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Rock Hard Festival 2014

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Rock Hard Festival 2014

 

Wieder einmal ist ein RockHard Festival Geschichte und wieder einmal kann man von einem gelungenen, etablierten Festival reden, dass einige Höhepunkte, aber auch ein paar Überraschungen und vorgezogene Headliner zu bieten hatte.

Impre1 

Die Location (Amphitheater, Gelsenkirchen) dürfte ja mittlerweile bekannt sein und bietet ja perfekte Sicht und (zumal denn der Sound der Band stimmt) perfekten Hörgenuss bei den Liveacts. Aber auch die Organisation ließ kaum Punkte offen, über die im Nachhinein gemeckert werden könnte.
Es gab auch jeden Fall genügend Ess- und Getränkestände mit einer für diese Größenordnung auf jeden Fall ausreichende Vielfältigkeit. Auf die Preise können die Organisatoren leider keinen Einfluss nehmen und so herrschten eben die Standardpreise von Veranstaltungen im Jahr 2014 vor. Bei 3,50 Euro für ein 0,4er Bier kann man noch von hoch, aber normal sprechen, wohingegen eben 3 Euro für ein 0,4er Wasser doch einfach nur überzogen daher kommt.
Die Qualität des Essens kann ich selbst nur unterschiedlich bewerten. Während mir der Döner für Festivalverhältnisse gut geschmeckt hat, die Bratwurst und die Pommes ebenfalls (und ja, da kann man sogar auch was verkehrt machen), fand ich das teure Stück Pizza total geschmacklos. Dafür gab‘s zwar teure, aber auch sehr leckere Chickenwings und einen guten Fischstand. Also im Gesamten dann doch eher überzeugend, aber natürlich auch nicht günstig.
Bei den eh schon limitierten Parktickets gab es wohl selbst für Besitzer eines solchen Probleme, da die Ordner anscheinend etwas überfordert waren und einige Gäste eben dreister Weise mehrere Parkplätze belegten, um ihr Camparsenal auf den Platz zu verlegen. Hier besteht Verbesserungspotential.Imp2
Über den Campingplatz weiß ich leider nichts zu berichten, da ich das erste Mal nicht campte, sondern bei Freunden übernachtete.
Der Einlass verlief aber zu jeder Zeit zügig und ohne unnötig penible Kontrollen und auch die Getränkestände brachten nie Verzögerungen mit sich. Ebenso wurde die Running Order eingehalten, so dass man alles in allem von einer gut gelungenen Orga sprechen kann. Kommen wir zur Musik.

 

Freitag 06.06.

 

StauNOCTURNAL, ZODIAC und DECAPITATED. Die drei Eröffnungsbands des Pfingstwochenende durften ohne mich anfangen, da einige LKW’s für eine Vollsperrung der A3 sorgten und ich mit Däumchendrehen mitten drin die Autoschlange beobachtete. Dann also Midnight.

 

MIDNIGHTMidnight1


Richtig sehenswert war schon mal das Backdrop der Band. Etwas größer als ein Bandshirt prangerte deren Logo da und ich nehme mal die passende Beschreibung eines anderen Festivalgängers auf: „Motörhead brauchen drei Akkorde um ihre Songs zu schreiben, Midnight nur zwei.“ So rumpelte die Truppe, deren Gesichter schön mit einem schwarzen Tuch verhüllt war, vor sich hin, die Partywütigen Gäste vorne im Pit hatten definitiv ihren Spaß und zum Schluss gab es eben passenderweise noch ein Motörhead Cover.

 

DAR2DIE APOKALYPTISCHEN REITER


Dann Die Apokalyptischen Reiter, auf die ich doch sehr gespannt war. Nachdem dies eine der ganz wenigen Bands ist, die mich live (trotz vorheriger Unkenntnis) so überzeugten, dass ich Fan dieser Band wurde, schwächelte die Truppe Anfang letzten Jahres in meinen Augen etwas. Und nun? Der Auftritt war gut. Kann man so sagen. Die Spielfreude und die symphytische Ausstrahlung ist nach wie vor vorhanden, keine Frage. Doch ich empfand die Band bei zahllosen Auftritten nicht nur spielfreudig, sondern auch extrem mächtig, dennoch Humorvoll und vollgepackt mit kleinen Gimmicks, passend zu jedem Lied. Eben auch optisch anders, als die Norm. Und nun? Das mächtige ist schon etwas zurückgefahren und Showelemente gibt es wahrlich nicht mehr viele. DAR2Also wenn ich den Auftritt neutral bewerte, sage ich gut. Vergleiche ich diesen aber mit der Band, die ich mal kennen lernte (und damit meine ich bei weitem nicht die ganz frühen Jahre), ist da nicht mehr so viel übrig von der überzeugenden und mitreißenden Atmosphäre.

