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U.D.O. / Sister Sin / Garagedays (Frankfurt 2015)

U.D.O. / Sister Sin / Garagedays – Batschkapp Frankfurt (10.03.2015)

In der neuen (und übrigens sehr coolen) Frankfurter Batschkapp geht’s an einem Dienstagabend gut gefüllt sehr Laut zu Gange. U.D.O. rufen im Rahmen der „Decadent“ Tour und neben zahlreichen gut gelaunten Fans kommen auch die Klasse Opener „SISTER SIN“ und „GARAGEDAYS“. Das Package passt und überzeugt nicht nur musikalisch sondern auch in puncto Fannähe. So lassen es sich SISTER SIN beispielsweise nicht nehmen, direkt nach ihrem Gig Frontfrau Liv an den Merchstand zu schicken, wo sie lange Zeit jedem Autogramm- und Fotowunsch nachkommt und auch den Merchverkauf nach oben treibt. Des Weiteren mischen sich Mitglieder beider Bands nach ihrem Auftritt ins Publikum und lauschen dem Headliner des Abends, der mit gut aufgelegter Truppe und einem Mittlerweile doch 63 jährigen Udo Dirkschneider beweist, dass er noch lange nicht in Rente gehört.   

GARAGEDAYS
garagedaysDen Metalabend in der neuen Frankfurter Batschkapp eröffnet das Quartett GARAGEDAYS aus dem österreichischen Rattenberg. Die Band besteht bereits seit 2005 und hat seit dieser Zeit Vier Demos und Zwei offizielle Studioalben veröffentlicht. Das Debüt „Dark And Cold“ wurde seiner Zeit vom Metalhammer als Demo des Monats ausgezeichnet und auch wenn ich nicht immer mit genannter Postille übereinstimme, kann man über das Urteil sicherlich – auch bei Unkenntnis des Erstwerks - nicht streiten, denn was die Österreicher in Frankfurt auf der Bühne abliefern überzeugt doch ungemein. Oldschool gehaltener 80ies Metal im modernen Gewand,  ein Mix aus Speed und Thrash mit enormer Wucht, Power, Melodie und Groove. Das Quartett nutzt ihre gute 45 minütige Spielzeit um dem Publikum ordentlich einzuheizen und zeigt auch bei einem ihrer Songs, dass sie auch mit sanfteren Tönen einer Ballade ohne durchgetretenes Gaspedal überzeugen können. Guter Opener.   

SISTER SIN
sistersinSISTER SIN als Vorband bei U.D.O. – da kann man nur sagen, dass man doppelt Glück an einem Abend hat. Das schwedische Quartett mit Frontfrau Liv überzeugt nicht nur auf Konserve mit Scheiben wie „Switchblade Serenades“, „True Sound Of The Underround“ (mein absoluter Favorit), „Now And Forever“ oder dem neuen Werk „Black Lotus“ voll und ganz, sondern auch Live. Es war – glaube ich - 2006, dass ich auf SISTER SIN in Langen auf einem Osterfestival aufmerksam geworden bin. Damals haben sie die Gehörgänge mit ihrem druckvollen, sleazig-rotzigen Stil ordentlich freigepustet. Und auch fast 10 Jahre später, gefallen SISTER SIN wie beim ersten Mal. In ihrem Sound schimmern musikalische Vorbilder wie ACCEPT, W.A.S.P. oder MÖTLEY CRÜE durch und lassen sich nicht verneinen, die Schweden hauen aber eine extra Portion Wucht rein, die sie sehr eigenständig macht. Da sie selbst „24/7“ von U.D.O. gecovert haben, passt es ja wie die Faust aufs Auge eben diese auch auf Tour zu Supporten (schade eigentlich, dass dieser nicht am heutigen Abend zum Besten gegeben wurde und Liv mit Udo auf der Bühne gestanden ist). SISTER SIN machen an diesem Abend alles richtig, heizen dem Frankfurter Publikum mit ihrem ebenfalls 45 minütigem, energiegeladenem Gig nochmal richtig ein, geben dem Publikum nicht nur was auf die Ohren, sondern mit Liv auch noch was für die Augen mit und bereiten die Menge auf U.D.O. vor.     

U.D.O.
U.D.O. sind U.D.O. sind U.D.O. egal ob auf CD oder Live. Der Fan weiß einfach was er für sein Geld bekommt und wird nicht enttäuscht. Nach Besetzungswechseln - an den Drums und an den Klampfen - schon zum „Decadent“ Vorgänger „Steelhammer“ haben sich U.D.O. eine Frischzellenkur verordnet. Und das junge udoGemüse passt zum alten Reibeisen Udo Dirkschneider und seinem langjährigen Weggefährten Fitty Wienhold wie der Deckel zum Topf. Absolute Spiellaune und neues wie altes U.D.O. Material werden perfekt und mit einer lässigen Leichtigkeit auf die Bühne gebracht. U.D.O. überzeugen wie in der Verganenheit schon auch in Frankfurt mit einem fetten Gig auf einer für U.D.O. Verhältnisse sogar großen Bühne. Mit 21 Songs in der Setlist und gut und gerne 120 Minuten (!!!) Spielzeit kramen U.D.O. Klassiker wie „Black Widow“ („Animal House“), „Break The Rules“ („Mean Machine“) oder auch „Metal Eater“ („Timebomb“) aber auch eher selten gespieltes Material wie „Independence Day“ („Solid“) oder „Blitz Of Lightning“ („Faceless World“) raus. Natürlich werden auch neue Stücke vor allem von neuer Scheibe „Decadent“ („Speeder“, „Under Your Skin“, „Untouchable“, dem Titeltrack und „Secrets In Paradise“) zum Besten gegeben und auch dem Vorgänger „Steelhammer“ wird unteranderem mit „Never Cross My Way“ (ein U.D.O. Highlight neuerer Zeit) oder auch „Metal Machine“ gehuldigt. Songs aus der Zeit von „Mastercutor“ bis hin zu „Rev-Raptor“ sucht man vergeblich. Die letzten 3 Songs („Princess Of The Dawn“, „Fast As A Shark“, „Balls To The Wall“) des starken Auftritts gehören Udo Dirkschneiders Ex Kapelle ACCEPT und sind natürlich selbstredend  Klassiker. Auch wenn es von vielen Fans verlangt wird, dass U.D.O. auch immer den einen oder anderen ACCEPT Song zum Besten geben, dürfen sich meiner Meinung nach U.D.O. vollends von der musikalischen Vergangenheit des charismatischen Frontmannes emanzipieren und ein reines U.D.O. Set spielen. Mehr als genug eigenes und starkes Material ist vorhanden.  
Was soll man anderes sagen, als dass U.D.O. einen gelungenen Metalabend abgeschlossen haben und wie immer auf ganzer Linie und ohne Wenn und Aber überzeugt haben. U.D.O. sind eben U.D.O. sind U.D.O. !!!    

            
(Text/Pix: Zvonko)






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