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ABBATH - Outstrider (Hail or Kill Review)ABBATH - Outstrider (Hail or Kill Review)
(Season of Mist) 

 

Frostbeulen im Hochsommer? Klar doch! "Outstrider", die zweite Tiefkühlkost der diabolischen Schredder-Legion ABBATH aus Bergen in Norwegen kämpft sich nämlich wieder durch den Permafrost der NWOBM (New Wave Of Black Metal). Mit aufgefrischtem Line-Up (Basser King, Drummer Creature und auch Gitarrist Silmaeth sind raus aus ABBATH, dafür sind Bassistin Mia "Soulfucker" Wallace, Drummer Ukri "Uge" Suvilehto, sowie Gitarrist Ole André Farstad neu im Kühlregal), erschaffen ABBATH ihre ureigene Identität. Fronter Olve „Abbath“ Eikemo geht mit seinen Endgültigkeit und Kompromisslosigkeit ausstrahlenden Vocals anno 2019 jedoch einen deutlich gemächlicheren, atmosphärischeren Weg als noch zu IMMORTAL-Zeiten und setzt auf druckvolle, willensstarke, markante, wie auch zugängliche Songstrukturen, mit astrein ausgearbeiteten und umgesetzten 3rd-Wave-Black Metal Arrangements.

 

In 38:52 Minuten geben sich einprägsame, tief unter die Haut gehende bis derbe musikalische Grundgerüste, mit catchy Soundkonzepten die Klinke in die Hand. Eiskalt und grimmig, jedoch nie wirklich den melodischen Faden aus den Augen verlierend, hat das Black Metal Foursome acht neue Songs und als Rausschmeißer zusätzlich noch "Pace 'till Death", ein Cover der Urväter des Black Metal BATHORY, in einer kaum veränderten Version auf ABBATH 2.0 gepackt. Photo Credit: Francisco MunozHierzu wird mein Totentanz Kollege Arno sicherlich noch einiges hinzuzufügen wissen. Für mich jedoch die schwächste Nummer des Albums. Frontkratzbürste Abbath faucht seinen kräftigen, ketzerischen Gesang tief aus seinen Eingeweiden heraus. Sein drückendes, stürmisch frostklirrendes Permariffing, sowie Ole's großteils klassischen Gitarren Leads beschwören eine abweisende, dennoch atmosphärische Wesenskälte herauf, Mia Wallace's amtlich wummernder Tieftöner lässt dabei das Mobiliar über den zitternden Fußboden tanzen und das pumpende, wie pushende Schlagwerk von Ukri verleiht dem "Outstrider" den letzten nötigen Kick. ABBATH, die allgemein gerne mal klassische Heavy Metal Konstrukte in ihre musikalische Architektur einfließen lassen, haben mit ihrer higher Art of Black Metal den Zahn der Zeit perfekt getroffen und bleiben für mich im ABBATH - IMMORTAL Direktverglich der klare Sieger! Auch die bisherigen Single- und Videoauskopplungen sind in meinen Augen perfekt gewählt, denn sie decken sich zu 100% mit meinen drei Faves des Albums. Und das ergibt bei mir ein heißkaltes HAIL für "Outstrider"!!!

(Janko)

 

 

Janko hat die Atmosphäre von „Outstrider“ schon sehr gut beschrieben. Da überzeugt das neue Werk auch mehr als das selbstbetitelte Debüt. Das neue Line Up um Abbath beweist sich mit mehr Kreativität und Aggressivität gegenüber den Vorgängern. Allerdings erinnert mich der Sound von „Outstrider“ wieder sehr stark an Immortals „All Shall Fall“. Es ist mir alles ein bisschen zu verwaschen. Ich würde mir mal wieder den kristallklaren schneidenden Sound der „Sons Of Northern Darkness“ wünschen. Das würde den Songs noch mehr Power verleihen und die Eiseskälte herbei beschwören, die zu dieser Mucke gehört. Nichtsdestotrotz ist die Scheibe bockstark und wird im Winter noch das eine oder andere Mal durchlaufen. Abbath scheinen noch lange nicht die Ideen auszugehen. Das bedeutet für mich, die Versorgung mit gutem Black Metal ist für die nächsten Jahre gesichert, haha. Klares HAIL von meiner Seite.