 

Trip1TRIPTYKON


Als letzte Band des Abends spielten dann Triptykon. Und da muss man einfach von einem noch spezielleren Auftritt sprechen. Die Band packte es einmal, mich mit ihren extrem schleppenden und düsteren Riffs in ihren Bann zu ziehen. Als ich seinerzeit in diesem gefangen war, fand ich das Konzert und vor allem die Atmosphäre extrem gelungen. Doch davon war am Freitagabend leider nichts zu spüren. Man muss aber auch einfach sagen, es gibt viele alte Celtic Frost Fans die sich einig sind, mit Triptykon wenig bis gar nichts anfangen zu können. Trip2Natürlich gibt’s auch hier die Gegenstimmen und so wurde auch Tom G. Warrior zum Großteil abgefeiert. Sich stetig leerende Ränge gab es leider aber auch am Abend noch vor Konzertende zu verzeichnen.

 

Imp4

Samstag 07.06.

 

Rox1ROXXCALIBUR

 

Die Eröffnungsband für den Samstag war dann mal eine Ausnahme: Roxxcalibur, die seit einigen Jahren ziemlich erfolgreich Hits der NWOBHM covern, durften als erste Band ohne eigene Lieder im Programm auf die Hauptbühne. Doch die Publikumsreaktionen schon um Viertel vor Eins zeigten ganz klar, hier wurde kein Fehler im Line Up gemacht. Was aber nicht mal unbedingt an den Songs liegen mag, da diese wirklich nur Insidern bekannt war, sondern viel eher der Spielfreude der Band zuzuschreiben ist.Rox2 Man merkte jedem einzelnen der Musiker den Spaß an der Sache an und ich stelle einfach mal die These auf, dass diese Konstellation, wie wir sie zu solch früher Stunde am Samstagmittag auf den Brettern erleben durften, schon fast zu schade für eine reinrassige Coverband ist.

 

DL1DEAD LORD


Als nächstes standen Deadlord auf dem Plan. Retro-, Vintage-, oder wie auch immer Rock musste ja früher oder später im Billing auftauchen, wobei man zugeben muss, dass die Band aus Skandinavien schon ein paar richtig geile Parts in ihren Songs unterbrachten. Nur im Gesamtpacket war mir das Ganze doch zu langweilig. OK, Bluespills am nächsten Tag sollten diese Langeweile noch toppen können (von wegen Rock Hard, Rock ganz Hard….), aber toll war‘s deswegen auch nicht. Wie gesagt, ein paar einzelne Stücke ließen aufhorchen, ansonsten brutzelte die Sonne trotz leichter Wolken ordentlich nieder.

 

SCREAMERScr


So auch bei Screamer, den Schweden, die derzeit aufzeigen, wie lupenreiner 80iger Metal zu klingen hat. Das war schon viel besser für die Ohren, rockte eben auch harder und beim Stageacting ging direkt von vorneherein auch die Post ab. Hätte man nicht in vergleichsweise junge Gesichter geblickt, dort oben hätte wirklich ein Original aus den 80igern stehen können. Nicht schlecht was diese Jungs zu bieten hatten, wobei am Gesang noch ein wenig gefeilt werden könnte, der in den oberen Lagen dann doch mal an seine Grenzen stieß.

 

Solsta1SOLSTAFIR


Aber lieber diesen Gesang, als das undefinierbare was Solstafir da fabrizierten. Ich habe keine Ahnung was das sein sollte, irgendwelche komischen Geräusche gepaart mit einem Gesang, der wohl nur gefällt, weil der Kerl einem einredet „das gehört so“. Wenn jemand behaupten würde er könne richtig gut singen und würde dann so eine Nummer abliefern, der würde ausgelacht. Nee, kam nicht nur bei mir nicht richtigSolsta2 an, auch das Publikum starrte zwar gebannt (fragend?) aber ohne große Reaktionen da. Sehr seltsam.

