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Iron Maiden – SenjutsuIron Maiden – Senjutsu

(Parlophone)

 

Und plötzlich war sie da – die neue Iron Maiden Scheibe „Senjutsu“ leuchtet wie ein heller Stern in trüben Corona Zeiten. Ebenso wie es letzten Winter AC/DC taten. Wenn man nicht touren kann macht man halt ein Album – doch bei den Eisernen Jungfrauen war die Zeit ohnehin reif denn „Book of Souls“ ist ja auch schon wieder sechs Jahre alt. Wer in den letzten 20 Jahren seit der Reunion mit Bruce Dickinson immer die neuen Werke von Steve Harris & Co. abgecheckt hat der weiß das die Briten einen Hang zu langen Liedern haben. Auf „Senjutsu“ sind nur 2 Songs unter 5 Minuten und der längste Track hat fast 13. Dies lässt die knackigen 80er Single Hits wie „Wasted Years“ oder „2 Minutes to Midnight“ natürlich vermissen, dafür werden wir aber mit viel epischen, leicht Prog angehauchten Werken verwöhnt. Steve Harris hat gleich drei „über 10 Minuten“ Longtracks geschrieben die am Ende der Scheibe stehen und von denen mir „Death of the Celts“ am Besten gefällt, da auch musikalisch ein keltisches Motiv für Aufsehen sorgt.

 

Und was der Chef hier am Bass macht ist schlicht und einfach Weltklasse! „The Parchment“ ist der längste Albumtrack überhaupt und ist zwar mega ausgearbeitet aber im Gesamturteil für meine Begriffe nur „okay“. Der zündet etwas schwer, da kommt das epische „Hell on Earth“ schon besser, das Ding hat was. Erinnert an lange Stücke wie „When the Wild Wind Blows“. Dann sollten wir jetzt vielleicht auch mal zum Anfang des Albums kommen statt nur über das „XXL Trio“ am Schluss zu schreiben? Haha, gerne. Der Opener Titeltrack im Midtempo überrascht mich sehr, einen solchen Song hätte ich am Anfang nicht erwartet. Hammer Chorus – gefällt mir gut. „Stratego“ hingegen zündet bei mir (ähnlich wie das genannte „The Parchment“) noch nicht so richtig. Finde ihn etwas zu normal und unspektakulär. Kann sich noch ändern im Laufe der Wochen. Die erste Single „Writing on the Wall“ macht in meinen Augen gleich alles richtig – geht gut rein, überrascht mit Southern Rock Flair und wird 100% in der nächsten Live Setlist auftauchen.

 

„Lost in a lost World“ ist erstmal bisserl balladesk was Bruce die Möglichkeit gibt sein Können vollends zu zeigen, dann wird’s ein typischer Maiden Rocker guter Klasse! Dann kommt ein ganz großes Highlight, nämlich „Days of Future Past“. Der von Adrian & Bruce geschriebene Track ist „nur“ 4 Minuten lang, kommt sehr eingängig und schreit danach 2. Single zu werden. Starkes Ding! „The Time Machine“ kommt als Nächstes und ich fühle mich an das „The X-Factor“ Album mit Blaze Bayley als Sänger erinnert. Düster und etwas verschachtelt wirkt der Track ziemlich gut. Bevor dann das genannte Final - Triple kommt hören wir noch „Darkest Hour“, welches auch an die Platten der vergangenen Jahre wie z.B. „A Matter of Life and Death“ erinnert, aber auch 80er „Seventh Son“ Prog - Vibes vorweisen kann. Sehr schön! Jetzt haben wir sie schon alle durch und ich stelle fest das die neue Maiden genauso geil ist wie die davor.

 

Vielleicht kann das vom Artwork her asiatisch angehauchte Werk sogar noch mehr punkten und wird auch in meiner Wahrnehmung auch zum „besten Album seit „Brave New World“ (habe ich in den letzten Tagen öfters so gelesen bei manchen Kollegen) mutieren? Das wird die Zeit zeigen. Man will ja so eine Album Kritik möglichst pünktlich zum VÖ abliefern und das heißt in meinem Fall das ich exakt 6 Tage Zeit hatte, seitdem der Streaminglink hier ankam. Nach 6 Wochen oder Monaten schwärme ich vielleicht noch mehr von „Senjutsu“…..na wie auch immer – ich wünsche viel Spaß mit dem über 80 minütigen Doppeldecker und freue mich auf die zugehörige Tour, wenn Corona es möglich macht das diese stattfindet…! Up the Irons!

 

(Arno)

 

www.ironmaiden.com

 


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