahr aufs Neue gerecht wird.

 

(Arno)

 

 

Motörhead

Sirenen und Bombersounds erklingen und bilden das Intro für den Auftakt des „40 Years of Motörhead“ Jubiläums Gig. Kaum sind die Sirenen verklungen, legen Mikkey Dee, Phil Campbell und Lemmy Kilmister auch schon furios mit „Bomber“ los. Die Fans in der Motörheadausverkauften Jahrhunderthalle gehen bei dem Klassiker schon voll mit und finden sichtlich Gefallen an dem alten Gassenhauer, wie auch an dem Bomber-Modell, das über den Köpfen von MOTÖRHEAD kreist. Was in den nächsten gut 70 Minuten auf die Fans wartet, ist ein Sammelsurium an Klassikern aus 40 Jahren Bandgeschichte. Darunter Songs die nur schwer aus der Setlist zu entfernen sind, wie beispielsweise „Metropolis“, „The Chase Is Better Than The Catch“, „Just ´Cos You Got The Power“, „Doctor Rock“ und selbstverständlich „Ace Of Spades“ mit dem das reguläre Set beendet wird. Erfreulich, dass mit „Orgasmatron“ ein wahrer Klassiker mit Live Seltenheitswert den Weg in die Setlist findet. Schade, dass das grandiose neue Album „Bad Magic“ nur durch einen Song, nämlich „When The Sky Comes Looking For You“ vertreten wird oder dass mit „Iron Fist“ einer meiner Lieblings MOTÖRHEAD Songs fehlt. Aber das ist jammern auf hohem Niveau, denn nach den vielen schlechten Nachrichten im Laufe des Jahres über Lemmy´s Gesundheitszustand und über Konzertabbrüche, freut es einen doch um so mehr, die lebende Legende live auf der Bühne zu sehen. Für meinen Teil, wäre es da sogar fast egal welche Songs da von der Bühne ins Publikum geschmettert werden würden. Noch viel erfreulicher ist, dass MOTÖRHEAD live auch weiterhin Qualität liefern. Vielleicht nicht mehr ganz so laut wie bei einigen vergangenen Konzerten aber doch mit viel Spiellaune liefern MOTÖRHEAD einen starken Auftritt ab. Lemmy ist am heutigen Abend sogar ziemlich redselig und wendet sich doch sehr oft mit Ansagen und Ansprachen direkt an seine Fans. Der Auftritt endet mit dem „Whorehouse Blues“ und „Overkill“ als Zugabe und lässt einige Tausend MOTÖRHEAD Jünger zufrieden nachhause gehen. MOTÖRHEAD haben nicht nur mit letztem Album „Bad Magic“ gezeigt wie stark sie noch immer sind, sondern mit dem Auftritt einmal mehr bewiesen wer sie sind – nämlich MOTÖRHEAD – und wofür sie stehen – nämlich WE PLAY ROCK `N` ROLL – und wie schwer runter zu kriegen sie sind, allen voran Lemmy!

 

(Zvonko)

 

Thanx für die geilen Bilder: Denis Hedzet (Way Up Magazin)

 

                                            

 


Musik News

Movie News