 

PrettyMaids1PRETTY MAIDS


Da kamen die Dänen Pretty Maids schon viel viel besser an und deswegen gibt’s die auch etwas ausführlicher vom Schnuller:

Nach dem die Pretty Maids mit den letzten beiden Alben „Pandemonium“ und „Motherland“ eigentlich ganz gut im Saft stehen, wundert der recht zeitige Platz im Billing doch sehr. Da hätte man die Dänen ruhig etwas später ranlassen können, so dass für 2-3 Songs mehr Platz gewesen wäre. Die Pretty Maids selber scheint das nicht zu stören. Mit einer engagierten Show und gut aufeinander eingespielt legte man einen echt starken Gig hin. Ronnie Atkins Stimme hat immer noch nichts von ihrem Charisma verloren und Gitarrist Ken Hammer ist zwar nicht mehr ganz so agil unterwegs, freut sich aber sichtlich über die Reaktionen.PrettyMaids2 Mittlerweile hat sich ein neuer Song wie „Little Drops Of Heaven“ bestens in der Setlist eingefügt, aber auch „Mother Of All Lies“ vom aktuellen Album „Motherland“ könnte sich noch eine Weile in der Setlist halten. Bei dem umfangreichen Backkatalog der Mädels, sorry Jungs, wird die Auswahl der Setlist für die Pretty Maids nicht leichter. Auf Klassiker wie „Red,Hot and Heavy“, „Back To Back“, „Rodeo“ und selbstverständlich „Future World“ kann man leider nicht verzichten. In dieser Form müssen die Jungs definitiv noch eine ganze Weile weitermachen.

(Schnuller)

 

Obi1OBITUARY

 

Zwar immer noch taghell, aber es wurde Zeit für Death Metal: Obituary erklommen die Bühne und auch wenn‘s nicht jedermanns Geschmack ist, die Truppe aus Florida holzte ein ordentliches Brett runter und geizte nicht mit Old School Klassikern.Obi2 Eben wie angekündigt und so kamen Songs wie „Choped In Half“, „The End Complete“ oder das natürlich unverzichtbare „Slowly We Rot“ ordentlich geil rüber. 

Aber ebenfalls richtig geil kam ein neuer Song rüber und wusste direkt zu überzeugen, so dass sich vor der Bühne ein ordentlicher Moshpit bildete und jeder Fan zufrieden gewesen sein dürfte.

 

SACRED REICHSacredReich1


Und das Level wurde gehalten bzw. setzte noch einen drauf. Nicht unbedingt Härtetechnisch, aber genauso auf die Fresse. Sacred Reich, die es schaffen, seit Jahren nach der Reunion ständig auf Festivals auf zu tauchen oder sogar auf Tour zu gehen, ohne auch nur ein einziges Lied neu zu schreiben. Aber es funktioniert und das bestens und immer wieder. Für viele definitiv das Highlight des kompletten Tages, kommt Sänger Phil aber auch einfach nur lymphatisch und witzig bei seinen Ansagen rüber.SacredReich2 Da verzeiht man sogar, dass vor Surfin Nicaragua mal eben so getan wird, als ob die komplette Band so spontan sei wie Saxon und auf die Setlist pfeifen könnte. Denn solange der Song noch nicht zum Zuge kam, wie wird dann wohl die Antwort vom Publikum ausfallen auf die Frage nach dem nächsten Song? Aber egal, der Auftritt war allererste Sahne!

 

CARCASS


Tja, danach hatten es Carcass schwer. Und auch wenn eine Band auf der Headliner Position steht, heißt das noch lange nicht, dass diese die Position auch spielend füllen kann. Zumal eben Sacred Reich so dermaßen abgeräumt hatten. Und so kam es denn auch, Carcass spielten zwar sehr gut, eine gute Mischung aus altem und neuem Material und der Sound kam auch gut rüber, aber die Stimmung konnte in keiner Weise wieder anknüpfen. Irgendwie sprang der Funke nicht richtig über und wieder konnte man feststellen, dass sich die Ränge zusehends vor Ende der Spielzeit lehrten. Vielleicht sollte man auf Festivals nicht immer nur nach dem Verkaufsstatus einer Band schauen, um diese auf dem Billing zu platzieren. Weder tut man den Zuschauern damit einen Gefallen, aber noch weniger der Band, die die Leute abwandern sieht und die Stimmung ihrer Vorband nicht halten kann. Zweiter deplatzierter Headliner.

Imp3

 

Sonntag, 08.06.