(Larc)

 

 

Photo Credit: Francisco MunozDer ex Immortal Frontmann Abbath tut manchmal Dinge die eher zum wegrennen sind – die Sache mit dem Schmink Contest oder Merch wie Abbath Schneefigur, etc.! Aber der Norweger macht ja auch Musik, und die war auf dem selbstbetitelten Debut 2016 schon cool und ist noch einen Ticken geiler auf vorliegendem Album Nr.2! Wie Janko schon schreibt hat Olve einfach den Dreh raus frostige Black Metal Stücke mit Melodie und Epik zu kreieren. So wie früher auf z.B. “At the Heart of Winter”, aber natürlich nicht sooo großartig – aber schon nah dran. “Bridge of Spasms”, “Scythewinder” - wow das ist schon tolles Material. “Pace till Death” am Schluß – ich soll was zu sagen meint Janko...nun ein Abbath darf Quorthon covern – natürlich. Der Song stammt von “Blood, Fire, Death” und rein gesangsmäßig passt das sehr gut. Musikalisch sowieso, Bathory sind der Mörtel aus dem die Skandinavier ihre Fundamente errichten! Zweite Abbath? Starkes, wenn auch recht kurzes Album. Aber tut. Ich freu mich auf die Live Shows wo der Nordmann in Zukunft ja noch die feurige Italienerin Mia Wallace (auch Triumph of Death) am Bass neben sich hat. Das kann nur abgefahren werden. Check it Out! Hail!

(Arno)

 

 

Dass Abbath mittlerweile das Line-Up seiner Band häufiger getauscht hat, als seine schwarz-weiße Unterhose, steht für mich symptomatisch für die Planlosigkeit seines zweiten Solo-Albums (als „Abbath“). Neun Ex-Member bei gerade einmal zwei Studioalben zeigen nicht nur, dass hier etwas im Argen liegt, sondern auch, dass es keine klare Linie geben kann. „Druckvoll“ und „willensstark“, wie Kollege Janko „Outstrider“ betitelt, finde ich an dem Album nämlich gar nichts. Eher lahmarschig und konzeptlos. Auch die „astrein ausgearbeiteten… 3rd-Wave-Black Metal Arrangements“ suche ich noch vergebens. Stattdessen finde ich jedoch haufenweise lose Ideen, die beliebig aneinandergeklatscht wurden. Im besten Fall ergeben diese eine halbwegs hörbare Nummer wie „Harvest Pyre“, im schlimmsten Fall ein völlig planloses „Land Of Khem“. Bis auf Abbaths markiges Knurren ist „Outstrider“ ein völlig verzichtbares Album, das ohne den Promi-Bonus (zu Recht) in der Versenkung verschwinden würde. Wer dieses Jahr ein wirklich relevantes Black-Metal-Album hören will, der sollte lieber zum aktuellen Misthyrming oder Murg greifen. KILL, ganz klar!

(Michael)

 

 

Ich kann Janko nur zustimmen. Das Album bewegt sich technisch auf höchstem Niveau, ist abwechslungsreicher, als man es sich in seinen kühnsten Träumen ausmalen mag, knüppelhart, eingängig und voller Überraschungen. Abbaths rabenhaftes Gekrächze lebt von seiner Entschlossenheit, Geschwindigkeit und Vielseitigkeit der Drums sind atemberaubend, und eine Gitarrenarbeit, die so viel zu bieten hat und so weit über das typische abgehackte Riffing hinausgeht, hat man bei Abbath/Immortal noch nicht gehört. Photo Credit: Francisco MunozDazu umgibt die Songs eine dezente Atmosphäre, und die Heavyness kommt auch nicht zu kurz. Den direkten Vergleich zu Immortal würde ich zwar nicht anstellen, da sich Abbath inzwischen deutlich gereifter und experimentierfreudiger präsentieren kann als noch zu Zeiten von Immortal, aber wie dem auch sei: Dieser garstige High End-Black Metal-Hammer verdient ein glasklares Hail!

(Torsten)

 

http://www.abbath.net/
https://www.facebook.com/abbathband/

 

 

Aber überzeugt euch doch gleich selbst mit dem kompletten Stream zum neuen ABBATH Album "Outstrider":

https://www.youtube.com/watch?v=mZ3qh-k90kQ&feature=youtu.be

 

 

Und hier checkt ihr die neuesten ABBATH Videos:

Harvest Pyre:
https://youtu.be/T_qa-wNbC4w
 
Calm in Ire (of Hurricane):
https://youtu.be/LIk1f0_5FPA
 
Outstrider:
https://youtu.be/lNa-aIMT8SQ

 


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