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Bölzer – Lese majesty

(Lightning & sons)

 

In einem Blindtest würde man Bölzer wohl schon in der ersten Sekunde erkennen, vielleicht sogar früher. Das irre Duo ist dermaßen charismatisch, dass schlicht keine Vergleiche möglich sind. Keine! Auf „Lese majesty“ scheint Oberbölzer Okoi sich im ureigenen Stil weiter voranzutasten. Den verstörenden halbgegreinten Klargesang hat man dabei nicht hinter sich gelassen.

 

Im Gegenteil, diese Art Vocals kommen in jedem Lied vor, klingen aber insgesamt etwas weniger sonderbar. Ansonsten ist „Lese majesty“ erneut eine Machtdemonstration und die völlig einzigartigen Leads darauf wieder mal ein Gedicht. Insbesondere bei „Into the temple of spears“, wo sich das eh schon starke Hauptmotiv zwischendurch in kleine Passagen aufspaltet und wieder zusammensetzt. Kompositorisch die ganz hohe Schule, wie überhaupt die ganzen Stücke noch etwas ausgefeilter und (nicht immer zu ihrem besten) vielteiliger sind. Der massive Schwung wird immer wieder ausgebremst, die Dynamik insgesamt ist hoch, die Gitarrenmotive zahlreich und auch das Drumming setzt zum Beispiel mit bollernden Doublebass-Einsätzen im letzten Lied mächtig Akzente.

 

Was Bölzer leisten ist in vielerlei Hinsicht beeindruckend, die künstlerische Radikalität, die unfassbare Energie des Brüllgesangs nötigt großen Respekt ab – in straight und ohne diesen liederlichen, mitunter leicht deplatziert wirkenden Klargesang gefielen sie mir allerdings noch besser. „Aura“ bleibt deswegen unerreicht, weniger als lupenreine Weltklasse ist aber halt immer noch unheimlich gut.

 

 

(Chris)

 

 https://www.facebook.com/bolzerband


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