 

IronSavIRON SAVIOR

Große Gewitterstürme, Hagel und Unwetter waren vorausgesagt und pünktlich zu Beginn von Iron Savior zog auch eine düstere Wolke über das Theater, doch mit den ersten Klängen verflüchtigte sich diese und so sollte es für den Rest des Tages auch trocken und einfach nur heiß bleiben. Die Hanseatischen Powermetaller ließen sich aber auch von Anfang an nicht die gute Laune verderben und zockten ihr eingängiges Material ins anwesende Volk, das ebenso sichtlich Spaß an der Sache hatte. Es wurde spontan und unaufgesetzt gescherzt und trotz leichter Soundprobleme zu Beginn des Sets klappte der Einstieg in den letzten Festivaltag hervorragend. Bleibt nur eine Frage: Warum lässt man DEN Übersong „Titans Of Our Time“ außen vor?

 

BLUES PILLSBluesPills1


Da das nächste Retro „Ganz Hard“ Rock Grüppchen bevorstand, betrachtete ich dies aus der Ferne und gebe erneut ab an Schnuller:
Die Magazine sind voll des Lobes über die neue Hoffnung des Retro-Rock. Der Multi-Kulti Verein, mit Sitz in Örebro/Schweden, hat zwar erst zwei offizielle EPs am Start, ist aber schon fleißig in ganz Europa unterwegs. Die Neugier war ein wenig geweckt und ich wollte mir zumindest ein paar Songs anschauen. BluesPills2Optisch machen die BLUES PILLS zumindest den passenden Eindruck. Die volle 60er/70er Jahre Garderobe, ohne das sich einer der Musiker/innen hier Ausreißer erlaubte, passt bestens zum leicht angezerrten Blues-Rock der Band. Der große Pluspunkt ist selbstverständlich Frontfrau Elin, die mit einer starken, bluesigen Stimme gesegnet ist. Wirklich Hard Rock kompatibel ist die Band eigentlich nicht, da sich aber genügend interessierte vor der Bühne eingefunden haben, scheint die Wahl nicht ganz falsch gewesen zu sein. Meine Baustelle wird das Ganze zwar  in diesem Leben nicht mehr, aber stark dargeboten war es auf jeden Fall.
(Schnuller)

 

ORPHANED LANDOrphi1


Auch wenn mich selbst die musikalische Ausrichtung von Orphaned Land (proggig angehauchter Metal in Verbindung mit stark hervortretenden orientalischen Melodien) überhaupt nicht anspricht, so muss man doch vor der Truppe den Hut ziehen.Orphi2 Rock Hard Leser wissen längst um das Bemühen (und meist auch erfolgreichere durchsetzen als manche Politiker) in Sachen Religionsübergreifen, gerade was arabische Länder und Israel angeht. Die Mehrheit der Besucher ließ sich jedenfalls auf deren Gastspiel ein, bei dem Sänger Kobi Barfuß und in einem langen Gewand zweifellos an einen Vorreiter einer bekannten Religion erinnerte (zumindest wie er uns immer auf populäre Weise dargestellt wird). Dazu gab Marcus Siepen von Blind Guardian noch ein Gastspiel und die Band verkündete, dass sie zusammen mit Deutschlands Fantasy-Metal-Band Nr.1 auf Tour gehen würde.
Trotz allem verzeichnete die Band im Gesamten irgendwie weniger Interessenten als noch zuvor bei den anderen Zeitreisenden. Seltsam.

 

 

 

INSOMNIUMInsomni1


Obwohl die Sonne ohne Gnade brutzelte, stiegen nun die Düster-Melancholie-Metaller von Insomnium auf die Bretter und präsentierten zahlreiche Songs ihres neuen Albums „Shadows Of A Dying Sun“. Das passte zwar nicht ganz so zum Wetter, kam aber dennoch hervorragend gezockt rüber, so dass mir einige Melodien noch am Tag auf der Heimfahrt unaufhörlich im Ohr rumschwirrten. Insomni2Würden Amorphis aufhören, könnte man diese Band getrost als offizielle Nachfolger anpreisen, obwohl Insominum noch mehr dem Death Metal verwurzelt sind und dementsprechend der Clean Gesang wirklich nur sporadisch eingesetzt wird. Haare flogen auch auf der Bühne wie wild, sprich beim Stageacting war auch alles in Ordnung, so dass wirklich nur die Tageszeit unpassend war. Aber das kennt man ja zu genüge von anderen Bands, die sich bei Open Airs auch regelmäßig in der Sonne abkämpfen müssen.

 

 

 

MONSTER MAGNETMonsterMag1


Monster Magnet hatten danach trotz Bedenken enormen Zuspruch und groovten sich durch ihr Set. Irgendwie fiel aber zu dem Zeitpunkt schon auf, etwas ist anders. Bei Annihilator sollte man Gewissheit bekommen: Das Amphitheater war ausverkauft. Denn der äußere Ring vor der Bühne galt ansonsten immer als freier Durchweg und höchstens beim Headliner, wenn es Dunkel wird, standen dort auch viele Leute. Doch sogar jetzt, wo die Sonne einem immer noch was vor den Latz knallte und die Kiffer-Riffer „Look To Your Orb For Worning“ zockten, war dort nur schwer durchkommen.
Von der Zuschauermasse also gefühlt Zeit für den Headliner.

 

Annihi1ANNIHILATOR


Und der kam auch in Form von Annihilator. Was für eine präzise Power! Was für eine geballte Ladung Thrash, gepaart mit Melodien! Jeff Waters und seine Truppe ballerten einen Hit nach dem anderen hervor, darunter natürlich „King Of The Kill“ und „Alison Hell“ und man merkte ihm richtig die Spielfreude an, die ihn von einer Bühnenseite zur anderen trieb. Annihi2Richtig gut eingespielt kam er auch als Team mit Dave rüber, die sich beide am Gesang abwechselten. Mal übernahm einer einen kompletten Song, mal wurde sich in der Strophe abgewechselt oder auch mal zwischen Strophe und Refrain gependelt. Sehr geil. Und selbst der Manko, dass die Band zu sehr auf Präzision denn auf Stageacting legte, konnte man hier nicht mehr anbringen. Bei diesem Auftritt stimmte einfach alles und als dann das letzte Lied noch „Human Insecticied“ hieß, konnte man keinem Annihilator Fan mehr etwas Besseres geben. PERFEKT!Annihi3

 

 

 

 

TESLA

tesla
Sorry, aber wenn man dann bedenkt, dass eigentlich ja Testament den Headliner geben sollten und jetzt Tesla an der Reihe waren, wurde nicht nur den Anwesenden klar, hier stimmt was im Billing nicht. Tesla auf jeden Fall konnten auf ganzer Linie weniger überzeugen, noch dazu krächzte der Sänger ordentlich vor sich hin, so dass ich mir hier erst mal eine Verschnaufpause gönnte, nachdem Annihilator so abgeräumt hatten.

 

Testament1TESTAMENT


Doch dann Testament. Die Hoffnung war groß, sie würden das Sounddebakel von vor einigen Jahren an selber Stelle wieder gut machen. Doch trotz arschcooler Lightshow und Feuerflammen, es wurde noch schlimmer. Nicht nur, dass der Sound wieder nix war (und das wohlgemerkt als einzige aller aufspielenden Bands), sondern die Band lag auch manchmal so weit daneben, dass sogar ein Song in der Mitte abgebrochen wurde („Disciples Of The Watch“). Testament2Ich meine, wir reden hier nicht von einer Newcomerband, wir reden nicht von einer Opa Band und wir reden auch nicht von na Band, die mal einen Tag vorher gefragt wurde, ob sie für 5 Bier nebenan im JUZ auftritt. Testament3Das hier waren Testament, aus der Bay Area, gegründet in den 80igern und kamen als Headliner zum RockHard Festival. Sorry, aber bei allem Verständnis dafür, dass man auch mal nen schlechten Tag haben kann (den die Band ja anscheinend mal öfter hat), sowas kann nicht sein. Da kommt schon fast die Vermutung auf, die Band gibt bei Unsicherheit die Anweisung, nur Soundbrei zu fabrizieren. Denn sollte dann was schief gehen, kann man es ja auf den Soundmischer schieben. Kennt ja keiner. Dritter deplatzierter Headliner.
Nope, das war nix und so muss ich auch nicht meine Aussage revidieren, dass Annihilator der eigentliche Headliner waren. Denn das waren sie definitiv und zwar fürs gesamte Festival.

 

Imp5

 

Fazit:


So ging dann auch das RockHard Festival 2014 zur Neige und bis auf ein paar Ausreißer bei den Bands hin, darf man als Fazit ruhig kundtun, dass es eine richtig gut gelungene Veranstaltung war und der Ausverkauf am Sonntag zeigte wohl, dass sich das RockHard Festival auf ganzer Linie etabliert hat. Nächstes Jahr eventuell am Parksystem verbessern und die Running Order etwas optimierter gestalten und dann gibt’s nix mehr zu meckern, wofür die RH Crew was zu tun könnt.
Daumen hoch!

 

(Röbin)

 

www.rockhard.de/festival

 

 

 


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